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Umkämpfte Solidarität an den EU-Außengrenzen
die solidarische Praxis sozialer Bewegungen im Migrationskontext auf den kanarischen Inseln
Laura Sophie Schmidt
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Julia Mourao Permoser
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79423
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17820.88332.165542-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Auf den Kanarischen Inseln kamen im Jahr 2020 über 23.000 fliehende Menschen in Fischerbooten an, nachdem die spanisch-marokkanische Grenze bei den Enklaven Ceuta und Melilla durch die verschärfte Grenzpolitik der EU noch gefährlicher wurde. Auf den Kanarischen Inseln entstanden notdürftige Camps, in welchen die Menschen untergebracht werden, bis viele von ihnen weiter auf das spanische Festland ziehen. Chaotische und prekäre Zustände in den Camps führten zu einem Anstieg des zivilgesellschaftlichen Engagements: neue soziale Bewegungen formierten sich, die neben dem Verteilen von Kleidung, Lebensmitteln und medizinischen Produkten auch Advocacy-Arbeit leisten, Spanischkurse anbieten, Menschen juristisch beraten und Proteste organisierten. Kurzum: Menschen praktizieren Solidarität auf unterschiedliche Weise. Diese neu entstanden sozialen Bewegungen sind Forschungsgegenstand der Masterarbeit. Ich beschäftige mich mit dem Wirken und der Funktion dieser Bewegungen sowie der Wahrnehmung der solidarischen Praxis durch die Aktivist:innen selbst und die Migrant:innen, um beide Seiten zu beleuchten. Die Arbeit möchte einen Beitrag zur Forschung über aktuelle Migrationspolitik, soziale Bewegungen und die ambivalente Natur von Solidarität an den Rändern der "Festung Europa" leisten.
Abstract
(Englisch)
In 2020, more than 23,000 refugees arrived on the Canary Island by boat. Due to restrictive policies, the Spanish-Moroccan border near Ceuta and Melilla has become even more dangerous, prompting this influx of arrivals on the Canary Islands by forcing people to choose the most lethal migration route. The local authorities attempted to address the crisis by setting up refugee camps. These camps were soon criticized for their poor living conditions, which were reported to be below any basic human standard. The chaotic and precarious conditions led to increased engagement from civil society. New social movements emerged and implemented diverse forms of solidarity actions, from advocacy work to distributing clothing, food and medical supplies, as well as offering Spanish courses, providing legal advice and organizing protests. This study explores these new social movements. I therefore examine the impact and function of the movements, as well as how the activists and migrants perceive solidarity, to shed light on both perspectives. This thesis seeks to contribute to the literature of social movements studies, research on current migration politics and forms of solidarity at the margins of “Fortress Europe”.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Solidarität Migration Kanarische Inseln
Schlagwörter
(Englisch)
migrant solidarity
Autor*innen
Laura Sophie Schmidt
Haupttitel (Deutsch)
Umkämpfte Solidarität an den EU-Außengrenzen
Hauptuntertitel (Deutsch)
die solidarische Praxis sozialer Bewegungen im Migrationskontext auf den kanarischen Inseln
Paralleltitel (Englisch)
Contested solidarity at the EU's external borders
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
109 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Julia Mourao Permoser
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17669913
Utheses ID
77760
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1