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Systematische Einordnung und sachliche Rechtfertigung der Grenzgängerregelungen in Doppelbesteuerungsabkommen
(unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Änderungen der Änderungen im DBA Ö - D sowie D - CH)
Julia Anna Doringer-Fischer
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Steuerrecht und Rechnungswesen (LL.M.) [Berufsbegleitend]
Betreuer*in
Mario Perl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79776
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12690.79639.102611-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Einleitend wird in dieser Master Thesis ein Überblick über die Systematische Einordung der Grenzgängerregelung im nationalen Steuerrecht sowie im internationalen Steuerrecht gegeben. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Arbeitsweisen wie unter anderem Homeoffice und Telearbeit haben Veränderungen im internationalen Steuerrecht nach sich gezogen, insbesondere im Hinblick auf die Grenzgängerregelung. Die im Jahr 2023 beschlossen Änderungen zum Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Österreich und Deutschland modernisieren die Sichtweise auf die Grenzgängerregelung. Nach Änderung von Artikel 15 Abs 6 entfällt die tägliche Rückkehr als relevanter Faktor. Maßgeblich ist, dass der Hauptwohnsitz in der Nähe der Grenze und die Tätigkeit üblicherweise in der Grenzzone ausgeübt wird. Mit dem Begriff „in der Nähe der Grenze“ sind Gemeinden gemeint, die ganz oder teilweise innerhalb von 30 km beiderseits der Grenze liegen. Neu aufgenommen in das Abkommen wurde ebenfalls eine eigene Grenzgängerregelung für den öffentlichen Dienst. Wenn der Hauptwohnsitz in Grenznähe legen ist, die übliche Erbringung der Tätigkeit ebenfalls in Grenznähe erfolgt und eine Eingliederung in eine Dienststelle in der Grenzzone vorhanden ist, dann liegt das ausschließliche Besteuerungsrecht beim Kassenstaat. Das Arbeiten im Homeoffice im Ansässigkeitsstaat innerhalb der Grenzzone ist unschädlich, solange die 45-Tage-Regel und die 20-Prozent-Grenze nicht überschritten werden. Die abgeänderte Grenzgängerregelung bringt administrativ spürbare Erleichterungen. Obwohl Österreich und Deutschland die Grenzgängerregelung eher streng sehen, wurde in diesem Fall aber die Grenzgängerregelung in Bezug auf Homeoffice gelockert. Die Master Thesis analysiert ebenfalls das Abkommen zwischen Deutschland und der Schweiz und vergleicht dieses mit der neu überarbeiteten Regelung zwischen Österreich und Deutschland. Die Analyse hebt wesentliche Unterschiede in Bezug auf Anwendungsbereiche, Definitionen, steuerliche Auswirkungen und Verwaltungspraxis hervor. Besonderes Augenmerk wird auf die Homeoffice-Regelungen und ihre Auswirkungen auf die Besteuerungsrechte gelegt. Abschließend wird in dieser Master Thesis die sachliche Rechtfertigung der Grenzgängerregelung im Doppelbesteuerungsabkommen erörtert.
Abstract
(Englisch)
The Master Thesis opens with an overview of the relevant national and international frameworks, setting the legal context. The analysis then turns to a closer view of the new legal framework, clarifying its scope, thresholds, and practical implications. The 2023 amendment to the Convention for the Avoidance of Double Taxation and the Prevention of Fiscal Evasion between Austria and Germany modernizes the view on cross-border commuting regarding taxation to reflect home-office and telework after COVID-19. The change is implemented to deliver administrative simplicity and legal certainty. Under the revised Article 15 Abs 6, the former requirement of daily return is no longer relevant. Eligibility now hinges on a principal residence “near the border” and employment “usually” performed in the border zone. “Near the border” refers to municipalities whose territory lies wholly or partly within 30 kilometres on either side of the border. “Usually” is operationalized by a hard cap of 45 working days and in addition, a 20% threshold spent outside the zone; home-office days within the zone are not relevant. One of the main reasons was the interpretive fragility of the old rule (daily return plus 45 “harmful” days). A new Article has been created to introduce a cross-border commute-rule for public-sector employees. If the main residence and usual services are in the border area and the employee is integrated into a border-zone service unit with a workplace there, the paying state retains exclusive taxing rights. The 45-day and the 20% limits and home-office neutrality in the zone likewise apply. Overall, the reform reduces uncertainty and eases compliance. While Austria and Germany have traditionally used cross-border commute clauses restrictively, this change deliberately loosens the regime to accommodate home-office patterns. The paper also analyses the German and Switzerland Convention for the Avoidance of Double Taxation and the Prevention of Fiscal Evasion and compares it with the newly revised regime between Austria and Germany. The analysis highlights key differences in scope, thresholds, and administrative practice. Particular attention is paid to home-office rules and their impact on taxing rights. In conclusion, the justification for the cross-border commuter in the Convention for the Avoidance of Double Taxation will be discussed in this Master Thesis.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Doppelbesteuerungsabkommen Grenzgänger Grenzgängerregelung Homeoffice Steuerrecht Grundprinzipien der Grenzgängerregelung
Autor*innen
Julia Anna Doringer-Fischer
Haupttitel (Deutsch)
Systematische Einordnung und sachliche Rechtfertigung der Grenzgängerregelungen in Doppelbesteuerungsabkommen
Hauptuntertitel (Deutsch)
(unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Änderungen der Änderungen im DBA Ö - D sowie D - CH)
Paralleltitel (Englisch)
Systematic classification and factual justification of cross-border commuter regulations in the convention for the avoidance of double taxation and the prevention of fiscal evasion
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
iv, 73 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Mario Perl
Klassifikation
86 Recht > 86.73 Steuerrecht
AC Nummer
AC17723741
Utheses ID
77604
Studienkennzahl
UA | 999 | 084 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1