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De-Europeanisation of national foreign policy of EU member states: is China a driver?
the cases of Hungary and Czechia
Roy Qizheng Yu
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Sozialwissenschaften: Politikwissenschaft
Betreuer*in
Patrick Müller
DOI
10.25365/thesis.80986
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20376.80236.453764-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Dissertation erweitert die konzeptionellen und empirischen Grenzen der Europäisierung -Studien, indem sie das Phänomen der De- Europäisierung in der außenpolitischen Entscheidungsfindung der EU untersucht. Während sich die bestehende Forschung weitgehend auf die innenpolitischen, institutionellen und normativen Triebkräfte der De-Europäisierung der nationalen Außenpolitik der Mitgliedstaaten konzentriert hat, analysiert diese Studie die Rolle externer Akteure – in diesem Fall speziell Chinas – bei der Prägung außenpolitischer Orientierungen der genannten Mitgliedstaaten. Der neuartige analytische Ansatz und Rahmen wird auf zwei Mitgliedstaaten Mittel- und Osteuropas angewendet: Ungarn und Tschechien. Im Rahmen eines länderübergreifenden, longitudinalen Fallstudiendesigns zeichnet diese Dissertation die Europäisierung -Dynamiken vor 2010 nach und stellt sie den De-Europäisierung-Dynamiken zwischen 2010 und 2020 gegenüber. Sie identifiziert drei externe Mechanismen, durch die China – unabhängig von deren Reichweite und Wirksamkeit – zur De- Europäisierung beigetragen hat: wirtschaftliche und politische Interessen, normative Angleichung sowie organisatorisch/institutionelle Einbindung. Diese Mechanismen werden im Zusammenspiel mit fördernden Faktoren auf nationaler Ebene analysiert, wie dem Aufstieg populistischer Regierungen, strategischem Pragmatismus in der Exekutive und einer geschwächten Bindung an die „Handlungsweisen“ der EU. Die Studie stützt sich auf eine umfassende Auswertung von Primär- und Sekundärquellen sowie auf Interviews mit Experten, politischen Analysten und ehemaligen Diplomaten mit Spezialisierung auf CEE-China-Beziehungen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass Ungarn einen deutlich selbstbewussteren, regierungsgeführten De-Europäisierung-Kurs verfolgt, während Tschechien ein stärker umstrittenes und schwankendes Muster aufweist, das durch innerstaatlichen Wettbewerb und wechselnde politische Ausrichtungen geprägt ist. Das Ausmaß und die Wirksamkeit von Chinas Einfluss auf diese Entwicklungen hingen in hohem Maße von nationalen Faktoren ab. Die Dissertation kommt zu dem Schluss, dass De-Europäisierung nicht ausschließlich ein innerstaatliches, internes Phänomen ist, sondern zunehmend durch externe Akteure in einem geopolitisch wettbewerbsorientierten Umfeld geprägt wird. Durch die Neukonzeption von De-Europäisierung unter Einbeziehung externer Akteure leistet diese Forschung einen Beitrag zu einem tieferen Verständnis der normativen Verwundbarkeiten der EU und der Grenzen des Zusammenhalts in ihrer Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik.
Abstract
(Englisch)
This thesis advances the conceptual and empirical boundaries of Europeanisation studies by investigating the phenomenon of de-Europeanisation in EU foreign policymaking. Whilst existing scholarship has largely focused on internal political, institutional, and normative drives of de-Europeanisation of Member States’ national foreign policy, this study examines the role of external actors—specifically in this case, China—in shaping foreign policy orientations of said Member States. The research applies this novel analytical standpoint and framework to two Central and Eastern European Member States: Hungary and Czechia. Through a cross-national, longitudinal case study design, this thesis traces the Europeanisation dynamics pre-2010 and juxtaposes them with the de-Europeanisation dynamics between 2010 and 2020. It identifies three external mechanisms through which China has contributed, regardless of the extent and the effectives thereof, to de-Europeanisation: economic and political interests, normative alignment, organisational/institutional engagement. These mechanisms are analysed in tandem with domestic-level enabling factors, such as the rise of populist governments, strategic pragmatism amongst the executive and weakened commitment to EU “ways-of-doing-things”. This study draws on extensive review of primary and secondary sources, as well as elite interviews with academics, policy analysts, and former diplomats specialising in CEE-China relations. This study finds that, whilst Hungary demonstrates more assertive, government-led de-Europeanisation trajectory, Czechia reveals a more contested and fluctuating pattern driven by intra-governmental competition and shifting political alignments. The extent and effectiveness of China’s engagement with these phenomena have very much been dependent on domestic factors. The thesis concludes that de-Europeanisation is not solely a domestic, internal phenomenon, but one increasingly conditioned by external actors in geopolitically competitive environment. By reconceptualising de-Europeanisation to include external actors, this research contributes to a deeper understanding of the EU’s normative vulnerabilities and the limits of cohesion in its Common Foreign and Security Policy.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Europäisierung De-Europäisierung EU-Außenpolitik externer Einfluss Mitteleuropa Osteuropa
Schlagwörter
(Englisch)
Europeanisation De-Europeanisation EU foreign policy external influence Central Europe Eastern Europe
Autor*innen
Roy Qizheng Yu
Haupttitel (Englisch)
De-Europeanisation of national foreign policy of EU member states: is China a driver?
Hauptuntertitel (Englisch)
the cases of Hungary and Czechia
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
200 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
John Benjamin Tonra ,
Reuben Wong
Klassifikation
89 Politologie > 89.73 Europapolitik. Europäische Union
AC Nummer
AC17849339
Utheses ID
77857
Studienkennzahl
UA | 796 | 310 | 300 |
