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Metaanalyse: attributionaler Gender Bias in MIP-Fächern (Mathematik, Informatik und Physik) im Schulkontext
Johanna Sophie Aberle
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Barbara Schober
Mitbetreuer*in
Marlene Kollmayer
DOI
10.25365/thesis.80031
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16290.02655.281758-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Frauen sind in MINT-Studiengängen nach wie vor deutlich unterrepräsentiert, obwohl im Bildungssystem formale Chancengleichheit für Buben und Mädchen besteht. Geschlechterspezifische Unterschiede in Leistungsattributionen gelten als möglicher Einflussfaktor, da sie zentrale motivationale Variablen wie Selbstwert, Erfolgserwartung, fachbezogenes Interesse und schulische Leistung beeinflussen. Während zahlreiche Einzelstudien Attributionen im schulischen Kontext untersucht haben, fehlt bislang eine systematische quantitative Synthese dieser Befunde. Die vorliegende Metaanalyse adressiert diese Forschungslücke, indem sie geschlechterspezifische Unterschiede in Attributionen in den Schulfächern Mathematik, Informatik und Physik mittels eines Random-Effects Modells aggregiert. Die umfassende Literatursuche erfolgte ohne Einschränkungen hinsichtlich Publikationszeitraum oder -sprache in den Datenbanken APA PsycInfo, PSYNDEX, Education Research Complete, ERIC und Google Scholar. Insgesamt konnten 32 Primärstudien mit einer Gesamtstichprobe von N = 17,126 identifiziert werden, wobei der Großteil der Studien (72%) vor dem Jahr 2000 publiziert wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass Buben ihre Erfolge häufiger ihrer Fähigkeit zuschreiben (d = 0.29), während Mädchen Erfolge eher auf Anstrengung (d = 0.26) und Misserfolge auf mangelnde Fähigkeit (d = 0.18) zurückführen. Für die Attribution von Misserfolg auf mangelnde Anstrengung ergab sich kein signifikanter Geschlechtsunterschied. Weder das Alter operationalisiert über die Schulstufe der Schüler*innen noch das Publikationsjahr zeigten signifikante moderierende Effekte. Für alle vier untersuchten Attributionen wurde eine hohe bis sehr hohe Heterogenität festgestellt (I² > 69%). Zudem weisen die eingeschlossenen Studien qualitative Limitationen auf, was die Generalisierbarkeit der Ergebnisse einschränkt. Ein fundiertes Verständnis aktueller Entwicklungen geschlechterspezifischer Attributionen erfordert qualitativ hochwertiger Studien in zukünftiger Forschung. Darüber hinaus sind gezielte pädagogische Interventionen notwendig, die bereits im frühen Grundschulalter ansetzen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Attribution Geschlechterunterschiede MINT Bildung Erfolg Misserfolg
Autor*innen
Johanna Sophie Aberle
Haupttitel (Deutsch)
Metaanalyse: attributionaler Gender Bias in MIP-Fächern (Mathematik, Informatik und Physik) im Schulkontext
Paralleltitel (Englisch)
Meta-analysis: attributional gender bias in MIP subjects (mathematics, computer science, and physics) in the school context
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
80 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schober
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie. Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.62 Soziale Wahrnehmung. Attribution
AC Nummer
AC17750905
Utheses ID
78163
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
