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Deterriorial bodies
body-territory and migrants' women antieviction activism in Barcelona, Spain
Julieta Mikaela Lechini
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP Urban Studies
Betreuer*in
Rene Kreichauf
DOI
10.25365/thesis.79845
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11790.88876.977672-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Städte sind zu Orten alltäglicher Grenzgewalt geworden. Zwei bedeutende Ereignisse haben diese Realität verschärft: eine globale Wohnungskrise und die zunehmende Migration. Angesichts der Tatsache, dass globale Städte Orte der Kapitalakkumulation und Enteignung sind, führt diese Dynamik dazu, dass neue Migranten oft um eine Unterkunft kämpfen müssen, während etablierte Migranten einem erhöhten Risiko von Vertreibung und Diskriminierung ausgesetzt sind. Während Verdrängung in Städten weitgehend im Rahmen von Gentrifizierungsdebatten untersucht wurde, fordert die aufkommende kritische und dekoloniale Literatur, über universalisierte Konzeptualisierungen hinauszugehen und die historische Besonderheit von Verdrängungen zu berücksichtigen - insbesondere jene, die rassifizierte Bevölkerungsgruppen aus dem globalen Süden in Städten des globalen Nordens betreffen. Diese Forschungsarbeit untersucht die kolonialen und feministischen Implikationen von Entterritorialisierungsprozessen wie Vertreibungen und konzentriert sich dabei auf den Körper als ersten Ort des Überlebens und des Widerstands. Sie untersucht die verkörperten Implikationen von Multiterritorialität, die De- und Reterritorialisierungsprozesse in Bevölkerungsgruppen einschließt, die durch ständige erzwungene Mobilität gekennzeichnet sind. Die Arbeit konzentriert sich auf das Aktivistenkollektiv PAH (Plataforma de Afectados por la Hipoteca) und die Region Barcelona und wendet cuerpo-territorio sowohl als Rahmen als auch als Methode an, um aktuelle Kämpfe um Wohnraum und Territorium zu analysieren, indem sie vom Körper zu den vielfältigen Territorien übergeht, die das Leben von Migrantinnen prägen. Die Analyse hebt die affektive Räumlichkeit, die Handlungsfähigkeit und die intersektionale Politik von Zwangsräumungen hervor und enthüllt die kolonialen, rassistischen und patriarchalen Grundlagen dieser Prozesse. Sie zeigt, dass die Unsicherheit, die durch unsichere Wohnverhältnisse entsteht, sich auch auf den Körper der Frauen auswirkt, sie anfälliger für geschlechtsspezifische Gewalt macht und ihre Fähigkeit untergräbt, für sich und ihre Familien zu sorgen. Zwangsräumungen werden nicht nur als geografische Vertreibung erlebt, sondern auch als körperliche Enteignung im aktuellen und im Herkunftsgebiet, die zu Krankheit, Verletzlichkeit und Gewalt führt, während sie gleichzeitig Praktiken der Fürsorge, Solidarität und des Widerstands hervorbringt. Migrantinnen reagieren auf die Enteignung, indem sie sich Aktivistengruppen anschließen, die Vorstellungen von privaten und öffentlichen Grenzen umgestalten und die weibliche Stadtbürgerschaft erweitern. Zudem fordert diese Forschungsarbeit, dass transversale Ansätze für Wohnrechte berücksichtigt werden müssen, bei denen regulierte Wege für Migration und Fürsorgepolitik von zentraler Bedeutung sind und Migrantinnen die Autonomie über ihre Körper und Territorien sichern.
Abstract
(Englisch)
Cities have become sites of everyday border violence. The convergence of two significant events has intensified this reality: a global housing crisis and rising migration. With global cities as sites of capital accumulation and dispossession, these dynamics often leave new migrants struggling for shelter, while established migrants face increased risks of eviction and discrimination. Displacement in cities has largely been studied within gentrification debates, nonetheless, emerging critical and decolonial literature calls for moving beyond universalized conceptualizations to account for the historical specificity of displacements—particularly those affecting racialized populations from the Global South in cities of the Global North. This research examines the colonial and feminist implications of de-territorialization processes such as evictions, focusing on the body as the first site of survival and resistance. It studies the embodied implications of multiterritoriality, involving de- and re-territorialization processes, among populations characterized by continuous forced mobility. Focusing on the activist collective PAH (Plataforma de Afectados por la Hipoteca) and the Region of Barcelona, the thesis applies cuerpo-territorio as both framework and methodology to analyze current struggles over housing and territory, moving from the body to the multiple territories that shape migrant women’s lives. The analysis highlights the affective spatiality, agency, and intersectional politics of evictions, revealing the colonial, racist, and patriarchal underpinnings of these processes. It shows that the insecurity produced by unstable housing extends to women’s own bodies, leaving them more vulnerable to gender-based violence and undermining their capacity to care for themselves and their families. Evictions are experienced not only as geographical displacement but also as embodied dispossession across the current territory and that of origin, producing illness, vulnerability, and violence, while simultaneously giving rise to practices of care, solidarity, and resistance. Migrant women respond to dispossession by joining activist groups, reshaping notions of private/public boundaries and expanding female urban citizenship.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Vertreibung Migration Wohnen Dekolonialität Multiterritorialität Verkörperung
Haupttitel (Englisch)
Deterriorial bodies
Hauptuntertitel (Englisch)
body-territory and migrants' women antieviction activism in Barcelona, Spain
Paralleltitel (Deutsch)
Abschreckende Körper
Paralleluntertitel (Deutsch)
Körper-Territorium und Aktivismus von Migrantinnen gegen Zwangsräumungen in Barcelona, Spanien
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
102 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Rene Kreichauf
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines ,
74 Geographie > 74.09 Sozialgeographie
AC Nummer
AC17730834
Utheses ID
77576
Studienkennzahl
UA | 066 | 664 | |
