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Auf den Spuren des Klimawandels
Gehen als ethnographische Praxis in der Klimawandelforschung : eine Analyse am Beispiel des Climate Walk
Eva-Maria Holzinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*in
Peter Schweitzer
DOI
10.25365/thesis.79482
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18666.90478.719486-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht das Gehen als ethnographische Methode in der Klimawandelforschung. Dies geschieht am Beispiel des Projekts Climate Walk, das von 2022 bis 2023 zwei Teams zu Fuß durch 17 europäische Länder führte. Ziel des Projekts war es, lokale Erfahrungen mit Klimawandel zu dokumentieren, Begegnungen zu initiieren und neue Perspektiven auf ökologische und soziale Veränderungen zu eröffnen. Ausgangspunkt der Arbeit ist die Annahme, dass Gehen nicht nur eine alltägliche Praxis, sondern eine Methode der Wissensproduktion darstellt, die verkörperte, relationale und situative Erkenntnisse ermöglicht. Zugleich besteht ein Bedarf, die Methode des Gehens systematisch weiterzuentwickeln, um ihre wissenschaftliche Strenge zu erhöhen und ihr Potenzial für unterschiedliche Forschungskontexte nutzbar zu machen. Vor diesem Hintergrund lautet die zentrale Frage, inwiefern Gehen zur Erkenntnisgenerierung beitragen kann und welche Potenziale sowie Grenzen sich dabei zeigen. Methodisch basiert die Arbeit auf 220 Reflexionsprotokollen sowie 22 Fragebögen, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Für diese Arbeit wurden theoretische Dimensionen des Gehens entwickelt, die als Analyserahmen dienen. Dazu zählen epistemische, räumliche, sozial-ökologische, soziale, reflexive, politische, zeitliche und sensorische Dimensionen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Gehen spezifische Formen des Wissens erschließt, indem es Nähe zwischen Forschenden und Beforschten schafft, multisensorische Wahrnehmungen intensiviert und Alltagsrealitäten des Klimawandels sichtbar macht. Gleichzeitig werden Grenzen erkennbar, etwa durch Erschöpfung, situative Bedingungen oder die Subjektivität der Forschenden. Insgesamt trägt die Arbeit zur Weiterentwicklung ethnographischer Methoden bei, verbindet Forschung mit Bildungsarbeit und Aktivismus und zeigt Gehen als innovativen Ansatz transformativer Klimaforschung.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Gehen als Methode Klimawandelforschung Scholar-Activism Climate Walk
Autor*innen
Eva-Maria Holzinger
Haupttitel (Deutsch)
Auf den Spuren des Klimawandels
Hauptuntertitel (Deutsch)
Gehen als ethnographische Praxis in der Klimawandelforschung : eine Analyse am Beispiel des Climate Walk
Paralleltitel (Englisch)
Walking as an ethnographic practice in climate change research
Paralleluntertitel (Englisch)
insights from the climate walk
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
119 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Schweitzer
Klassifikationen
43 Umweltforschung > 43.03 Methoden der Umweltforschung und des Umweltschutzes ,
73 Ethnologie > 73.03 Methoden und Techniken der Ethnologie
AC Nummer
AC17672782
Utheses ID
77796
Studienkennzahl
UA | 066 | 810 | |
