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When birds of a feather divide
filter bubbles and their possible influence on informed youth citizenship
Eva Lutz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Communication Science
Betreuer*in
Desiree Schmuck
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79625
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19530.82903.671979-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Eine Demokratie ist auf informierte Bürger*innen angewiesen. Der Zugang junger Menschen zu politischer Information im digitalen Raum unterliegt jedoch zunehmender Einflussnahme algorithmischer Systeme, wodurch sowohl die Sichtbarkeit als auch die Vielfalt politischer Inhalte maßgeblich eingeschränkt werden kann. Während sich die bestehende Forschung primär auch individuelle Wahrnehmungen algorithmischer Systeme konzentriert, besteht weiterer Forschungsbedarf hinsichtlich ihrer Rolle im Kontext politischer Informationsvermittlung sowie der institutionellen Reaktionen auf diese Herausforderungen. Die vorliegende Studie untersucht, wie politische Institutionen den Einfluss algorithmischer Kurationsmechanismen auf die politische Wissensbildung junger Erwachsener wahrnehmen und adressieren. Im Zentrum steht die Frage, welche Strategien politische Institutionen entwickeln, um eine informierte politische Partizipation junger Menschen unter den Bedingungen algorithmisch strukturierter Informationsumgebung zu fördern. Im Rahmen eines qualitativ ausgerichteten Forschungsdesign wurden drei Fokusgruppen mit jungen Erwachsenen (18-25) sowie fünf Expert*innen mit Vertreter*innen unterschiedlicher politischer Institutionen (überparteiliche Organisation, politische Parteien und Bildungsinstitutionen) durchgeführt. Die thematische Analyse der Daten zeigt, dass junge Menschen über ein hohes Maß an algorithmischem Verständnis verfügen, algorithmische Einflussnahmen kritisch reflektieren und eigenständig Strategien zur Navigation algorithmisch gefilterter Inhalte entwickeln. Seitens der politischen Institutionen wird insbesondere auf die Herausforderung verwiesen, die sich aus der algorithmischen Priorisierung polarisierender und emotionalisierter Inhalte ergeben. Diese erschweren es, junge Zielgruppen mit sachlich fundierter Kommunikation zu erreichen und tragen zur Destruktion des Diskurses sowie zur Verstärkung identitätsbezogener Gruppenbildung bei. Zur Gegensteuerung identifizieren die befragten Institutionen verschiedene Handlungsfelder, darunter die Förderung algorithmischer Kompetenz, die Stärkung gesellschaftlicher Aufklärung, die Ausweitung regulatorischer Maßnahmen auf staatlicher Ebene, sowie eine erhöhte Transparenz und Rechenschaft der Plattformanbieter. Die Ergebnisse der Studie leisten einen Beitrag zur vertieften Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis zwischen Algorithmen und demokratischer Öffentlichkeit und verdeutlichen die Notwendigkeit institutioneller Strategien zur Sicherung informierter Bürger*innen.
Abstract
(Englisch)
Democracy depends on informed citizenry, yet the exposure to political information online is increasingly influenced, and often limited, by algorithmic influence. While existing research has addressed the perceptions of algorithms of individuals, little is known about it in an informational context, and how political institutions respond to these challenges and support informed youth citizenship. This study investigates how political institutions perceive and address the influence of algorithms on youth political knowledge formation and explores strategies they employ to support informed youth citizenry. Drawing on a qualitative research design, three focus groups with young individuals (18-25) and five expert interviews with representatives from three types of political institutions (non-partisan political institution, political parties, and educational institutions) were conducted. Using thematic analysis, the study reveals high levels of algorithmic literacy among youth, including critical reflection on algorithmic influence and self-developed strategies to navigate algorithmic content filtering. Political institutions express concern about diminished exposure to political information online, citing challenges in reaching young audiences due to algorithmic preference for polarizing and emotionally charged content. They highlight resulting impacts on political discourse, marked by declining deliberative quality, reduced factual grounding, and group identity reinforcement. To counter these effects, institutions emphasize the importance of fostering algorithmic literacy, increasing public awareness, enhancing state-level regulation, and holding social media platforms more accountable. The findings contribute to emerging discussions on algorithmic influence and institutional responsibility in sustaining informed democratic participation among young citizens.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Algorithmische Kuration Algorithmische Kompetenz Politische Wissensbildung Institutionelle Kommunikation
Schlagwörter
(Englisch)
Algorithmic curation Algorithmic literacy Political knowledge formation Institutional communication
Autor*innen
Eva Lutz
Haupttitel (Englisch)
When birds of a feather divide
Hauptuntertitel (Englisch)
filter bubbles and their possible influence on informed youth citizenship
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
73 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Desiree Schmuck
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft
AC Nummer
AC17715349
Utheses ID
77818
Studienkennzahl
UA | 066 | 550 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1