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The ephemeral reward task in kea (Nestor notabilis)
Matthias Tilmann Lange
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie
Betreuer*in
Barbara Klump
DOI
10.25365/thesis.79533
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15344.96479.839665-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht die Ergebnisse von Keas (Nestor notabilis) in der Ephemeral Reward Task. Dieser Test wird verwendet, um zu untersuchen, ob Keas den Test genauso gut lösen können wie Graupapageien (Psitaccus Erithacus) und ob eine Optimierung der Aufgabe für die Ökologie der Keas ihre Ergebnisse verbessert. Dadurch können wir besser verstehen, wie die spezifischen Entscheidungsprozesse verschiedener Arten funktionieren. Bei dieser Aufgabe entscheidet die Reihenfolge, in der das getestete Individuum zwischen zwei gleichzeitig präsentierten Belohnungen wählt, darüber, ob der Vogel Zugang zu beiden erhält oder ob eine davon außer Reichweite entfernt wird. Erwachsene Putzerlippfische (Labroides dimidiatus) und Graupapageien (Psitaccus erithacus) haben dieses Paradigma erfolgreich gemeistert, während Kapuzineräffchen (Cebus apella), Schimpansen (Pan troglodytes), Orang-Utans (Pongo pygmaeus), Tauben (Columba livia) und Ratten (Rattus norvegicus) die grundlegende Aufgabe nicht lösen konnten. Um diese Forschungsrichtung zu erweitern, haben wir uns vorgenommen, den Test mit einer anderen Papageienart und einem erweiterten Versuchsaufbau zu wiederholen. In einem dreiteiligen Experiment wurden insgesamt zwölf Keas unter einer Basisbedingung, einer minimalen Kontrollbedingung und einer sozialen Bedingung getestet – eine Anpassung, basierend auf der Nahrungs-Ökologie der Keas – bei der ein Partnervogel im Falle einer suboptimalen Wahl die zweite Belohnung erhielt. Die Ergebnisse wurden mithilfe deskriptiver Statistiken und linearer Modelle analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Keas die Aufgabe nicht lösen konnten. Insgesamt blieb die Leistung unter allen Bedingungen nahe am Zufall. Seitenpräferenzen waren häufig, insbesondere in der minimalistischen Version der Aufgabe. Die Häufigkeit von Seitenpräferenzen deutet eher auf einfache Heuristiken als auf flexible Entscheidungsfindung als zugrunde liegende kognitive Prozesse hin. In Folgestudien mit Ratten und Tauben wurde vermutet, dass Impulskontrolle ein Schlüsselfaktor bei dieser Aufgabe sein könnte, und wir fanden keine anderen Faktoren, die die Ergebnisse beeinflussten. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Aufgabengestaltung, ökologischer Validität und artenübergreifenden Vergleichen in Studien zur Tierkognition.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates the results of kea (Nestor notabilis) in the Ephemeral Reward Task. This test is used to investigate if the kea can solve the paradigm on par with grey parrots (Psitaccus Erithacus) and if optimizing the task for the keas ecology improve their results. Thus, improving our understanding of how the specific underlying decision making across different species may work. Within this task, the order in which the tested individual selects the two simultaneously presented rewards, decides if the bird gets access to both or if one is removed out of reach. Adult cleaner fish (Labroides dimidiatus) and grey parrots (Psitaccus erithacus) have succeeded in this paradigm while capuchin monkeys (Cebus apella), chimpanzees (Pan troglodytes), orangutans (Pongo pygmaeus), pigeons (Columba livia) and rats (Rattus norvegicus) did not solve the basic task. To expand this line of research, we set out to replicate the test with another parrot species with an expanded experimental set-up. In a threefold experiment, a total of twelve kea were tested in a baseline condition, a minimal control condition and a social condition – an alteration based on the keas’ feeding ecology – in which a partner bird received the second reward in case of a suboptimal choice. Results were analyzed using descriptive statistics and linear models. Results show that kea could not solve the task. Overall, performance remained near chance across all conditions, and side biases were common, particularly in the minimalist version of the task. The frequency of side biases suggests simple heuristics rather than flexible decision-making as underlying cognitive processes. In follow-up studies with rats and pigeons it was suggested that impulse control may be a key factor in this task and we found no other factors that affected the results. Findings highlight the importance of task design, ecological validity, and cross-species comparisons in studies of animal cognition.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ephemeral Reward Task Kea
Autor*innen
Matthias Tilmann Lange
Haupttitel (Englisch)
The ephemeral reward task in kea (Nestor notabilis)
Paralleltitel (Deutsch)
Der ephemeral reward task in Kea (Nestor notabilis)
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
38 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Barbara Klump
Klassifikation
42 Biologie > 42.00 Biologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17690562
Utheses ID
78109
Studienkennzahl
UA | 066 | 878 | |
