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Verantwortung im Arbeitsalltag
wie Stressbewertung und Resilienz die Auswirkungen von beruflicher Verantwortung auf tägliches Arbeitsengagement beeinflussen
Phillip Jandrasits
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Roman Prem
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79553
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12708.93872.270067-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Moderne Arbeitswelten sind geprägt von flacheren Hierarchien und zunehmender Verantwortungsübertragung an Mitarbeitende. Während Managementkonzepte Empowerment als Schlüssel zu höherem Arbeitsengagement propagieren, zeigen empirische Befunde widersprüchliche Effekte von Verantwortung, welche von gesteigerter Motivation bis zu emotionaler Erschöpfung reichen. Diese paradoxen Wirkungen werfen die Frage auf, welche Mechanismen bestimmen, ob Verantwortung förderlich oder hinderlich auf Arbeitsengagement wirkt. Die vorliegende Tagebuchstudie untersuchte über zehn Arbeitstage hinweg bei 205 Berufstätigen mit 1404 Beobachtungen, wie die tägliche kognitive Bewertung von Verantwortung als Herausforderung oder Hindernis den Zusammenhang mit Arbeitsengagement vermittelt. Zusätzlich wurde die moderierende Rolle individueller Resilienz als potenziellem Schutzfaktor analysiert. Theoretisch integriert die Studie das Job Demands-Resources Modell, das Job Characteristics Model und das Challenge-Hindrance Stressor Framework, um die komplexen Wirkmechanismen zu erfassen. Die Mehrebenen-Mediationsanalysen zeigten, dass Verantwortung über zwei simultane, aber gegenläufige Bewertungspfade auf Arbeitsengagement wirkt. Der positive Pfad über Herausforderungsbewertung war vermeintlich stärker ausgeprägt als der negative Pfad über Hindernisbewertung, was den insgesamt positiven Zusammenhang erklärt. Entgegen den Erwartungen moderierte Resilienz nicht die täglichen Bewertungsprozesse, fungierte jedoch als genereller Schutzfaktor gegen negative Bewertungstendenzen. Die Ergebnisse demonstrieren, dass nicht die objektive Verantwortung, sondern deren subjektive Interpretation entscheidend für Arbeitsengagement ist. Die simultane Existenz beider Bewertungspfade löst das Verantwortungsparadoxon auf und zeigt, dass dieselbe Arbeitsanforderung gleichzeitig motivierende und belastende Aspekte aufweisen kann. Für die Praxis bedeutet dies, dass Unternehmen bei der Verantwortungsübertragung Rahmenbedingungen schaffen sollten, die Herausforderungsbewertungen fördern und Hindernisbewertungen minimieren. Die Förderung individueller Resilienz kann dabei als ergänzende, aber nicht alleinige Strategie zur Unterstützung positiver Arbeitsergebnisse dienen.
Abstract
(Englisch)
Modern working environments are characterised by flatter hierarchies and increasing transfer of responsibility to employees. While management concepts promote empowerment as the key to greater work engagement, empirical findings show contradictory effects of responsibility, ranging from increased motivation to emotional exhaustion. These paradoxical effects raise the question of which mechanisms determine whether responsibility is conducive or detrimental to work engagement. This diary study examined how the daily cognitive appraisal of responsibility as a challenge or hindrance mediates the relationship with work engagement over ten working days among 205 working people with 1404 observations. In addition, the moderating role of individual resilience as a potential protective factor was analysed. Theoretically, the study integrates the Job Demands-Resources Model, the Job Characteristics Model and the Challenge-Hindrance Stressor Framework to capture the complex underlying mechanisms. The multilevel mediation analyses showed that responsibility is associated with work engagement via two simultaneous yet opposing appraisal paths. The positive path via challenge appraisal was presumably more pronounced than the negative path via hindrance appraisal, which explains the overall positive relationship. Contrary to expectations, resilience did not moderate the daily appraisal processes but acted as a general protective factor against negative appraisal tendencies. The results demonstrate that it is not objective responsibility, but rather its subjective interpretation that is decisive for work engagement. The simultaneous existence of both appraisal paths resolves the responsibility paradox and demonstrates that the same work demand can have both motivating and straining aspects. In practice, this means that when transferring responsibility, companies should create conditions that promote challenge appraisals and minimise hindrance appraisals. Promoting individual resilience can serve as a complementary, but not sole, strategy for supporting positive work outcomes.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Arbeitsengagement Verantwortung Herausforderungsbewertung Hindernisbewertung Resilienz Tagebuchstudie
Schlagwörter
(Englisch)
work engagement responsibility challenge appraisal hindrance appraisal resilience diary study
Autor*innen
Phillip Jandrasits
Haupttitel (Deutsch)
Verantwortung im Arbeitsalltag
Hauptuntertitel (Deutsch)
wie Stressbewertung und Resilienz die Auswirkungen von beruflicher Verantwortung auf tägliches Arbeitsengagement beeinflussen
Paralleltitel (Englisch)
Responsibility at work
Paralleluntertitel (Englisch)
how stress appraisal and resilience influence the impact of job responsibility on daily work engagement
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
77 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roman Prem
Klassifikation
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC17699473
Utheses ID
77615
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1