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Inanspruchnahme von Gebärdensprach- und Schriftdolmetschen im Bildungswesen im Rahmen von GESTU
Magdalena Anna Wimmer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Franz Pöchhacker
DOI
10.25365/thesis.79796
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26604.01113.756218-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Schwerhörige oder gehörlose Studierende können im tertiären Bildungssektor Gebärdensprachdolmetschungen und Schriftdolmetschungen in Anspruch nehmen, womit ihnen ein gleichberechtigter und barrierefreier Studienzugang ermöglicht werden kann. Die Zielsetzung dieser Masterarbeit bestand darin, herauszufinden, wie oft und von welchen Studierenden welche Dolmetschleistungen in Anspruch genommen werden und warum manche Studierende eine Dolmetschform gegenüber der anderen präferieren. Außerdem sollte erforscht werden, welche Schwierigkeiten das Gebärdensprach- und Schriftdolmetschen in der Praxis bergen und ob diese Beweggründe für die Wahl einer bestimmten Dolmetschform sind. Dafür wurde neben einer umfassenden Literaturrecherche ein leitfadengestütztes Expert:inneninterview und eine qualitative Online-Befragung mit Studierenden der GESTU Servicestellen Wien und Graz durchgeführt. Die Auswertung erfolgte anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, mittels sieben deduktiv und induktiv gebildeten Kategorien, und einer deskriptivstatistischen Datenanalyse. Die Ergebnisse zeigten, dass die Dolmetschleistungen von einer sehr heterogenen Gruppe an Studierenden größtenteils regelmäßig für mehrere Semester in Anspruch genommen werden. Die Gründe für Präferenzen bei den Dolmetschformen waren sehr divers, unter anderem waren neben Sprachkenntnissen auch die Kommunikations- und Gesprächssituation, der Lehrveranstaltungstyp, die Komplexität des Fachs und die Verfügbarkeit von Dolmetscher:innen ausschlaggebend. Obwohl im Zuge der Forschung unterschiedlichste Schwierigkeiten thematisiert wurden, konnte festgestellt werden, dass diese keinen Grund für die Inanspruchnahme einer bestimmten Dolmetschform darstellten. Die Arbeit leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gebärdensprach- und Schriftdolmetschforschung im Bildungswesen und zeigt konkrete Verbesserungsvorschläge auf, wie man die Inanspruchnahme der Dolmetschleistungen, die Qualität sowie die Zufriedenheit der Studierenden erhöhen könnte.
Abstract
(Englisch)
Hearing-impaired or deaf students can use sign language interpreting and speech-to-text interpreting services in the tertiary education sector, which enables them to have equal and barrier-free access to education. The aim of this master’s thesis was to investigate how often and by which students which interpreting services are used and why some students prefer one form of interpreting over another. In addition, research should be conducted on the difficulties involved in sign language and speech-to-text interpreting in practice and whether these difficulties are reasons for choosing a particular form of interpreting. For that purpose, in addition to a comprehensive literature review, a guided expert interview and a qualitative online survey with students at the GESTU Servicestelle in Vienna and Graz were conducted. The analysis was based on the Qualitative Content Analysis by Mayring, using seven deductively and inductively formed categories, and a descriptive statistical data analysis. The results showed that the interpreting services are mostly used regularly for several semesters by a very heterogeneous group of students. The reasons for preferences in interpreting forms were very diverse, including language skills, communication and conversation situations, course type, subject complexity, and interpreter availability. Even though, in the course of the research, a wide variety of difficulties were discussed, it was found that these difficulties were not the reason for the usage of a particular form of interpreting. Hence, the master’s thesis makes an important contribution to the research of sign language and speech-to-text interpreting in the education sector and identifies concrete suggestions for improvement on how to increase the use of interpreting services, their quality, and student satisfaction.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Gebärdensprachdolmetschen Schriftdolmetschen Bildungswesen Inanspruchnahme GESTU
Schlagwörter
(Englisch)
Sign language interpreting Speech-to-text interpreting Higher education GESTU
Autor*innen
Magdalena Anna Wimmer
Haupttitel (Deutsch)
Inanspruchnahme von Gebärdensprach- und Schriftdolmetschen im Bildungswesen im Rahmen von GESTU
Paralleltitel (Englisch)
The use of sign language interpreting and speech-to-text interpreting in higher education in the framework of GESTU
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
215 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Pöchhacker
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC17725025
Utheses ID
78341
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
