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Messreaktivität bei der digitalen Ernährungserfassung
verändert Forscherbeobachtung den alltäglichen Proteinkonsum?
Stefan Lackner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Laura Maria König
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79554
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28332.01699.323893-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Messreaktivität beschreibt die Veränderung von Kognition, Emotion und Verhalten einer Person allein durch die Tatsache, dass diese gemessen wird, wodurch die Interpretation beobachteter Effekte erschwert sein kann. Das Auftreten potenzieller reaktiver Effekte in der digitalen Ernährungserfassung wurde bislang allerdings noch nicht untersucht, trotz der steigenden Beliebtheit von Ernährungstracking-Apps. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, anhand des täglichen Proteinkonsums zu prüfen, ob sich das Ernährungsverhalten unter Forscherbeobachtung verändert und ob das Geschlecht beziehungsweise die bisherige Trackingdauer diese Effekte moderieren. Grundlage bildeten bereits verfügbare, über zwei Online-Fragebögen erhobene Daten der Ernährungstracking-Apps der Teilnehmenden (n = 75), anhand derer die Proteinwerte in der Woche vor (Woche 1) und nach Induktion der Forscherbeobachtung (Woche 2) miteinander verglichen wurden. Zur Hypothesenprüfung wurden lineare Multilevel-Modelle mit einem Random Intercept auf Personenebene berechnet. Insgesamt konnten keine Hinweise auf relevante Reaktivitätseffekte gefunden werden, es zeigte sich zwar ein leichter, jedoch nicht signifikanter Anstieg des Proteinkonsums von Woche 1 zu Woche 2 (p = .399; Total-R² = .825, Between-R² =.000; Within-R² = .005). Auch die getesteten Interaktionseffekte des Geschlechts (p = .419) und der Trackingdauer (p = .395) ergaben keine signifikanten Effekte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei Weiterverwendung der gewohnten Ernährungstracking-App im Rahmen einer Studie kaum reaktive Effekte auftreten, zumindest im Hinblick auf den Proteinkonsum. Zukünftige Forschung sollte in diverseren Stichproben auch andere Ernährungsparameter wie den Kalorienkonsum untersuchen sowie Teilnehmende ohne Trackingerfahrung berücksichtigen.
Abstract
(Englisch)
Measurement reactivity refers to changes in a person’s cognition, emotion, and behavior that occur merely as a consequence of being measured, which can complicate the interpretation of observed effects. However, potential reactivity effects in digital dietary assessment tools have not yet been systematically investigated, despite the growing popularity of nutrition apps. The present study therefore examined whether dietary behavior, operationalized via daily protein intake, changes under researcher observation and whether gender or prior tracking duration moderate such effects. The study was based on already existing data from the app-based dietary records of the participants (n = 75) collected through two online questionnaires, which were used to compare protein values in the week before (Week 1) and after the induction of researcher observation (Week 2). Linear multilevel models with a random intercept at the person level were estimated. No evidence of relevant reactivity effects was found, although protein intake slightly increased from Week 1 to Week 2, this change was not significant (p = .399; Total-R² = .825, Between-R² =.000; Within-R² = .005). Likewise, the tested interaction effects of gender (p = .419) and tracking duration (p = .395) were non-significant. The findings suggest that continued use of one’s habitual nutrition-tracking app while taking part in a research project produces minimal reactivity effects, at least with respect to protein intake. Future research should examine additional dietary parameters such as caloric intake and include participants without prior tracking experience.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Messreaktivität Protein Ernährungstracking Digitale Ernährungserfassung Ernährung Essverhalten Diät Gesundheitspsychologie
Schlagwörter
(Englisch)
Measurement reactivity Protein Nutrition tracking Digital dietary assessment Nutrition Eating behavior Diet Health psychology
Autor*innen
Stefan Lackner
Haupttitel (Deutsch)
Messreaktivität bei der digitalen Ernährungserfassung
Hauptuntertitel (Deutsch)
verändert Forscherbeobachtung den alltäglichen Proteinkonsum?
Paralleltitel (Englisch)
Measurement reactivity in digital dietary assessment
Paralleluntertitel (Englisch)
does researcher observation change daily protein intake?
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
IV, 52 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Laura Maria König
Klassifikation
77 Psychologie > 77.99 Psychologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17699818
Utheses ID
78367
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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