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How to cook like a tradwife
multimodal representations of femininity in Instagram cooking videos
Celine Maria Hammerl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Englisch Unterrichtsfach Geographie und wirtschaftliche Bildung
Betreuer*in
Sarah Heinz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79603
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30780.85515.749336-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht, wie das „Tradwife“-Phänomen, eine digitale Kultur verheirateter Frauen, die weibliche Rollenbilder und Hausfrauenideale der Mitte des 20. Jahrhunderts befürworten, über Kochvideos auf Instagram Geschlechternormen konstruiert und zirkuliert. Während Kochen häufig als praktische oder kreative Fertigkeit betrachtet wird, fungiert es in diesem Kontext als geschlechtsspezifische Performance, die Weiblichkeit als Fürsorge, Moral, Tradition und Kompetenz inszeniert. Aufbauend auf Judith Butlers Theorie der Performativität und unter Anwendung einer multimodalen Diskursanalyse untersucht die Studie ein Datenset von Kochvideos, die zwischen November 2024 und Januar 2025 von vier prominenten Influencerinnen, Alexia Delarosa, Gretchen Adler, Hannah Neeleman und Nara Smith, veröffentlicht wurden. Die Analyse konzentriert sich auf sprachliche, visuelle, auditive und kompositorische Strategien sowie darauf, wie Zuschauerinnen und Zuschauer durch diese Videos interpelliert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Tradwife-Kochvideos das Kochen mit Normen der Fürsorge und Selbstlosigkeit, der Pflicht und Moral, der Tradition und Herkunft sowie der Kompetenz und Autorität verknüpfen. Obwohl diese Darstellungen harmlos erscheinen, verschleiern sie die unternehmerische Arbeit, die die Influencer-Tätigkeit trägt, reproduzieren heteronormative Ideale und stellen Unterordnung als Selbstermächtigung dar. Tradwife-Inhalte tragen somit zu aktuellen Debatten über Postfeminismus, digitale Häuslichkeit und die Retraditionalisierung von Geschlechterrollen bei. Durch die Analyse des Kochens als kulturellen Text zeigt diese Arbeit, wie digitale Medien als Orte fungieren, an denen Weiblichkeit neu artikuliert, kommerzialisiert und politisiert wird.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates how the “tradwife” phenomenon, a digital culture of married women who embrace mid-20th-century ideals of femininity and homemaking, constructs and circulates norms of gender through Instagram cooking videos. While cooking is often regarded as a practical or creative skill, in this context it functions as a gendered performance that frames femininity as care, morality, tradition, and competence. Drawing on Judith Butler’s theory of performativity and employing a multimodal discourse analysis, the study examines a dataset of cooking videos posted between November 2024 and January 2025 by four prominent influencers: Alexia Delarosa, Gretchen Adler, Hannah Neeleman, and Nara Smith. The analysis focuses on linguistic, visual, auditory, and compositional strategies, as well as the ways viewers are interpellated by these videos. The findings show that tradwife cooking videos tie cooking to norms of care and selflessness, duty and morality, tradition and heritage, as well as competence and authority. While these performances appear benign, they conceal the entrepreneurial labor that sustains influencer activity, reproduce heteronormative ideals, and reframe submission as empowerment. Tradwife content thus contributes to contemporary debates on postfeminism, digital domesticity, and the retraditionalisation of gender roles. By analyzing cooking as a cultural text, this thesis demonstrates how digital media function as sites where femininity is rearticulated, commodified, and politicized.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Tradwife Kochen Weiblichkeit
Schlagwörter
(Englisch)
tradwife tradwives cooking gender femininity
Autor*innen
Celine Maria Hammerl
Haupttitel (Englisch)
How to cook like a tradwife
Hauptuntertitel (Englisch)
multimodal representations of femininity in Instagram cooking videos
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
102 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Sarah Heinz
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation. Massenmedien. Allgemeines ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien
AC Nummer
AC17702160
Utheses ID
77999
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 510 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1