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Sprache - Macht - Gender
eine KI-gestützte Sentimentanalyse parlamentarischer Genderdiskurse in Österreich
Laura Kristen
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Andreas Baumann
DOI
10.25365/thesis.80092
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16290.00704.650084-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht den politischen Sprachgebrauch im österreichischen Nationalrat in Bezug auf geschlechtergerechte Sprache. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Keywords „gender“, „gendern“ und „geschlechtergerecht“ in parlamentarischen Reden verwendet, bewertet und ideologisch aufgeladen werden. Grundlage der Analyse bildet der ParlaMint-AT-Korpus, ein annotierter Textkorpus parlamentarischer Debatten, der mittels computergestützter Sentiment-Analyse und qualitativer Textauswertung untersucht wurde. Zur Erhebung der Daten wurde ChatGPT konfiguriert und mit einem eigenen Promot eingesetzt, das die identifizierten Samples nach positiven, neutralen oder negativen Bewertungen klassifizierte. Ergänzend erfolgte eine Auswertung mithilfe von Excel, um eine vertiefte Analyse nach Parteizugehörigkeit, Sprecher:innengeschlecht sowie thematischen Kontexten (z. B. Gender Mainstreaming, Gleichstellungspolitik, Sprachkritik) zu ermöglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass geschlechtergerechte Sprache stark parteipolitisch polarisiert ist. Während progressive Parteien wie die Grünen und die SPÖ vorwiegend affirmativ argumentieren, äußern konservative und rechte Parteien wie die ÖVP und FPÖ häufig Kritik. Zudem sprechen weibliche* Abgeordnete signifikant häufiger über Gender-Themen – meist neutral oder positiv. Die Analyse verweist darauf, dass Sprache im Parlament nicht nur kommunikatives Mittel, sondern auch Ausdruck ideologischer Grenzziehung ist. Die Arbeit leistet einen innovativen Beitrag zur linguistischen Geschlechterforschung und zeigt zugleich das Potenzial und die Grenzen KI-gestützter Methoden in der politisch-diskursiven Analyse auf. Die Verbindung quantitativer und qualitativer Ansätze ermöglicht einen differenzierten Zugang zur Frage, wie Gender-Diskurse parlamentarisch verhandelt werden.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis examines the political use of language in the Austrian National Council with regard to gender-neutral language. The focus is on how the keywords ‘gender’, ‘gendern’ and ‘geschlechtergerecht’ (gender-neutral) are used, evaluated and ideologically charged in parliamentary speeches. The analysis is based on the ParlaMint-AT corpus, an annotated text corpus of parliamentary debates, which was examined using computer-assisted sentiment analysis and qualitative text evaluation. ChatGPT was configured to collect the data and used with a proprietary promoter that classified the identified samples according to positive, neutral or negative evaluations. This was supplemented by an evaluation using Excel to enable an in-depth analysis according to party affiliation, speaker gender and thematic contexts (e.g. gender mainstreaming, equality policy, language criticism). The results show that gender-neutral language is strongly polarised along party political lines. While progressive parties such as the Grünen and the SPÖ predominantly argue affirmatively, conservative and right-wing parties such as the ÖVP and FPÖ often express criticism. In addition, female* MPs speak significantly more often about gender issues – mostly in a neutral or positive way. The analysis points out that language in parliament is not only a means of communication, but also an expression of ideological boundaries. The work makes an innovative contribution to linguistic (gender) studies and at the same time highlights the potential and limitations of AI-supported methods in political discourse analysis. The combination of quantitative and qualitative approaches enables a differentiated approach to the question of how gender discourses are negotiated in parliament.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Geschlechtergerechte Sprache Sentimentanalyse Geschlechtergerechtigkeit politische Sprache Gender-Diskurs ParlaMint-Korpus parlamentarischer Diskurs ChatGPT-gestützte Textanalyse feministische Linguistik Sprachkritik Sprachmacht Gendern
Schlagwörter
(Englisch)
gender-neutral language gender equality gender ChatGPT-supported text analysis feminist linguistics
Autor*innen
Laura Kristen
Haupttitel (Deutsch)
Sprache - Macht - Gender
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine KI-gestützte Sentimentanalyse parlamentarischer Genderdiskurse in Österreich
Paralleltitel (Englisch)
Language - power - gender
Paralleluntertitel (Englisch)
an AI-supported sentiment analysis of parliamentary gender discourse in Austria
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
129 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Baumann
AC Nummer
AC17753189
Utheses ID
78162
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 511 | 02
