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Ernährer, Erhalter, Ermöglicher
das Männerbild der österreichischen Frauenliteratur 1920 bis 1980 an ausgewählten Beispielen
Melanie Rumpelmayer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Daniela Strigl
DOI
10.25365/thesis.79934
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13617.02927.448186-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ohne einen Mann ist die Frau nichts. Aussagen wie diese klingen nach wenig Emanzipation. Sie bedienen Geschlechterklischees in ihrer tiefsten Verwurzelung in der österreichischen Gesellschaft. Die Frau als Heimchen am Herd, sie umsorgt die Kinder, die sie ihrem treuen Ehemann schenkt. Die Treue bezieht sich selbstverständlich nur auf die Position der Frau, was der Mann außer Haus treibt, das ist nicht das Geschäft der Frau. Obliegt dem Ernährer der Familie also eine gar wenig anzustrebende Position? Trotz der bis heute andauernden Differenz zwischen den Geschlechtern, die auch immer wieder durch die Gender Gap zum Ausdruck kommt, hat sich die Position des Mannes im Laufe der Vergangenheit verändert. Insbesondere im Hinblick auf die Beziehung zwischen Mann und Frau soll deshalb in dieser Masterarbeit das Männerbild vor dem sozialgeschichtlichen Hintergrund von Zwischenkriegszeit, Nachkriegszeit und den 1970/80er Jahren beleuchtet werden. Mela Hartwig, Marlen Haushofer und Brigitte Schwaiger wurden nicht gar zufällig für diese Analyse auserwählt. Mela Hartwig, später durch ihre Heirat Mela Spira, war eine in Wien geborene, österreichische Autorin, Schauspielerin und Künstlerin. Diese Tätigkeiten musste sie jedoch in den 1930er Jahren einstellen, als Jüdin flüchtete sie vor dem nationalsozialistischen Regime nach England. Im Mittelpunkt der Analyse soll ihr Roman „Das Weib ist ein Nichts“ stehen. Marlen Haushofer war eine weitaus bekanntere Erscheinung der österreichischen (Frauen-)Literaturszene der Nachkriegszeit. Obwohl, oder gerade weil über sie schon viel publiziert wurde, soll die vergleichende Analyse einiger ihrer Werke neue Gesichtspunkte beleuchten. Ebenso keine Unbekannte war Brigitte Schwaiger. Das literarische Schaffen der Schriftstellerin beschäftigte sich häufig mit den Abgründen der gutbürgerlichen Existenz, die Eigenheiten der männlichen Vertreter in ihren Werken dominieren, während die Protagonistinnen häufig mit scheiternden Anpassungsversuchen zu kämpfen haben. Egal ob Hartwig, Haushofer oder Schwaiger – sie alle heben in ihren Werken die Rollen der Frauen in ein anderes Licht, sie kontrastieren sie mit jenen der Männer. Die Schriftstellerinnen vereint allesamt das Phänomen, sich als Frau auch der Männergesellschaft zu widmen. Frauen stehen in den Werken niemals für sich alleine. Das Mädchen wird geboren und obliegt dem Vater, später begibt sie sich in die Obhut ihres Ehemannes und wird immer wieder mit anderen männlichen Rollen konfrontiert. Der Großvater, der Ehemann der Freundin, die Affäre, der Vorgesetzte, sie alle beeinflussen die Weiblichkeit. Genau aus diesem Grund befasst sich diese Masterarbeit mit dem veränderten Männerbild. Die Veränderungen, die es durchläuft, und die Parallelen, die trotz der vergangenen Jahre immer noch blieben. Erkenntnisse, die eine fehlende Gleichstellung von Mann und Frau bis in die 1980er Jahre deutlich zum Ausdruck bringen. Anhand diverser Werke der oben genannten Autorinnen soll veranschaulicht werden, wie die Frauenliteratur die oftmals geschlechterstereotypen Rollenbilder schildert. Vor dem historischen Hintergrund der Werke wird analysiert, ob die literarische Darstellung mit der sozialgeschichtlichen, rechtswissenschaftlichen Wirklichkeit übereinstimmt oder ob es sich dabei schlichtweg um übernommene, nicht hinterfragte und seit Generationen gelebte Rollenmuster handelt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Männerbild Männlichkeit Frauenliteratur Mela Hartwig Marlen Haushofer Brigitte Schwaiger Frauenliteratur 1920-1980 Österreichische Frauenliteratur Männerbild in der Frauenliteratur
Autor*innen
Melanie Rumpelmayer
Haupttitel (Deutsch)
Ernährer, Erhalter, Ermöglicher
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Männerbild der österreichischen Frauenliteratur 1920 bis 1980 an ausgewählten Beispielen
Paralleltitel (Englisch)
Provider, preserver, enabler
Paralleluntertitel (Englisch)
the image of men in Austrian women's literature from 1920 to 1980 in selected examples
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
146 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Daniela Strigl
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC17735860
Utheses ID
78087
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 511 | 02
