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Orthorektisches Ernährungsverhalten im Zusammenhang mit psychosozialer Beeinträchtigung bei Studierenden
Verena Peceny
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Jürgen König
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79790
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19710.06534.175452-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Orthorexie ist durch eine zwanghafte Fixierung auf gesunde Ernährung gekennzeichnet und kann negative körperliche und psychische Folgen für Betroffene haben. Sie weist Symptomüberlappungen mit Essstörungen und der Zwangsstörung auf, ist bislang jedoch nicht als eigenständige psychische Störung anerkannt. Noch ist nicht vollends geklärt, wie Orthorexie einzuordnen ist. Ziele: Das Hauptziel dieser Studie ist es, den Zusammenhang zwischen orthorektischen Tendenzen und psychosozialer Beeinträchtigung zu untersuchen. Von weiterem Interesse ist es, das Ausmaß von Orthorexia Nervosa (ON) als auch die Ausprägung von Healthy Orthorexia (HeOr) zwischen unterschiedlichen Gruppen zu analysieren. Methoden: 212 Studierende aus Österreich und Deutschland füllten einen Online-Fragebogen aus. ON und HeOr wurden mit der Teruel Orthorexia Scale (TOS) erhoben, während psychosoziale Beeinträchtigung mit dem Clinical Impairment Assessment Questionnaire (CIA) gemessen wurde. Resultate: Es konnte ein starker positiver Zusammenhang zwischen orthorektischen Tendenzen und psychosozialer Beeinträchtigung festgestellt werden (p < 0,001, r = 0,614 bzw. r = 0,619). Zwischen den untersuchten Gruppen ließen sich keine Mittelwertunterschiede im TOS-ON-Score nachweisen. Hingegen konnten signifikante Mittelwertunterschiede im TOS-HeOr-Score innerhalb der Kategorien Studienrichtung (p < 0,001), Ernährungsform (p < 0,002) und Sportverhalten (p < 0,001) festgestellt werden. Der mittlere TOS-ON-Score lag mit 3,9 ± 4,2 Punkten deutlich unter dem mittleren TOS-HeOr-Score von 12,3 ± 4,7 Punkten. Diese Arbeit liefert Hinweise darauf, dass für Personen mit orthorektischen Tendenzen der Gesundheitsaspekt nicht im Vordergrund steht. Stattdessen könnten Aspekte des Körperbildes eine bedeutsame Rolle für orthorektisches Essverhalten spielen. Fazit: Die Ergebnisse legen nahe, dass orthorektische Tendenzen mit einer klinisch relevanten psychosozialen Beeinträchtigung einhergehen können. Die Prävalenz von Orthorexie ist anhand der vorliegenden Stichprobe als niedrig anzunehmen, kann mit der TOS jedoch nicht exakt bestimmt werden. Es bedarf die Durchführung weiterer Studien, welche die Auswirkungen von Orthorexie auf die psychische Gesundheit näher untersuchen.
Abstract
(Englisch)
Background: Orthorexia nervosa is characterized by an obsessive focus on healthy eating and can lead to physical and psychological problems for those affected. It shares symptoms with eating disorders and obsessive-compulsive disorder but has not yet been recognized as an independent mental disorder. The classification of orthorexia is still being discussed. Objectives: The main aim of this study is to examine the relationship between orthorexic tendencies and psychosocial impairment. Additionally, the study seeks to analyze the extent of orthorexia nervosa (ON) and healthy orthorexia (HeOr) across different groups. Methods: A total of 212 students from Austria and Germany completed an online questionnaire. ON and HeOr were assessed using the Teruel Orthorexia Scale (TOS), while psychosocial impairment was measured with the Clinical Impairment Assessment Questionnaire (CIA). Results: A strong positive correlation between orthorexic tendencies and psychosocial impairment was found (p < 0,001, r = 0,614 and r = 0,619). No significant differences in the TOS-ON scores were observed between the examined groups. However, significant mean differences in TOS-HeOr scores were found within the categories of field of study (p < 0,001), diet type (p < 0,002), and exercise behavior (p < 0,001). The mean TOS-ON score was 3,9 ± 4,2 points, remarkably lower than the mean TOS-HeOr score of 12,3 ± 4,7 points. This study suggests that for individuals with orthorexic tendencies, the health aspect is not the primary focus. Instead, body image concerns may play a crucial role in orthorexic eating behaviors. Conclusion: The results suggest that orthorexic tendencies may be associated with clinically relevant psychosocial impairment. The prevalence of orthorexia in this sample appears to be low, but it cannot be precisely determined using the TOS. Further studies are needed to explore the effects of orthorexia on mental health in more detail.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Orthorexia Nervosa Orthorexie Teruel Orthorexia Scale TOS Healthy Orthorexia Psychosoziale Beeinträchtigung
Autor*innen
Verena Peceny
Haupttitel (Deutsch)
Orthorektisches Ernährungsverhalten im Zusammenhang mit psychosozialer Beeinträchtigung bei Studierenden
Paralleltitel (Englisch)
Orthorexic eating behaviour and its association with psychosocial impairment in a student population
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
VII, 87 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jürgen König
Klassifikation
44 Medizin > 44.21 Ernährung
AC Nummer
AC17724699
Utheses ID
78217
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
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