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Antifeminism in South Korea
perceptions of gender, victimhood, and democracy in Korean antifeminist online forums
Judith Aspöck
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Petra Dannecker
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79682
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20367.94461.334090-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht den antifeministischen Diskurs auf südkoreanischen Online-Foren mit Fokus auf Konstruktionen von Opferrollen, Geschlechterrollen, Demokratie, Staat und Zukunft. Die Untersuchung beginnt mit dem Zeitpunkt der Kriegserklärung des ehemaligen Präsidenten Yoon Suk-Yeol im Dezember 2024. Während sich in der westlichen Hemisphäre bisher zahlreiche Studien mit dem weltweit wachsenden Trend hin zu antifeministischen, populistischen und anti-egalitären Bewegungen befassen, fanden diese Thematiken in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung in Asien bisher weniger Beachtung. Die Analyse des Geschlechter-Diskurses in Korea ist besonders daher wichtig, da das Land einen der höchsten Gender-Pay Gaps, eine der niedrigsten Geburtenraten und einen der größten ideologischen Unterschiede zwischen jungen Männern und Frauen aufweist. Die Kritische Diskursanalyse (KDA) auf der Grundlage von Foucaults Diskurstheorie und Butlers Begriff der Geschlechterperformativität wird verwendet, um den Diskurs auf den Internetforen DC Inside und Ilbe zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen einen Diskurs, der durch starre Binäritäten und Feindkonstruktionen gekennzeichnet ist: Koreanische Männer werden als die ultimativen Opfer dargestellt, während koreanische Frauen, insbesondere Feministinnen, für den gesellschaftlichen Niedergang und den Verrat am Vaterland verantwortlich gemacht werden. Diese Konstruktionen werden durch verschwörerische, gewalttätige und frauenfeindliche Sprache, als auch Bilder, aufrechterhalten, welche Frauen auf ihre sexuelle und reproduktive Funktion reduzieren. Während Männlichkeit durch militärisch ambivalente, neoliberale und nationale Ansichten konstruiert wird, wird Weiblichkeit dämonisiert und infantilisiert. Die Ergebnisse zeigen auch, dass der koreanische antifeministische Online-Diskurs direkt an internationale populistische Rhetorik anschließt, indem er sich auf religiöse Überzeugungen und rechte Politiker bezieht. Der Diskurs wurde zudem lokal verankert, durch Verweise auf die autoritäre Vergangenheit Koreas, die als nostalgische Utopie idealisiert wurde. Zusammenfassend zeigt die Studie, dass koreanischer Antifeminismus nicht nur Misogynie beinhaltet, sondern auch als ideologische Projektion und Argumentationstaktik fungiert, welche autoritäre Ideologien normalisiert.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines antifeminist discourse on South Korean online forums with a particular focus on constructions of victimization, gender roles, democracy, nation and future. The analysis’ timeframe starts after the martial law declaration by former president Yoon Suk-Yeol in December 2024. While multiple studies have researched the worldwide growing trend of antifeminist, populist, and anti-egalitarian movements in the Western hemisphere, the scholarly focus on Asia has been relatively sparse. Analyzing gender discourse in Korea is especially critical as the country has one of the biggest gender-pay gaps, lowest fertility rates, and some of the highest ideological differences between young men and women. Employing Critical Discourse Analysis (CDA) grounded in Foucault’s discourse theory, and Butler’s notion of gender performativity, this study investigates the online gender discourse on the internet forums DC Inside and Ilbe. The findings reveal a discourse characterized by rigid binaries and enemy constructions: Korean men are depicted as the ultimate victims, while Korean women, especially feminists, are blamed for societal decline and national betrayal. These constructions are sustained by violent, misogynistic, conspiratorial language and visuals, that reduce women to sexual and reproductive functions. While masculinity emerges as ambivalently militarized, burdened by neoliberal demands and national duty, femineity is demonized and infantilized. The findings also show that Korean antifeminist online discourse directly intersects with international populist mobilization by referencing to religious beliefs and right-wing politicians. The discourse was embedded locally through references to Korea’s authoritarian past, which was idealized as a nostalgic utopia. In summary, the study shows that Korean antifeminism functions as more than just misogyny but serves as an ideological projection and argumentation tactic that normalizes authoritarian ideology and rhetoric.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Antifeminismus Südkorea Antigender Gender Diskurs Onlineforen Social Media Kritische Diskursanalyse Misogynie Demokratie Feminismus
Schlagwörter
(Englisch)
antifeminism south korea gender discourse online forums feminism antigender critical discourse analysis misogyny democracy social media
Autor*innen
Judith Aspöck
Haupttitel (Englisch)
Antifeminism in South Korea
Hauptuntertitel (Englisch)
perceptions of gender, victimhood, and democracy in Korean antifeminist online forums
Paralleltitel (Deutsch)
Antifeminismus in Südkorea
Paralleluntertitel (Deutsch)
Wahrnehmung von Gender, Opferrollen und Demokratie in koreanischen antifeministischen Onlineforen
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
121 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Petra Dannecker
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.31 Geschlechter und ihr Verhalten
AC Nummer
AC17717744
Utheses ID
77855
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1