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Normativität & (existenzielle) Pädagogik
Analyse einer haltungsbasierten Pädagogik
Michael Stieber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Henning Schluß
DOI
10.25365/thesis.79401
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16866.86622.949599-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit setzt sich mit der Existenziellen Pädagogik auseinander. Diese Strömung basiert auf den philosophisch-anthropologischen Grundlagen der von Viktor E. Frankl begründeten und von Alfried Längle weiterentwickelten Existenzanalyse. Obwohl die Existentielle Pädagogik gegenwärtig zunehmende Aufmerksamkeit erfährt, liegt bislang keine systematische und unabhängige Analyse ihres pädagogischen Konzepts vor. Vor diesem Hintergrund wird der Frage nachgegangen, wie sich die haltungsbasierte Existentielle Pädagogik hinsichtlich Normativität verorten lässt. Der Aufbau der Arbeit folgt einer schrittweisen Annäherung: Ausgehend von einer Auseinandersetzung mit dem pädagogischen Haltungsbegriff über die Betrachtung der Normativitätsfrage in der Pädagogik bis hin zur Darstellung der damit einhergehenden Gefahren. Anschließend folgt eine konzeptionelle Analyse der Existenziellen Pädagogik mithilfe des von Benner et al. (1998) entwickelten Kriterienrasters zur Unterscheidung affirmativer und reflexiver Bildungskonzepte. Es wird aufgezeigt, dass Haltung und Norm nicht getrennt voneinander betrachtet werden können und dass Normativität ein unvermeidlicher Bestandteil pädagogischen Handelns darstellt. Somit unterliegt auch das Menschenbild der Existenziellen Pädagogik normativen Setzungen. Darüber hinaus hat die Analyse eine doppelte Ausrichtung der Existenziellen Pädagogik ergeben: Einerseits fordert sie, dass Erziehende das zugrundeliegende Menschenbild affirmieren und die existenzielle Erziehung in sich zur Wirksamkeit bringen. Andererseits wird in Bezug auf die zu Erziehenden ein dialogischer, nicht-vorschreibender Erziehungsprozess angestrebt, der auf ihre Person ausgerichtet ist und die Förderung ihrer Selbstgestaltungskräfte betont. Eine teilweise unkritische Übernahme historischer und pädagogischer Bezüge in der Existenziellen Pädagogik, wie etwa des ‚Pädagogischen Bezugs’, birgt zudem das Risiko, dass historische Bezugspunkte und ideologische Hintergründe unreflektiert reproduziert werden. Für die Existenzielle Pädagogik könnte dies bedeuten, sich kritisch mit ihren normativen Grundlagen auseinanderzusetzen, um eine fundierte Weiterentwicklung der Theorie zu ermöglichen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Existenzielle Pädagogik Normativität Pädagogische Haltung Menschenbild Werte und Normen Dialogische Erziehung Affirmative Bildung Reflexive Bildung Praxisorientierte Pädagogik Praktische Pädagogik Bildungsideal Bildungsidee Bildung
Schlagwörter
(Englisch)
Existential pedagogy
Autor*innen
Michael Stieber
Haupttitel (Deutsch)
Normativität & (existenzielle) Pädagogik
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse einer haltungsbasierten Pädagogik
Paralleltitel (Englisch)
Normativity & (existential) pedagogy
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
103 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Henning Schluß
AC Nummer
AC17669373
Utheses ID
77686
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
