Detailansicht

Südafrika und der Nahostkonflikt
Südafrikas Klage gegen Israel vor dem Hintergrund der Apartheid, Solidarisierungsprozessen und internationaler Politik
Hannah Fasching
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Birgit Englert
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79593
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13608.30068.336747-4
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Masterarbeit wird die Bedeutung von geteilten transnationalen Erinnerungskulturen in außenpolitischen Entscheidungen untersucht. Im Konkreten geht es dabei um eine geteilte Erinnerungskultur Südafrikas und Palästinas. Als empirischer Teil wird eine Dokumentenanalyse der Klage und Anhörung Südafrikas gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag aus den Jahren 2023/24 durchgeführt. Das Dokument wird auf erinnerungskulturelle Motive untersucht. Die Erinnerungskultur und das Konzept der Solidarität bilden den theoretischen Rahmen der Arbeit. Aus der Inhaltsanalyse des Dokumentes geht hervor, dass die Argumentation Südafrikas auf erinnerungskulturelle Motive gestützt ist, und Analogien zu kollektiven Traumata, wie dem Apartheid-Südafrika gefunden werden. Gleichzeitig bilden diese Konflikte und Hierarchiekämpfe mit anderen Erinnerungskulturen, vor allem jener im deutschsprachigen Raum, was in unterschiedlichen Solidaritätssträngen mündet. Damit kann die Erinnerungskultur Einfluss auf Haltung, Argumentation und Legitimierung für außenpolitische Entscheidungen nehmen.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis examines the significance of shared and transnational memory cultures in foreign policy decisions. Specifically, it addresses the shared memory culture of South Africa and Palestine. The empirical part involves a document analysis of South Africa's lawsuit and hearing against Israel at the International Court of Justice in The Hague in 2023/24. The document is examined for memory culture motifs. Memory culture and the concept of solidarity form the theoretical framework of the thesis. A content analysis of the document reveals that South Africa's arguments are based on memory culture motifs, and analogies to apartheid South Africa are found. At the same time, these cultures form conflicts, and hierarchical struggles with other memory cultures, especially those in German-speaking countries, which result in different strands of solidarity. Thus, memory culture can be used to influence attitudes, argumentation, and legitimacy for foreign policy decisions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Erinnerungskultur Apartheid Nahostkonflikt Klage Südafrika gegen Israel Internationaler Gerichtshof Solidarität Dokumentenanalyse Kollektives Gedächtnis Internationale Politik Palästina Südafrika
Autor*innen
Hannah Fasching
Haupttitel (Deutsch)
Südafrika und der Nahostkonflikt
Hauptuntertitel (Deutsch)
Südafrikas Klage gegen Israel vor dem Hintergrund der Apartheid, Solidarisierungsprozessen und internationaler Politik
Paralleltitel (Englisch)
South Africa and the Middle East conflict
Paralleluntertitel (Englisch)
South Africa's lawsuit against Israel against the background of apartheid, solidarity processes and international politics
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
80 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Birgit Englert
Klassifikation
89 Politologie > 89.75 Internationale Konflikte. Allgemeines
AC Nummer
AC17701609
Utheses ID
78078
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1