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(Work)life before & after children
women's career paths pre- and post-parenting leave in Austria, based on a new administrative data framework
Ilinca-Cristiana Fage
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Soziologie
Betreuer*in
Caroline Berghammer
DOI
10.25365/thesis.80010
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13518.03359.545955-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Erwerbstätigkeit von Frauen nimmt in der Regel in den Jahren der Geburt und Erziehung ihrer Kinder ab, da Elternzeit und die ungleiche Verteilung der Kinderbetreuungsaufgaben zu (wiederholten) Unterbrechungen ihrer beruflichen Laufbahn führen. Diese Masterarbeit analysiert die Erwerbsbiografien von Frauen in Österreich vor und nach der Geburt ihrer Kinder und der Inanspruchnahme von Elternzeit. Sie stützt sich auf einen neuartigen Datenrahmen und ein Datenarchiv, das auf Verwaltungsunterlagen des österreichischen Sozialversicherungssystems (AMDB) basiert, und stellt die erste Anwendung dieser Daten dar. Da die Sozialversicherungsaktivitäten jeder Person, wie z. B. der Arbeitsmarktstatus (beschäftigt, arbeitslos, nicht erwerbstätig), täglich erfasst werden, können Einzelpersonen über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgt und ihre Karriereverläufe nachgezeichnet werden. Für die Analyse in dieser Arbeit umfasst die Zielpopulation alle Frauen, die 2002 oder später (nach einer umfassenden Reform des Kinderbetreuungsgeldes) erstmals bezahlten Elternurlaub genommen haben und deren bezahlter Elternurlaub für das letzte Kind spätestens 2017 endete. Dies ergibt eine Population von 339.355 verschiedenen Frauen, deren Arbeitsmarktaktivität analysiert wird, wobei der Schwerpunkt auf einem Beobachtungszeitraum von jeweils fünf Kalenderjahren vor und nach dem Elternurlaub liegt. Der Ansatz dieser Studie ist deskriptiv und explorativ, wobei der Schwerpunkt auf den dynamischen Aspekten der zugrunde liegenden Arbeitsmarktverläufe liegt. Sie besteht aus drei Teilen: (1) Ermittlung grundlegender Muster und Niveaus der Arbeitsmarktintegration vor und nach der Elternzeit, (2) Identifizierung dynamischer Muster der Arbeitsmarktaktivität sowie Übergänge in die Elternzeit und aus der Elternzeit heraus und Darstellung prototypischer Karriereverläufe und (3) Verknüpfung der Ergebnisse mit Erkenntnissen aus der nationalen und internationalen Literatur. Ein zentrales Ergebnis ist, dass wir im Durchschnitt eine erfolgreiche Rückkehr auf den Arbeitsmarkt beobachten. Fünf Jahre nach Ablauf des Elternurlaubs für das letzte Kind sind 90 % der Frauen erwerbstätig, und drei Viertel von ihnen haben eine feste Anstellung, die länger als ein Kalenderjahr dauert. Die Einkommensentwicklung von Frauen nach dem Elternurlaub zeigt jedoch eine geringere Beschäftigungsintensität. Im fünften Kalenderjahr nach ihrem letzten Elternurlaub verdienen nur 25 % aller Frauen mehr als im Kalenderjahr vor der Geburt ihres ersten Kindes. Diese Ergebnisse stimmen im Allgemeinen mit den Erkenntnissen aus der bisherigen Literatur überein: Schwangerschaft und Elternurlaub stellen eine Unterbrechung der beruflichen Laufbahn von Frauen dar, und die damit verbundene Kinderbetreuung geht mit einer länger anhaltenden Verringerung der Beschäftigungsintensität und des Einkommens von Frauen einher. Die wichtigsten Erkenntnisse in der Literatur zum Einfluss verschiedener Faktoren auf die Erwerbstätigkeit von Frauen nach der Geburt eines Kindes werden im Allgemeinen durch Zusammenhänge zwischen beispielsweise dem Alter bei der Geburt des ersten Kindes/Elternzeit, der Anzahl der Kinder, der Nationalität, der Region, dem Wirtschaftssektor und der Unternehmensgröße der letzten Beschäftigung sowie dem Ein-kommen des Partners und dessen Inanspruchnahme von Elternzeit gestützt. Darüber hinaus werden neue Phänomene und interessante Muster aufgezeigt, die bisher unbekannt waren. Diese Ergebnisse eröffnen neue Wege für die weitere Forschung, für die diese Analyse als fundierter Ausgangspunkt dienen können.
Abstract
(Englisch)
Women’s labour market activity typically declines around their childbearing and childrearing years, as periods of parenting leave and the unequal distribution of childrearing responsibilities lead to (repeated) interruptions in their careers. This master thesis analyses women's labour market careers before and after having children and going on parenting leave in Austria. Drawing on a novel data framework and repository, which is based on administrative records from the Austrian social insurance system (AMDB), it represents the first applica-tion of these data. Since each person’s social insurance activity, such as the labour market status (employed, unemployed, Out-of-Labour-Force) is recorded on a daily basis, allowing individuals to be tracked over time and their career trajectories to be traced out. For the analysis in this thesis, the target population consists of all women who first entered paid parenting leave in 2002 or later (after a major “Kinderbetreungsgeld” reform took place), and whose paid parenting leave associated with the last child ended in 2017 at the latest. This gives rise to a population of 339,355 different women whose labour market activity is analysed, focusing on a pre- and a post-parenting leave observation period of 5 calendar years respectively. The approach of this study is descriptive and exploratory, with a focus on the dynamic aspects of the underly-ing labour market trajectories. It consists of three parts: (1) establishing basic patterns and levels of labour market integration pre- and post-parenting leave, (2) identify dynamic patterns of labour market activity, as well as transitions into and out of parenting leave, and present prototypical career trajectories, and (3) relate the results to findings of the national and international literature. A central result is that on average, we see a successful return to the labour market. Five years after the end of parenting leave associated with the last child, 90% of women participate in the labour force, and three quarters are in stable employment, lasting beyond a full calendar year. Women's post-parenting leave income trajectories, however, show a reduced employment intensity. In the fifth calendar year after their last par-enting leave, only 25% of all women earn more than they did in the calendar year before their first child. These results are generally in line with the findings in previous literature: Childbearing and parenting leave constitute an interruption of women's labour market careers, and the ensuing care work related to childrear-ing is accompanied by longer-lasting reductions in the intensity of women's employment and income. Main findings and stylized facts in the literature concerning the influence of different factors on women's employment after childbirth are generally supported by associations between e.g., age at first childbirth/ parenting leave, number of children, nationality, region, economic sector and firm size of last employment, as well as partners’ earnings and their take-up of parenting leave. Additionally, new phenomena and interesting patterns that were previously unknown are revealed. These findings open up avenues of further research, for which this analysis can serve as well-informed starting point.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Frauen Mutterschaft Karriereverläufe Kinderbetreuungsgeld
Schlagwörter
(Englisch)
women motherhood careerpaths childcare clustering
Autor*innen
Ilinca-Cristiana Fage
Haupttitel (Englisch)
(Work)life before & after children
Hauptuntertitel (Englisch)
women's career paths pre- and post-parenting leave in Austria, based on a new administrative data framework
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
178 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Caroline Berghammer
Klassifikation
71 Soziologie > 71.00 Soziologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17747704
Utheses ID
78072
Studienkennzahl
UA | 066 | 905 | |
