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BeVeg-Gründe
wie sich Argumente für Fleischverzicht auf die Reduktion des Fleischkonsums und die Fremdwahrnehmung von Vegetarier*innen auswirken
Valerie Prasch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Robert Böhm
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79904
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14652.00081.859716-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Fleischkonsum ist mit zahlreichen negativen Konsequenzen verbunden – darunter schädliche Auswirkungen auf die persönliche Gesundheit, das Tierwohl, die Umwelt sowie das Risiko der Entstehung von Antibiotikaresistenzen und Pandemien. Dennoch bleibt der Fleischkonsum weltweit hoch. Gleichzeitig zeigen frühere Forschungsergebnisse, dass moralisch motivierte Vegetarier*innen häufig abgewertet werden. In der vorliegenden querschnittlichen Online-Studie mit einer Stichprobe von 199 deutschsprachigen Fleischkonsument*innen wurden zwei getrennte Untersuchungsdesigns umgesetzt. In Teil A (Zwischensubjekt-Design) wurden die Versuchspersonen zufällig einer von drei Bedingungen zugewiesen: Pandemie-, Antibiotikaresistenzen- oder Kontrollbedingung. Den Versuchspersonen wurden Abbildungen von Fleischgerichten gezeigt, zu denen sie jeweils ihre Konsumintention angeben sollten, sowie jeweils der Bedingung entsprechende Warnhinweise (kein Warnhinweis in der Kontrollbedingung). Warnhinweise zu pandemiebezogenen oder antibiotikaresistenzbezogenen Risiken führten im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer reduzierten Konsumintention der gezeigten Fleischgerichte. Teil B (Innersubjekt-Design) untersuchte, wie fiktive Vegetarier*innen mit unterschiedlichen Begründungen für ihren Fleischverzicht bewertet wurden. Wie erwartet wurden Vegetarier*innen, die Bedenken bezüglich Tierwohl, Klima, Pandemie oder Antibiotikaresistenzen als Grund angaben, als moralischer eingeschätzt als solche mit gesundheitlicher Motivation. Es zeigte sich jedoch kein Unterschied in der Einstellung, die Versuchspersonen gegenüber Gesundheits-Vegetarier*innen (im Vergleich zu den anders motivierten Vegetarier*innen) angaben. Unerwarteterweise fand sich zudem eine positive Korrelation zwischen wahrgenommener Moralität und Einstellung auf Ebene der Fleischverzichtsgründe. Die Ergebnisse bieten Implikationen für zielgruppenspezifische Ansätze und liefern Anhaltspunkte für die Entwicklung politischer Maßnahmen zur Reduktion des Fleischkonsums.
Abstract
(Englisch)
Meat consumption is associated with numerous negative consequences – including harmful effects on personal health, animal welfare, the environment and the risk for the emergence of antibiotic resistance and pandemics. Nevertheless, meat consumption remains high worldwide. At the same time, previous research findings show that morally motivated vegetarians are often denigrated. In this cross-sectional online study with a sample of 199 German-speaking meat consumers, two separate research designs were implemented. In part A (between-subjects design), subjects were randomly assigned to one of three conditions: Pandemic condition, antibiotic resistance condition or control condition. The subjects were shown pictures of meat dishes, for which they were asked to indicate their consumption intention, as well as warning labels corresponding to each condition (no warning label in the control condition). Warning labels about pandemic-related or antibiotic resistance-related risks led to reduced consumption intention of the meat dishes shown compared to the control group. Part B (within-subject design) investigated how fictitious vegetarians with different reasons for not eating meat were evaluated. As expected, vegetarians who cited concerns about animal welfare, climate, pandemic or antibiotic resistance as reasons were rated as more moral than those with a health motivation. However, there was no difference in the attitudes that subjects reported towards health vegetarians (compared to vegetarians with other motivations). Unexpectedly, there was also a positive correlation between perceived morality and attitude at the level of reasons for not eating meat. The results offer implications for target group-specific approaches and provide clues for the development of political measures to reduce meat consumption.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Vegetarismus Reduktion des Fleischkonsums Kognitive Dissonanz Bildliche Warnhinweise
Schlagwörter
(Englisch)
Vegetarianism Reducing meat consumption Cognitive dissonance Pictorial warning labels
Autor*innen
Valerie Prasch
Haupttitel (Deutsch)
BeVeg-Gründe
Hauptuntertitel (Deutsch)
wie sich Argumente für Fleischverzicht auf die Reduktion des Fleischkonsums und die Fremdwahrnehmung von Vegetarier*innen auswirken
Paralleltitel (Englisch)
How arguments for abstaining from meat affect the reduction of meat consumption and the external perception of vegetarians
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
98 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Böhm
Klassifikation
77 Psychologie > 77.69 Sozialpsychologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17734405
Utheses ID
78106
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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