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Negotiating the EU AI Act
divergent national positions in France and Germany
Azar Haziyev
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Individuelles Masterstudium Globalgeschichte
Betreuer*in
Elisabeth Röhrlich
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79914
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19701.06964.304460-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht, wie Frankreich und Deutschland die Ausgestaltung der europäischen Verordnung über Künstliche Intelligenz (EU-AI Act) beeinflusst haben und weshalb zwei politisch ähnlich ambitionierte Mitgliedstaaten unterschiedliche regulatorische Prioritäten entwickelten. Die Studie kombiniert den historischen Institutionalismus, die Theorie der Variationen des Kapitalismus, Konzepte der digitalen Souveränität, des Techno-Nationalismus sowie der differenzierten Integration, um Prozesse der Präferenzbildung und Aushandlung zu erklären. Methodisch folgt sie einem qualitativ-vergleichenden Ansatz und analysiert hierzu EU-Rechtsakte, nationale Strategiepapiere sowie öffentliche Stellungnahmen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Frankreichs zentralstaatliche Tradition und das Narrativ strategischer Autonomie eine proaktive, innovationsorientierte Linie begünstigten, insbesondere in Bezug auf KI-Systeme mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI) und Basismodelle mit dem Ziel, europäische “Champions“ zu fördern und externe Abhängigkeiten zu verringern. Die koordinierte Marktwirtschaft Deutschlands, seine föderale Struktur und ein ethikorientierter Diskurs begünstigten einen vorsichtigen Risikomanagementansatz. Dieser Ansatz unterstrich rechtliche Klarheit, Rechenschaftspflicht und Verhältnismäßigkeit bei Hochrisikoanwendungen. Von dem Vorschlag der Europäischen Kommission 2021 über die Trilogie 2023 bis zur Annahme im Jahr 2024 verfolgt die Analyse den Gesetzgebungsprozess. Sie zeigt, wie deutsch-französische Streitigkeiten über den Geltungsbereich von GPAI und biometrische Schutzmaßnahmen in ein hybrides, gestuftes Rahmenwerk mündeten, das gezielte Verbote, strenge Pflichten für Hochrisikosysteme und Transparenzanforderungen für Anwendungen mit begrenztem Risiko integriert.
Abstract
(Englisch)
This thesis explores how France and Germany influenced the Union’s European Artificial Intelligence Act (AI Act) and why these two similarly ambitious member states adopted different regulatory priorities. The research combines historical institutionalism, varieties of capitalism, digital sovereignty, techno-nationalism, and differentiated integration to explain preference formation and bargaining. It uses a qualitative comparative method that analyzes EU legislative texts, national strategies, and public statements. The findings suggest that France's centralized state tradition and strategic-autonomy narrative propelled a proactive, innovation-driven approach, particularly regarding general-purpose and foundation models designed to cultivate European champions and lessen external dependencies. Germany's coordinated market economy, federal structure, and ethics-oriented discussions fostered a prudent risk management approach. This approach underscored legal clarity, accountability, and proportionality for high-risk applications. From the Commission’s 2021 proposal, through the 2023 trilogues, to adoption in 2024, the analysis tracks the legislative process. It shows how Franco-German disputes over GPAI scope and biometric safeguards yielded a hybrid, tiered framework with targeted bans, strict duties for high-risk systems, and transparency for limited-risk uses.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Verordnung über künstliche Intelligenz Europäische Union (EU) Frankreich Deutschland Digitale Souveränität
Schlagwörter
(Englisch)
Artificial Intelligence Act European Union (EU) France Germany Digital Sovereignty
Autor*innen
Azar Haziyev
Haupttitel (Englisch)
Negotiating the EU AI Act
Hauptuntertitel (Englisch)
divergent national positions in France and Germany
Paralleltitel (Deutsch)
Die Aushandlung des EU-KI-Gesetzes
Paralleluntertitel (Deutsch)
divergierende nationale Positionen in Frankreich und Deutschland
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
127 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Elisabeth Röhrlich
Klassifikationen
89 Politologie > 89.70 Internationale Beziehungen. Allgemeines ,
89 Politologie > 89.73 Europapolitik. Europäische Union
AC Nummer
AC17735105
Utheses ID
78208
Studienkennzahl
UA | 067 | 805 | |
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