Detailansicht

Die verteufelte Frau - von der Hexe bis zur Femme fatale
die selbstbestimmte Frau als Feind- und Angstbild im westeuropäischen Symbolismus
Lotte Maiken Lübke
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Friederike Sigler
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79792
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20520.09588.959823-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit analysiert die Darstellungen der Femme fatale und der Hexe in der Kunst des Symbolismus des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Besonderer Fokus wird auf die Werke "Vivien" von Fernand Khnopff und "Le Calvaire" von Félicien Rops gelegt. Im Symbolismus kommt es zu einer signifikanten Vermischung der Archetypen der Femme fatale, die durch gefährliche Anziehungskraft charakterisiert ist, und der Hexe, die mit magischen und subversiven Kräften assoziiert wird. Beide Figuren fungieren als Gegenentwürfe zu den damals dominierenden idealisierten Bildern von Mutter- und Ehefrauen. Die Untersuchung im Rahmen dieser Thesis zeigt, wie diese weiblichen Archetypen tiefgreifende männliche Ängste vor weiblicher Autonomie und Begehren symbolisieren, die als Bedrohung für das patriarchale Gesellschaftsgefüge wahrgenommen wurden und werden. Darüber hinaus wird die ästhetische Romantisierung und zunehmende Komplexität in der Darstellung dieser Figuren erörtert, die eine Neuinterpretation traditioneller Geschlechterrollen impliziert. Ziel der Arbeit ist es, das Zusammenspiel von Gender, Kunst und sozialen Normen in dieser Umbruchszeit zu beleuchten und neue Perspektiven auf die kulturellen Dynamiken und die Repräsentation von Weiblichkeit zu eröffnen.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis analyses the depictions of the femme fatale and the witch in Symbolist art of the late 19th and early 20th centuries. Special focus is placed on the works ‘Vivien’ by Fernand Khnopff and ‘Le Calvaire’ by Félicien Rops. Symbolism saw a significant blending of the archetypes of the femme fatale, characterised by dangerous attraction, and the witch, associated with magical and subversive powers. Both figures function as counter-concepts to the idealised images of mothers and wives that dominated at the time. The investigation in this thesis shows how these female archetypes symbolise profound male fears of female autonomy and desire, which were perceived as a threat to the patriarchal social structure. Furthermore, the aesthetic romanticisation and increasing complexity in the depiction of these figures will be discussed, implying a reinterpretation of traditional gender roles. The aim of the work is to shed light on the interplay between gender, art and social norms in this period of upheaval and to open up new perspectives on cultural dynamics and the representation of femininity.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Femme fatale Hexe Félicien Rops Fernand Khnopff Symbolismus
Schlagwörter
(Englisch)
Symbolism Witch Femme fatale Félicien Rops Fernand Khnopff
Autor*innen
Lotte Maiken Lübke
Haupttitel (Deutsch)
Die verteufelte Frau - von der Hexe bis zur Femme fatale
Hauptuntertitel (Deutsch)
die selbstbestimmte Frau als Feind- und Angstbild im westeuropäischen Symbolismus
Paralleltitel (Englisch)
The demonized Woman - from witch to femme fatale
Paralleluntertitel (Englisch)
the self-determined woman as an enemy and figure of fear in Western European symbolism
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
110 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friederike Sigler
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.20 Ikonographie
AC Nummer
AC17724987
Utheses ID
78229
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1