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Die "grenzenlosen" Begegnungen in Hainburg an der Donau
Petronela Hoffmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*in
Hermann Mückler
DOI
10.25365/thesis.79475
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17802.93956.195023-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die historischen Mechanismen, die das Verhältnis zwischen der heutigen Slowakei und Österreich geprägt haben, exemplarisch analysiert am Beispiel der Grenzstadt Hainburg an der Donau. Unter dem Motto „Die grenzenlosen Begegnungen“ wird das Spannungsfeld zwischen historischer Trennung und heutiger Annäherung beleuchtet. Empirische Untersuchungen in Hainburg zeigen, dass die Beziehungen in der Vergangenheit durch tiefgreifende politische, wirtschaftliche und soziale Brüche gekennzeichnet waren. Diese historischen Belastungen wirken bis heute nach und erfordern bewusste Gegenstrategien. In der Arbeit werden die Probleme für die grenzüberschreitende Kooperation und das gegenseitige Verständnis zwischen den Ländern und Sprachräumen heute durch die Nachwirkung der historischen Prozesse erläutert. Unterschiedliche Symbolverwendungen wie Sprachen oder materielle Symbole sind Ausdruck historischer Prozesse. Diese Vielfalt an kulturellen Symbolen ist ein natürlicher Bestandteil der historischen Entwicklungen, die sich in spezifischen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Systemen vollziehen. Ein vertieftes Verständnis ihrer Entstehung ist essenziell. Erst interdisziplinäre Forschung sowie fallbezogene empirische Analysen ermöglichen es, Erklärungsmodelle für diese kulturelle Vielfalt zu entwickeln. Solche Modelle können wiederum als theoretische Grundlage für neue Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens dienen. Diese Masterarbeit befasst sich nicht nur mit der Stadt Hainburg an der Donau, sondern mit der Entstehung von Grenzen in dieser Region. Im Fokus stehen soziale, ökonomische und politische Trennlinien zwischen den Menschen in dem untersuchten geographischen Raum, des östlichen Österreichs und der westlichen Slowakei. Das Fallbeispiel zeigt exemplarisch, wie soziale und politische Grenzziehung die Möglichkeit „grenzenloser Begegnungen“ einschränkt. Politische Grenzen üben dabei einen starken Einfluss aus und reduzieren Menschen auf die Rolle von „Figuren auf einem Spielbrett“. Der empirische Teil beleuchtet die Perspektiven der Bewohnerinnen und Bewohner von Hainburg. Grundlage bilden Interviews mit Personen, die entweder dort geboren wurden und oder aktuell zugezogen sind. In diesen Gesprächen kommen die Befragten selbst zum Wort: ihre Gedanken, Sorgen, Wünsche und Meinungen stehen im Zentrum der Analyse.
Abstract
(Englisch)
This Master's thesis takes a historical approach to explore the mechanisms that have shaped cross-border relations between Slovakia and Austria, taking the border town of Hainburg as a representative case. Operating under the motto 'Boundless Encounters', the thesis explores the tension between historical separation and the question about the contemporary rapprochement. Empirical research in Hainburg reveals that historical relations were characterised by profound political, economic and social ruptures. These historical burdens continue to resonate today, calling for conscious counter-strategies. This study explains the problems for cross-border cooperation and mutual understanding between the countries and language areas today with the aftermath of the historical processes. The different uses of symbols, such as languages or material representations, reflect historical processes. This diversity of cultural symbols is an integral part of human development, rooted in particular social, political and economic systems. A deeper understanding of their origins is essential. Interdisciplinary research combined with case-based empirical analysis is required to generate explanatory models for this symbolic complexity. These models can then serve as a theoretical basis for new forms of social coexistence. This thesis focuses not only on the town of Hainburg itself, but also on the historical emergence of borders in the region. Particular attention is given to the social, economic and political dividing lines between people living in the geographical area under examination of Eastern Austria and Western Slovakia. The case study illustrates how social and political boundaries restrict the possibility of encounters without limitations. Political borders have a powerful influence, reducing people to mere 'pieces on a game board'. The empirical part of the study highlights the perspectives of Hainburg’s residents, as revealed through interviews with both long-standing residents and newcomers. In these conversations, the participants speak for themselves and their thoughts, concerns, wishes and opinions are in the focus of the analysis.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Grenzziehung Herausbildung der Grenze Slowakei Großmährisches Reich Österreich und Slowakei Hainburg an der Donau Geschichte Europa EU-Erweiterung Kommunismus in der Slowakei Hainburg an der Donau Stadt
Autor*innen
Petronela Hoffmann
Haupttitel (Deutsch)
Die "grenzenlosen" Begegnungen in Hainburg an der Donau
Paralleltitel (Englisch)
The "boundless" encounters in Hainburg
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
96 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hermann Mückler
Klassifikation
73 Ethnologie > 73.01 Geschichte der Ethnologie
AC Nummer
AC17672661
Utheses ID
77746
Studienkennzahl
UA | 066 | 810 | |
