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Microregions at the crossroads
the south Caucasus in global geopolitical shifts since 1991
Natia Totogashvili
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Individuelles Masterstudium Globalgeschichte
Betreuer*in
Wolfgang Müller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79411
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23823.81842.776135-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Dissertation untersucht, wie der Südkaukasus – bestehend aus Armenien, Aserbaidschan und Georgien – als strategische Mikroregion am Schnittpunkt konkurrierender globaler Mächte fungiert. Obwohl die Region oft als peripher dargestellt wird, hat sie seit dem Ende des Kalten Krieges ein überraschendes Maß an Handlungsmacht bei der Navigation durch sich wandelnde geopolitische Dynamiken gezeigt. Mithilfe eines multidimensionalen analytischen Rahmens, der Internationale Beziehungen und Global Studies kombiniert, untersucht diese Studie, wie Kleinstaaten ihre Außenpolitik neu kalibrieren und diskursive Strategien einsetzen, um auf systemische globale Transformationen zu reagieren. Unter Anwendung eines qualitativen, vergleichenden Fallstudienansatzes analysiert die Dissertation, wie jeder Staat seine Außenpolitik angesichts jüngster Störungen angepasst hat, insbesondere des Zweiten Karabach-Krieges 2020 und der Invasion Russlands in der Ukraine. Unter Bezugnahme auf Kleinstaatentheorie, neoklassischen Realismus, Konstruktivismus und Global-Local-Agency-Frameworks werden sowohl strategische Verhaltensweisen als auch die legitimierenden Narrative untersucht, die von politischen Eliten artikuliert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Staaten des Südkaukasus trotz struktureller Zwänge unterschiedliche Strategien übernommen haben, um Handlungsmacht innerhalb eines wettbewerbsintensiven geopolitischen Umfelds geltend zu machen: Georgien hat seine euro-atlantische Orientierung trotz abnehmenden westlichen Engagements beibehalten; Aserbaidschan hat die Energiediplomatie genutzt und seine Ausrichtung an der Türkei vertieft; und Armenien hat eine vorsichtige Neuorientierung weg von der ausschließlichen Abhängigkeit von Russland eingeleitet. Diese Unterschiede verdeutlichen, wie Kleinstaaten sowohl auf breitere globale und regionale Dynamiken reagieren als auch diese beeinflussen können. Indem der Fokus auf das Zusammenspiel zwischen innenpolitischen Zwängen, wahrgenommenen Bedrohungen und externem Druck gelegt wird, leistet die Dissertation einen Beitrag zur Literatur der Global Studies und der internationalen Beziehungen über Handlungsmacht von Kleinstaaten, Regionalismus und globale Machttransformationen. Sie zeigt auf, wie Übergangsregionen am Rand globaler Machtstrukturen aktiv an entstehenden geopolitischen Ordnungen teilnehmen – und diese manchmal sogar durch strategische Neukalibrierung und normative Rahmensetzung mitgestalten.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates how the South Caucasus - comprising Armenia, Azerbaijan, and Georgia - functions as a strategic microregion at the intersection of competing global powers. While often portrayed as a peripheral zone, the region has demonstrated a surprising degree of agency in navigating shifting geopolitical dynamics since the end of the Cold War. Through a multidimensional analytical framework combining International Relations and Global Studies, this study explores how small states recalibrate their foreign policies and deploy discursive strategies in response to systemic global transformations. Employing a qualitative, comparative case study approach, the thesis examines how each state has adjusted its foreign policy amid recent disruptions, particularly the 2020 Second Karabakh War and Russia’s invasion of Ukraine. Drawing on small state theory, neoclassical realism, constructivism, and global-local agency frameworks, it analyzes both the strategic behaviors and the legitimizing narratives articulated by political elites. Findings indicate that despite structural constraints, South Caucasus states have adopted distinct strategies to assert agency within a competitive geopolitical environment: Georgia has persisted in its Euro-Atlantic orientation amid declining Western engagement; Azerbaijan has leveraged energy diplomacy and deepened its alignment with Turkey; and Armenia has initiated a cautious reorientation away from exclusive dependence on Russia. These variations reveal how small states can both adapt to and influence broader global and regional dynamics. By focusing on the interplay between domestic political constraints, perceived threats, and external pressures, the thesis contributes to Global Studies and International Relations literature on small state agency, regionalism, and global power transitions. It demonstrates how transitional regions at the margins of global power structures actively participate in-and sometimes reshape-emerging geopolitical orders through strategic recalibration and normative framing.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Südkaukasus Agentur Neukalibrierung Außenpolitik Politischer Diskurs
Schlagwörter
(Englisch)
South Caucasus Agency Recalibration Foreign Policy Political Discourse
Autor*innen
Natia Totogashvili
Haupttitel (Englisch)
Microregions at the crossroads
Hauptuntertitel (Englisch)
the south Caucasus in global geopolitical shifts since 1991
Paralleltitel (Deutsch)
Mikroregionen am Scheideweg
Paralleluntertitel (Deutsch)
der Südkaukasus im globalen geopolitischen Wandel seit 1991
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
94 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Wolfgang Müller
Klassifikation
89 Politologie > 89.40 Innere Beziehungen des Staates. Allgemeines
AC Nummer
AC17669570
Utheses ID
77904
Studienkennzahl
UA | 067 | 805 | |
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