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Luxemburg in Mali seit Ende des 20. Jahrhunderts
strategisch-entwicklungspolitische Verflechtungen im Spiegel außen- und sicherheitspolitischer Interessen : Entwicklungspolitik als Lösungsinstrument für Sicherheitsprobleme?
Maurice Schwarz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Amadou-Lamine Sarr
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79476
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28926.85713.992839-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle der luxemburgischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA) in Mali vor dem Hintergrund der zunehmenden sicherheitspolitischen Instabilität in der Sahelregion. Zentral ist sowohl die Frage der Beziehung zwischen Entwicklung und Sicherheit als auch die Frage, wie im Kontext der Außenpolitik die Entwicklungspolitik im Verhältnis zur Sicherheitspolitik steht. Mit Blick auf die Analyse der EZA stößt die Arbeit in eine Lücke der Forschung luxemburgischer Entwicklungspolitik, nämlich ob und inwieweit Entwicklungszusammenarbeit zur Lösung von Sicherheitsfragen beitragen kann. Dabei wird die Analyse in einen postkolonialen theoretischen Rahmen eingebettet, der die historischen Verflechtungen zwischen Mali und ehemaligen Kolonialmächten – insbesondere Frankreich – berücksichtigt. Koloniale Kontinuitäten werden somit immer wieder beschrieben und aufgezeigt. Auch die koloniale Vergangenheit Luxemburgs ohne eigene Kolonie und die Frage nach der Sensibilität für diese Vergangenheit finden als wichtige Ergänzungen Einzug in diese Arbeit. Die Arbeit argumentiert, dass traditionelle Konzepte der Entwicklungszusammenarbeit in einem Kontext wie dem von Mali an ihre Grenzen stoßen, wenn sie sicherheitsrelevante Aspekte vernachlässigen oder bestehende Machtverhältnisse reproduzieren. Empirisch stützt sich die Arbeit auf Literaturvergleiche von Primärquellen, eine qualitative Inhaltsanalyse von Sekundarliteratur und drei leitfadengestützte Experteninterviews. Vor allem im Kontext der Analyse der luxemburgischen Entwicklungspolitik in Mali fokussiert sich die Untersuchung auf ministerielle Primärquellen und die Interviews. Die Interview wurden mit dem früheren luxemburgischen Entwicklungsminister Franz Fayot, dem Generaldirektor der größten luxemburgischen Entwicklungsagentur LuxDev Mauel Tonnar und einem luxemburgischen Soldaten Lars Engel, welcher an der EUTM Mali-Mission teilgenommen hat, durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine nachhaltige Stabilisierung nicht ohne die Berücksichtigung lokaler Dynamiken und postkolonialer Sensibilität möglich ist. Die Arbeit plädiert für eine kritische Neuausrichtung der Entwicklungspolitik, die die Sicherheit und Entwicklung als Binom und strukturelle Dynamiken als Basis einer Entwicklungspolitik auf Augenhöhe versteht.
Abstract
(Englisch)
This Master’s thesis examines the role of Luxembourg’s development cooperation in Mali against the backdrop of increasing security instability in the Sahel region. At its core lies the question of the relationship between development and security, and how development policy relates to security policy within the broader framework of foreign policy. By analyzing Luxembourg’s development cooperation, the study addresses a gap in the research on Luxembourg’s development policy. The central question is whether, and to what extent, development cooperation can contribute to solving security-related issues. The analysis is embedded within a postcolonial theoretical framework that considers the historical entanglements between Mali and former colonial powers—particularly France. Colonial continuities are thus repeatedly described and made visible. Furthermore, the colonial past of Luxembourg, despite its lack of former colonies, and the question of sensitivity toward this history are integrated as essential components of the analysis. The thesis argues that traditional concepts of development cooperation reach their limits in contexts like Mali, particularly when they overlook security-relevant aspects or reproduce existing power structures. The empirical analysis draws on comparisons of primary sources, a qualitative content analysis of secondary literature, and three semi-structured expert interviews. The investigation of Luxembourg’s development policy in Mali focuses particularly on ministerial primary documents and the interview material. The interviews were conducted with former Luxembourgish Minister for Development Cooperation Franz Fayot, Manuel Tonnar, the Director-General of Luxembourg’s main development agency LuxDev, and a Luxembourgish soldier who participated in the EUTM Mali mission. The conclusion shows that sustainable stabilization is not possible without considering local dynamics and postcolonial sensitivity. The thesis calls for a critical reorientation of development policy—one that understands security and development as interconnected and recognizes structural dynamics as the foundation for a partnership-based approach to development cooperation.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Entwicklungspolitik EZA Luxemburg Mali Sahel Sicherheitspolitik Außenpolitik Entwicklungspolitik als Lösungsinstrument EUTM Mali MINUSMA Kolonie Kolonialvergangenheit Postkolonialismus
Autor*innen
Maurice Schwarz
Haupttitel (Deutsch)
Luxemburg in Mali seit Ende des 20. Jahrhunderts
Hauptuntertitel (Deutsch)
strategisch-entwicklungspolitische Verflechtungen im Spiegel außen- und sicherheitspolitischer Interessen : Entwicklungspolitik als Lösungsinstrument für Sicherheitsprobleme?
Paralleltitel (Englisch)
Luxembourg in Mali since the late 20th century
Paralleluntertitel (Englisch)
strategic-developmental interlinkages in the context of foreign and security policy interests
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
174 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Amadou-Lamine Sarr
Klassifikationen
89 Politologie > 89.71 Internationale Zusammenarbeit. Allgemeines ,
89 Politologie > 89.75 Internationale Konflikte. Allgemeines ,
89 Politologie > 89.90 Außenpolitik. Internationale Politik
AC Nummer
AC17672684
Utheses ID
77960
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
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