Detailansicht
Körper als Projekt
Hautpflegepraktiken im Spannungsfeld von Schönheitsdruck und Selbstfürsorge
Anna-Sophie Kyra Elisabeth Eberle
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Elisabeth Lechner
DOI
10.25365/thesis.79731
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21420.18959.954499-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Studie untersucht Hautpflegepraktiken als Form von Körperarbeit im Spannungsfeld von Selbstfürsorge und der Anpassung an gesellschaftliche Schönheitsideale im Wien des Jahres 2025. Die Analyse zeigt, dass Hautpflege als Selbstfürsorge erlebt wird, wenn sie als gesundheitsfördernd, entschleunigend oder kulturell und familiär eingebettet erlebt wird. Gleichzeitig kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass das Konzept der Selbstfürsorge oftmals kapitalistisch vereinnahmt wird und eng mit der Anpassung an gesellschaftliche Schönheitsideale wie „Jugendlichkeit“ und „Natürlichkeit“ verbunden bleibt. Aufbauend auf theoretischen Ansätzen zu Macht, Geschlecht, Race und Klasse wird argumentiert, dass Hautpflegepraktiken sowohl als Ausdruck disziplinarischer Macht als auch als Teil der performativen Reproduktion von Weiblichkeit fungieren können. Die Kritik an diesen Prozessen bewegt sich größtenteils innerhalb neoliberaler Logiken. Zwar zeigt sich, dass Widerstand gegen die mit Haut verbundenen Schönheitsideale möglich ist, etwa durch die Reduktion von Routinen oder Praktiken in queeren Räumen, aber häufig mit Ablehnung und erheblichem Rechtfertigungsdruck verbunden bleibt.
Abstract
(Englisch)
This paper examines skin care practices as a form of body work situated between self-care and conformity to societal beauty ideals in Vienna in 2025. The analysis reveals that skin care is experienced as self-care when it is perceived as health-promoting, restorative or embedded in communal and cultural contexts. At the same time, the study finds that the concept of self-care is frequently co-opted by capitalism and remains closely tied to ideals such as “youthfulness” and “naturalness”. Drawing on theoretical perspectives on power, gender, race and class, the paper argues that skin care practices operate both as expressions of disciplinary power and as part of the performative reproduction of femininity. Yet critiques of these dynamics often remain confined within neoliberal frameworks. While resistance to beauty norms, such as reducing routines or engaging in practices within queer spaces, is possible, it is frequently accompanied by hostility and significant pressure to justify oneself.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Körperprojekte Hautpflege Selbstfürsorge
Schlagwörter
(Englisch)
Body Projects Skincare Selfcare
Autor*innen
Anna-Sophie Kyra Elisabeth Eberle
Haupttitel (Deutsch)
Körper als Projekt
Hauptuntertitel (Deutsch)
Hautpflegepraktiken im Spannungsfeld von Schönheitsdruck und Selbstfürsorge
Paralleltitel (Englisch)
The body as a project
Paralleluntertitel (Englisch)
skincare practices between societal beauty pressures and self-care
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
114 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Lechner
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17721058
Utheses ID
78264
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
