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The influence of dominance and communication on resource allocation in preschool children
Alissa Rebecca Schwarz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Cognition, Behavior and Neurobiology
Betreuer*in
Thomas Bugnyar
Mitbetreuer*in
Lisa Horn-Péter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79706
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23058.02940.575660-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Erwerb und die Kontrolle von Ressourcen sind zentrale Faktoren sozialer Dominanz und prägen die sozialen Beziehungen von Kindergartenkindern maßgeblich. Während sowohl Dominanz als auch Kommunikation die Verteilung von Ressourcen beeinflussen, ist das Zusammenspiel dieser beiden Faktoren – insbesondere der Einfluss verbaler und nonverbaler Signale im Kontext sozialer Dominanz – bislang wenig untersucht. Meine Masterarbeit geht der Frage nach, wie die verbale und nonverbale Kommunikation der Empfänger die prosoziale Ressourcenverteilung unter Kindergartenkindern beeinflusst und inwieweit diese Effekte durch individuelle Unterschiede in sozialer Dominanz moduliert werden. Nach einer Aufwärmphase nahmen 78 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren aus Wiener Kindergärten an der Testphase teil. Die soziale Dominanz wurde anhand von zwei Ressourcenmonopolisierungen sowie mittels Fragebögen der Betreuerinnen erfasst. In einem strukturierten Experiment zur Ressourcenverteilung agierten Paare bekannter Gleichaltriger abwechselnd als Geber oder Empfänger. Die Verteilung konnte dem Empfänger zugutekommen oder nicht und variierte hinsichtlich der Kosten für den Geber und/oder des Maßes an Ungleichheit. Sämtliche Kommunikationsakte wurden videografiert und anschließend kodiert. Empfänger, die häufiger kommunizierten – insbesondere verbal –, erhielten insgesamt mehr Ressourcen. Der stärkste Effekt zeigte sich in der Bedingung, die eine gerechte Verteilung ohne Kosten für den Geber ermöglichte. Eine Analyse einzelner Durchgänge ergab jedoch, dass weder die Gesamtzahl der verbalen Äußerungen eines Empfängers noch dessen Forderungen (separat von der Gesamtzahl der Äußerungen betrachtet) die Entscheidungen des Gebers unmittelbar beeinflussten. Sowohl Geber als auch Empfänger kommunizierten insgesamt häufiger verbal als nonverbal. Soziale Dominanz erhöhte die verbale, nicht jedoch die nonverbale Kommunikationshäufigkeit der Empfänger. Die Dominanz der Geber hatte keinen Einfluss auf die Kommunikationsintensität, und es zeigte sich kein systematischer Zusammenhang zwischen Dominanz und spezifischen Kommunikationsstrategien. Insgesamt begünstigte die verbale Kommunikationsaktivität der Empfänger die prosoziale Ressourcenverteilung unter Kindergartenkindern. Das Kommunikationsverhalten wurde jedoch stärker durch die jeweilige Interaktionsrolle (Geber vs. Empfänger) als durch die soziale Dominanz geprägt. Diese Ergebnisse unterstreichen die Kontextsensitivität prosozialen Verhaltens in der frühen Kindheit und verdeutlichen, dass das Zusammenspiel von Prosozialität, sozialer Dominanz und Kommunikationsmustern ein vielversprechendes Feld für weiterführende Forschung darstellt.
Abstract
(Englisch)
Acquiring and controlling resources is central to social dominance and shapes preschool children’s social relationships. While both dominance and communication influence resource allocation, the interplay between these factors—particularly the impact of verbal and non-verbal cues within the context of dominance—remains understudied. This Master`s thesis examines how recipients’ verbal and non-verbal communication affect prosocial resource allocation in preschoolers, and whether these effects are modulated by individual differences in social dominance. Following an initial warm-up, 78 children aged three to six from Viennese kindergartens took part in the test phase. Social dominance was assessed via two resource monopolizations and teacher questionnaires. In a structured resource allocation experiment, pairs of familiar peers took turns to act as either donor or recipient. Resource distributions either benefitted the recipient or not and varied in cost for the donor and/or inequity. All communicative acts were video-recorded and coded for further analysis. Recipients who communicated more frequently, particularly verbally, received more resources overall, with the strongest effect in the condition that resulted in equitable resource distributions without cost for the donor. However, trial by trial analyses revealed that neither the total number of the recipient’s verbal utterances nor their demands, analysed specifically apart from the overall verbal output, directly influenced donor choices in a given trial. Both donors and recipients communicated more verbally than non-verbally. Dominance increased recipients’ verbal communication, but not their non-verbal communication. Donor dominance had no effect on communication frequency, and there was no systematic relationship between dominance and specific communicative strategies. Overall, verbal communicative activity by recipients promoted prosocial resource allocation in preschoolers, but communicative behaviour was shaped more strongly by interactional role (donor vs. recipient) than by social dominance. These findings underscore the context-sensitivity of prosocial behaviour in early childhood and highlight that the interaction between prosociality, social dominance, and communicative patters is a domain worth conducting deeper research on.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Prosozialität Altruismus Kindergarten Kommunikation Dominanz
Schlagwörter
(Englisch)
Prosociality Communication Preschoolers Social Dominance Resource Allocation
Autor*innen
Alissa Rebecca Schwarz
Haupttitel (Englisch)
The influence of dominance and communication on resource allocation in preschool children
Paralleltitel (Deutsch)
Einfluss von Dominanz und Kommunikation auf Prosozialität bei Kindergartenkindern
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
55 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Thomas Bugnyar
Klassifikation
42 Biologie > 42.66 Ethologie
AC Nummer
AC17718732
Utheses ID
78299
Studienkennzahl
UA | 066 | 878 | |
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