Detailansicht
It takes two to hatch
the role of cooperation and pair bonding in captive northern rockhopper penguins (Eudyptes moseleyi) breeding success
Lisa Alina Macdonald
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie
Betreuer*in
Angela Stöger-Horwath
DOI
10.25365/thesis.79429
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25578.82165.676988-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Pinguine zählen zu den drei am stärksten bedrohten Gruppen der Seevögel, wobei der Nördliche Felsenpinguin (Eudyptes moseleyi) besonders gefährdet ist. Er ist erst seit 2006 als eigenständige Art anerkannt, daher ist E. moseleyi bislang wenig erforscht, insbesondere in Bezug auf die verhaltensbezogenen Faktoren des Bruterfolgs in menschlicher Obhut. Um diese Forschungslücke zu verringern, wurde eine Studie zu innerpaarlichen Verhaltensweisen durchgeführt, die mit Koordination (Nestbau, Nähe bis zu drei Meter, Nestwechsel) und Bindung (gegenseitige Balz, gegenseitige Gefiederpflege, Nähe bis zu Schnabellänge) in Zusammenhang stehen, sowie zu geschlechtsspezifischen Unterschieden im Brutaufwand. Untersucht wurde eine Population im Tiergarten Schönbrunn (n = 13 Paare). Fünf Paare waren erfolgreich in mindestens einem Eischlupf, während acht Paare erfolgslos blieben. Während der Brutzeit investierten Weibchen signifikant mehr Zeit in die Inkubation, während Männchen über alle Brutphasen hinweg mehr Zeit mit dem Sammeln von Nistmaterial und dem Nestbau verbrachten. Diese geschlechtsspezifischen Unterschiede unterschieden sich nicht zwischen den Erfolgsgruppen. Von den Bindungsverhalten zeigte nur die Nähe bis zu Schnabellänge eine signifikant längere Dauer bei erfolgreichen Paaren. Eine Firth-Logistische-Regression ergab drei Prädiktoren für den Bruterfolg: erhöhte Erfolgswahrscheinlichkeit bei längerer Nähe bis zu Schnabellänge sowie zwischen Schnabellänge und drei Metern, und verringerte Erfolgswahrscheinlichkeit bei Paaren gemischter Herkunft (ein Zoo geborenes und ein wildgeborenes Individuum). Andere demografische Variablen sagten den Erfolg nicht voraus. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung innerpaarlicher Nähe für den Bruterfolg und deuten darauf hin, dass Paarungen mit gemischter Herkunft Koordinationsschwierigkeiten haben könnten. Die Studie liefert erste detaillierte Einblicke in das Brutverhalten von E. moseleyi in menschlicher Obhut und betont den Wert verhaltensbiologischer Beobachtungen für das Tierwohl und Tierartenschutz.
Abstract
(Englisch)
Penguins are among the three most threatened groups of seabirds, with the northern rockhopper penguin (Eudyptes moseleyi) being particularly at risk. Recognised as a distinct species only since 2006, E. moseleyi remains understudied, especially regarding the behavioural drivers of breeding success in captivity. To address this research gap, a study on the intra-pair behaviours linked to coordination (nest building, proximity up to three metres, nest switching) and bonding (mutual display, allopreening, proximity up to beak length), as well as sex differences in investment, was conducted on a population at Vienna Zoo (n = 13 pairs). Five pairs successfully hatched at least one egg, while eight did not. During incubation, females invested significantly more time in egg incubation, whereas males spent more time gathering nesting material and building nests across all breeding phases. These sex differences did not differ between successful and unsuccessful groups. Among bonding behaviours, proximity up to beak length was significantly longer in successful pairs. A Firth logistic regression identified three predictors of success: greater odds with increased time spent in proximity up to beak length and between beak length and three metres, and reduced odds for mixed-origin pairs (one zoo-born, one wild-born). No other demographic variables predicted success. These findings highlight the importance of intra-pair proximity for reproductive success and suggest that mixed-origin pairings may face coordination challenges. This study provides first detailed insights into breeding behaviour of E. moseleyi in captivity, emphasising the value of behavioural monitoring for welfare and conservation management.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Biologie Pinguine Konservationszucht Artenschutz Zoobiologie Zoologie Ex-situ Zucht Eudyptes moseleyi Nördlicher Felsenpinguin Paarbindung Koordination Brüten Elterninvestition
Schlagwörter
(Englisch)
biology penguins conservation management conservation zoo biology zoology ex-situ study Eudyptes moseleyi northern rockhopper penguin pair bonding coordination breeding parental investment
Autor*innen
Lisa Alina Macdonald
Haupttitel (Englisch)
It takes two to hatch
Hauptuntertitel (Englisch)
the role of cooperation and pair bonding in captive northern rockhopper penguins (Eudyptes moseleyi) breeding success
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
60 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Angela Stöger-Horwath
Klassifikation
42 Biologie > 42.66 Ethologie
AC Nummer
AC17670309
Utheses ID
77926
Studienkennzahl
UA | 066 | 878 | |
