Detailansicht

Sprachskepsis abseits der Wiener Moderne
ein Vergleich zwischen Robert Musils "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" und Robert Walsers "Jakob von Gunten"
Dylan Mark Armstrong
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft
Betreuer*in
Achim Hermann Hölter
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79752
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15354.09530.511020-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die literarische Sprachskepsis, die schlagartig ihren Höhepunkt um die Jahrhundertwende erreichte, gilt in der Forschung nach wie vor als ein vorwiegend, wenn nicht ausschließlich, österreichisches Phänomen, zu dessen Vertretern Schriftsteller wie Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke und Robert Musil gezählt werden. Obwohl das Bild der Sprachskepsis zurecht stark von der österreichischen Literatur um die Jahrhundertwende (sowie danach) geprägt ist, gibt es zahlreiche Werke die zeitgleich aber abseits dieser Wiener-Umgebung entstanden sind, und welche die Forschung zur literarischen Sprachskepsis bereichern können. Ein solches Beispiel bietet der 1909 erschienene Roman Jakob von Gunten des Schweizer Autors Robert Walser. Obwohl Walsers Sprachskepsis viele Gemeinsamkeiten mit den kanonischen Werken aufweist, treten auch einige wichtige Unterschiede auf – am deutlichsten etwa, wie die skeptische Haltung des Autors sich auch im Stil niederschlägt. Es wird in dieser Arbeit ein, soweit möglich, typologisches Bild der Sprachskepsis geschaffen. Als Musterbeispiele der literarischen Sprachskepsis dienen Mauthners Beiträge zu einer Kritik der Sprache und drei klassische Beispiele literarischer Texte: Novalis‘ Monologe, Hugo von Hofmannsthals Ein Brief und Robert Musils Die Verwirrungen des Zöglings Törleß. Mit diesen Werken, allen voran mit Musils Erstlingsroman, wird Walsers JvG verglichen, um die Eigenschaften dessen Sprachkritik bzw. deren Radikalität festzustellen und zu analysieren. Dabei soll zum einen auf eine Lücke in der Forschung hingewiesen und zum anderen das Verständnis bzw. das geschichtliche Bild der Sprachskepsis vertieft werden.
Abstract
(Englisch)
Language skepticism (Sprachskepsis) in literature, which reached its peak at the turn of the century, is still regarded by researchers as a predominantly, if not exclusively, Austrian phenomenon, whose representatives include writers such as Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, and Robert Musil. Although the image of language skepticism is rightly strongly influenced by Austrian literature at the turn of the century (and thereafter), there are numerous works that were written at the same time, yet outside of Vienna, which can enrich research on literary linguistic skepticism. One such example is the novel Jakob von Gunten by Swiss author Robert Walser, published in 1909. Although Walser's language skepticism has many similarities with the canonical works, there are also some important differences – most notably, how the author's skepticism is reflected in his literary style. This thesis attempts to create a typological image of language skepticism. Mauthner's Beiträge zu einer Kritik der Sprache (New Contributions to a Critique of Language) and three classic literary texts serve as prime examples of literary skepticism toward language: Novalis' Monologues, Hugo von Hofmannsthal's Ein Brief (A Letter), and Robert Musil's Die Verwirrungen des Zöglings Törleß (The Confusions of Young Törless). Walser's Jakob von Gunten is compared with these works, above all with Musil's debut novel, in order to identify and analyze the characteristics and the radical nature of his language criticism. The aim is, on the one hand, to point out a gap in academic research into language skepticism, and, on the other hand, to deepen the understanding of the historical phenomenon that was language skepticism.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sprachskepsis Robert Walser Robert Musil Wiener Moderne Sprachkritik Fritz Mauthner Friedrich Nietzsche Hugo von Hofmannsthal Jakob von Gunten Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
Schlagwörter
(Englisch)
Language Skepticism Viennese Modernism
Autor*innen
Dylan Mark Armstrong
Haupttitel (Deutsch)
Sprachskepsis abseits der Wiener Moderne
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Vergleich zwischen Robert Musils "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" und Robert Walsers "Jakob von Gunten"
Paralleltitel (Englisch)
Language skepticism beyond Viennese Modernism
Paralleluntertitel (Englisch)
a comaprison between Robert Musils "The confusions of young Törless" and Robert Walsers "Jakob von Gunten"
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
98 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Achim Hermann Hölter
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.14 Vergleichende Sprachwissenschaft ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe. literarische Motive. literarische Themen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen. Rezeption
AC Nummer
AC17722673
Utheses ID
78120
Studienkennzahl
UA | 066 | 870 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1