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The governance of children's privacy in digital media
Angeliki Chatziefraimidou
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Sozialwissenschaften: Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Katharine Sarikakis
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80539
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16281.09457.823067-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Kinder sind aktive MediennutzerInnen und besitzen eigene Social-Media-Konten. Da sie sich dessen nicht bewusst sind und keine angemessenen Sicherheitsvorkehrungen treffen können, sind sie folglich einer Verletzung ihres Rechts auf Privatsphäre ausgesetzt. Obwohl das Thema bereits umfassend untersucht wurde, bestehen nach wie vor wichtige Forschungslücken, sodass einige Aspekte noch nicht ausreichend erforscht sind. Die wichtigste Lücke besteht darin, den Schutz des Rechts von Kindern auf Privatsphäre aus einer Governance-Perspektive zu betrachten – anstatt sich auf einzelne Themen wie die Rolle von Kindern oder Eltern zu konzentrieren – indem untersucht wird, wie verschiedene Interessengruppen miteinander interagieren. Darüber hinaus sind die Stimmen von Kindern und PädagogInnen zum Thema digitale Privatsphäre ebenso wenig erforscht wie die digitale Privatsphäre Kompetenz. Diese Dissertation nähert sich dem Thema daher als eine Untersuchung dieser Aspekte auf der Grundlage des Konzepts der Governance der Privatsphäre-Rechte von Kindern und untersucht die Entwicklung der Wahrnehmung von Kindern in Bezug auf digitale Privatsphäre und Medienkompetenz von der Grundschule bis zur weiterführenden Schule sowie die Rolle der beiden wichtigsten unterstützenden Säulen: Eltern und PädagogInnen. Zu diesem Zweck wurden in der österreichischen Hauptstadt Wien 18 Fokusgruppen mit 116 Schülern durchgeführt, um die Meinungen von Kindern im Alter von neun bis 16 Jahren zu ihren Vorstellungen von digitaler Privatsphäre, Schutzstrategien und elterlicher Vermittlung zu untersuchen. Zusätzlich wurden 65 Interviews mit SchulleiterInnen und PädagogInnen aus zwei kleinen europäischen Ländern durchgeführt, beginnend mit Österreich und weiter in Griechenland. Schließlich zielt diese Dissertation darauf ab, durch eine qualitative Meta-Synthese der Forschungsdaten eine Karte zu erstellen, die die Medienkompetenz von Kindern darstellt, sie mit ihrer digitalen Datenschutzkompetenz und KI-Kompetenz verknüpft und zeigt, wie sich diese Kompetenzen in verschiedenen Altersgruppen entwickeln. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder mit zunehmendem Alter ein umfassenderes und unabhängiges Verständnis von Privatsphäre entwickeln. Zu erwartende Unterschiede zwischen den Gruppen treffen auf interessante Unterschiede innerhalb der Gruppen. Jüngere Kinder haben Schwierigkeiten mit abstrakten Konzepten, während Teenager Probleme mit kritischem Denken haben. Dies deutet auf die dringende Notwendigkeit maßgeschneiderter Ansätze hin, da ihr Recht auf Datenschutz durch Social-Media-Plattformen, veraltete Bildungssysteme, Ungleichheiten bei der Unterstützung durch die Eltern und das Fehlen wirksamer europäischer und nationaler Strategien beeinträchtigt wird. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass das Engagement der Eltern einen starken Einfluss auf das Bewusstsein und den Schutz der Privatsphäre von Kindern hat, während Pädagogen Initiativen ergreifen, um auf die dringenden Bedürfnisse des digitalen Datenschutzes zu reagieren, die im Lehrplan nicht angemessen und rechtzeitig behandelt werden, und sich für notwendige institutionelle Veränderungen einsetzen. Schließlich unterstreicht die Integration künstlicher Intelligenz (KI) in verschiedene Kinderplattformen die Bedeutung der digitalen Datenschutzkompetenz. Die vorgeschlagene Übersicht über digitale Kompetenzen im Zusammenhang mit dem Datenschutz bietet Interessengruppen wie PädagogInnen, Eltern und politischen Entscheidungsträgern einen Rahmen zum Verständnis der Medien-, Datenschutz- und KI-Kompetenzen von Kindern und ermöglicht die Entwicklung altersgerechter Strategien, Unterrichtsmaterialien und Maßnahmen.
Abstract
(Englisch)
Children are active media users and own social media accounts, and without being aware or able to take appropriate security precautions, are consequently exposed to a violation of their right to privacy. While the topic has been widely studied, important research gaps persist, leaving aspects of it insufficiently explored. The most important gap lies in addressing the protection of children’s right to privacy through a governance perspective—rather than focusing on separate issues, such as the roles of children or parents individually—by examining the ways in which different stakeholders interact. Additionally, children’s and educators’ voices in digital privacy remain under-researched, as does a map of digital privacy literacy. This dissertation therefore, approaches the topic as an exploration of these aspects based on the concept of governance of children’s privacy rights, exploring the development of children’s perceptions in digital privacy and media literacy from primary to high school as well as the role of two primary supportive pillars: parents and educators. To this end, 18 focus groups were conducted with 116 students in the Austrian capital, Vienna, examining the opinions of children aged nine to 16 regarding their perceptions of digital privacy, protective strategies and parental mediation. Additionally, 65 interviews were carried out with school principals and educators from two small European countries, starting with Austria and extending to Greece. Finally, through a qualitative meta-synthesis of the research data, this dissertation aims to create a map depicting children’s media literacy, intersecting it with their digital privacy literacy and AI literacy, and showing, in which ways these literacies develop across different age groups. The findings highlight that children’s comprehension of privacy is becoming broader and more independent as they grow. Expected inter-group differences meet interesting intra-group differences. Younger children are challenged with abstract concepts, while teenagers struggle with critical thinking skills. This suggests the urgent need for tailored approaches, as their right to data protection is compromised by social media platforms, outdated education systems, disparities in parental support and the lack of effective European and national policies. Moreover, the findings highlight that parental involvement strongly influences children’s privacy awareness and protection, while educators are taking initiatives to respond to the pressing needs of digital privacy protection that are not adequately and timely addressed in the curriculum and are advocating for necessary institutional changes. Finally, the integration of artificial intelligence (AI) into various children’s platforms further underlines the importance of digital privacy literacy. The proposed map of digital literacies related to privacy provides stakeholders—such as educators, parents and policymakers—with a framework to understand children’s media, privacy and AI literacies, enabling the development of age-appropriate policies, educational materials and interventions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Online-Datenschutz Digitale Bildung Medienkompetenz Kinder Regulierung Lehrenden Digitale Medien
Schlagwörter
(Englisch)
Online privacy protection Digital Education Media literacy Children Governance Educators Digital media
Autor*innen
Angeliki Chatziefraimidou
Haupttitel (Englisch)
The governance of children's privacy in digital media
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
136 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Stavroula Kaldi ,
Seamus Simpson
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
81 Bildungswesen > 81.72 Schulische Erziehung
AC Nummer
AC17793026
Utheses ID
78158
Studienkennzahl
UA | 796 | 310 | 301 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1