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Coping with ongoing crises
identifying risk factors and protective factors for the mental health of young people experiencing chronic stress
Teresa O'Rourke
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Naturwissenschaften: Psychologie
Betreuer*innen
Urs Markus Nater ,
Thomas Probst
DOI
10.25365/thesis.79675
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15354.07636.879346-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehenden restriktiven Maßnahmen haben das tägliche Leben tiefgreifend beeinträchtigt und weltweit zu erhöhtem Stress und negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit geführt. Jugendliche und junge Erwachsene waren von den pandemiebedingten Einschränkungen besonders betroffen und berichteten von erhöhtem Stress und vermehrten negativen psychischen Symptomen. Um ähnliche Folgen in zukünftigen Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit abzuschwächen sind niederschwellige Maßnahmen erforderlich. Um die Entwicklung solcher Maßnahmen zu unterstützen, ist es entscheidend, die Risikofaktoren und Schutzfaktoren zu verstehen, die das Stressniveau und die psychische Gesundheit während solcher Krisen beeinflussen. Diese Dissertation zielt darauf ab, diesem Bedarf gerecht zu werden, indem sie drei sich ergänzende Studien zusammenführt, die chronischen Stress und psychische Gesundheit bei jungen Menschen unter Verwendung unterschiedlicher Kontexte und methodischer Ansätze untersuchen. Studie 1, eine groß angelegte Querschnittsumfrage unter österreichischen Schüler*innen (N = 1.505), untersuchte mögliche stresspuffernde Effekte von Gesundheitsverhalten im zweiten Jahr der Pandemie. Körperliche Aktivität, Handynutzung und problematischer Alkoholkonsum erwiesen sich als kleine, aber signifikante Moderatoren der Beziehung zwischen wahrgenommenem Stress und Suizidgedanken, was die Rolle des Alltagsverhaltens für die psychische Gesundheit unterstreicht. Während viele Studien über erhöhte Stresslevel und psychische Symptome nach Ausbruch der Pandemie berichteten, gab es nur wenige Längsschnittstudien, die die Entwicklung im Zeitverlauf untersuchten. Studie 2 verfolgte daher einen Längsschnittansatz und führte Ecological Momentary Assessment (EMA) Studie unter deutschen Erwachsenen (N = 288) im Laufe des zweiten Pandemiejahres durch. Durch die Untersuchung sowohl linearer als auch quadratischer Stressverläufe im Zeitverlauf wurde ein jüngeres Alter als konsistenter Risikofaktor für einen insgesamt erhöhten Stress identifiziert; Bildung, Beziehungsstatus und COVID-19-Infektionsstatus erwiesen sich als Einflussfaktoren für die Stressverläufe über die Zeit. In Anbetracht der Tatsache, dass genderdiverse Jugendliche während der Pandemie besonders belastet waren, aber oft aus direkten Geschlechtervergleichen ausgeschlossen wurden, wurde in Studie 3 ein EMA-Design mit gemischten Methoden angewendet, um speziell cisgender und genderdiverse Jugendliche und junge Erwachsene (N = 120) zu untersuchen. Genderdiverse Jugendliche und junge Erwachsene berichteten höheren Gender-Minderheitenstress, depressive Symptome und Suizidgedanken als ihre cisgeschlechtlichen Altersgenossen. Die Copingstrategien Musikhören, Rückzug und soziale Unterstützung reduzierten den nachfolgenden Stress bei allen Teilnehmenden; die Wirksamkeit von Strategien wie Verleugnung und Gefühlsausdruck variierte je nach Genderidentität. Diese Dissertation integriert diese Erkenntnisse aus verschiedenen Kontexten und Methoden und identifiziert ein jüngeres Alter und Genderdiversität als wichtige Risikofaktoren für chronischen Stress und schlechtere psychische Gesundheit während anhaltenden Krisen. Außerdem hebt sie bestimmte Copingstrategien und Gesundheitsverhalten als Schutzfaktoren hervor. Diese Erkenntnisse könnten in die Entwicklung von niedrigschwelligen, maßgeschneiderten Interventionen einfließen, die die psychische Gesundheit junger Menschen in zukünftigen Krisen unterstützen können.
Abstract
(Englisch)
The COVID-19 pandemic and the accompanying restrictive measures profoundly disrupted daily life, leading to elevated stress and adverse mental health outcomes worldwide. Adolescents and young adults were particularly burdened by the pandemic-related restrictions, reporting elevated stress levels and increased negative mental health symptoms. Accessible interventions are needed to mitigate similar outcomes in future public health crises. To inform the development of such interventions, it is crucial to understand the risk factors and protective factors that influence stress levels and mental health during such crises. This dissertation aims to address this need by integrating three complementary studies that examine chronic stress and mental health in young people using different contexts and methodological approaches. Study 1, a large-scale cross-sectional survey of Austrian high school students (N=1,505), investigated potential stress-buffering effects of health behaviors in the second year of the pandemic. Physical activity, phone use, and problematic drinking emerged as small but significant moderators of the relationship between perceived stress and suicidal ideation, underscoring the role of everyday behaviors in shaping mental health outcomes. While many studies reported increased stress levels and mental health symptoms after the onset of the pandemic, longitudinal studies examining trajectories over time were sparse. Study 2 therefore adopted a longitudinal perspective through an ecological momentary assessment (EMA) of German adults (N=288) over the course of the second year of the pandemic. By examining both linear and quadratic stress trajectories over time, younger age was identified as a consistent risk factor for overall increased stress; education, relationship status, and COVID-19 infection status were shown to influence the stress trajectories over time. Recognizing that gender-diverse youth were particularly burdened during the pandemic but often excluded from direct gender comparisons, Study 3 applied a mixed-methods EMA design to specifically examine cisgender and gender-diverse adolescents and young adults (N=120). Gender-diverse youth reported higher gender minority stress, depressive symptoms, and suicidal ideation than their cisgender peers. The coping strategies of music listening, behavioral disengagement, and social support reduced subsequent stress across participants; the effectiveness of strategies like denial and venting varied by gender identity. Integrating these findings across contexts and methodologies, this dissertation identifies younger age and gender diversity as key risk factors for chronic stress and poor mental health during public health crises and highlights specific coping strategies and health behaviors as protective factors. These findings might inform the development of low-threshold, tailored interventions that can support the mental health of young people in future public health emergencies.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Stressbewältigung Stress COVID-19 Psychische Gesundheit Gesundheitsverhalten
Schlagwörter
(Englisch)
Coping Stress Mental Health COVID-19 Health Behaviors
Haupttitel (Englisch)
Coping with ongoing crises
Hauptuntertitel (Englisch)
identifying risk factors and protective factors for the mental health of young people experiencing chronic stress
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
48, 9 Seiten, 82 ungezählte Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Jens Blechert ,
Susanne Fischer
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC17717627
Utheses ID
78119
Studienkennzahl
UA | 796 | 605 | 298 |
