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Returning to Pata
reputational repair in a Hungarian village
Clemens Schmid
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*in
Tatjana Thelen
DOI
10.25365/thesis.79567
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13626.81865.114965-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ein Jahrzehnt nachdem Pata als Schauplatz ethnischer Konflikte und des Aufstiegs rechtsextremer Politik in Ungarn einen berüchtigte Bekanntheit erlangte, vereinten sich Patas Bewohner*innen in dem Bestreben, den Ruf der Stadt zu reparieren. Diese Arbeit untersucht, wie politische Mäßigung durch die Aspirationen nach reputationaler Reparatur zu einem aktiven politischen Projekt umgedeutet wurde, das nun als Fürsorge statt als Vernachlässigung verstanden wird. Drei Dimensionen stehen im Mittelpunkt: Erstens wirkt die Tourismusentwicklung, einst ein Katalysator von anti-Roma-Rassismus, heute dämpfend auf dessen Ausdruck, wobei Ereignisse wie das jährliche Weinfest oder die Eröffnung eines neuen Tourismuszentrums Infrastruktur als Symbole der Reparatur mobilisieren. Zweitens reicht die reputationale Reparatur über die Belange politischer Eliten hinaus und hat sich zu einer populären Bewegung entwickelt, sichtbar in der lokalen Facebook-Gruppe „Patas schönstes Gesicht“, in der der Ruf als zentrales gemeinschaftliches Anliegen der ungarischen Mehrheitsbevölkerung erscheint. Drittens zeigt sich die Fragilität dieser Mäßigung in der örtlichen Schule, wo Auseinandersetzungen über ethnische Segregation die Stille untergraben, auf der die Reparatur beruht. Letztlich erklärt reputationale Reparatur, dass es die Repräsentation ist, die beschädigt ist – nicht die dargestellte Wirklichkeit.
Abstract
(Englisch)
A decade after Pata gained notoriety as a site of ethnic conflict and the rise far-right politics in Hungary, its residents became united in repairing the town’s reputation. This thesis traces how political moderation was recast as an active political project through the aspirations for reputational repair, now framed as care rather than neglect. Three dimensions are explored. First, tourism development, once a catalyst of anti-Roma racism, now restrains such expressions, while events like the annual wine festival and the opening of a tourist center mobilize infrastructure as symbols of repair. Second, reputational repair extends beyond the concerns of political elites into a popular movement, visible in the local Facebook group “Pata’s most beautiful Face,” where reputation emerges as a unifying concern for the Magyar majority. Third, the fragility of this moderation is shown in the local school, where struggles over ethnic segregation undermine the silence sustaining repair. Ultimately, reputational repair declares that it is Pata’s representation that is broken, not the realities so depicted.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ruf Reputation Infrastruktur Roma Ungarn Politische Anthropologie
Schlagwörter
(Englisch)
Reputation Infrastructure Roma Hungary Political Anthropology
Autor*innen
Clemens Schmid
Haupttitel (Englisch)
Returning to Pata
Hauptuntertitel (Englisch)
reputational repair in a Hungarian village
Paralleltitel (Deutsch)
Zurück nach Pata
Paralleluntertitel (Deutsch)
Rufreparatur in einem ungarischen Dorf
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
85 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Tatjana Thelen
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC17700349
Utheses ID
77648
Studienkennzahl
UA | 066 | 810 | |
