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Auswirkung pornographischer Mediennutzung
Alina Dirr
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Julia Wippersberg
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80194
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10250.18576.271364-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Untersuchung der Auswirkungen unterschiedlicher pornographischer Medienformate auf psychometrische Konstrukte bei erwachsenen Personen im deutschsprachigen Raum. Im Fokus stehen hierbei insbesondere sexistische Einstellungen sowie Aspekte der Selbstwahrnehmung, konkret das Körperbild und das Selbstwertgefühl. Als theoretischer Rahmen dient der dynamisch-transaktionale Ansatz der Medienwirkungsforschung. Die Untersuchung wurde mittels eines standardisierten Online- Fragebogens durchgeführt, wobei eine Stichprobe von 600 Personen, die nach 1980 geboren wurden, rekrutiert wurde, um vergleichbare mediale Sozialisierungserfahrungen sicherzustellen. Die Datenerhebung erfolgte mithilfe des Ambivalent Sexism Inventory (ASI), des Body Image Concern Inventory (BICI) und der Rosenberg Self-Esteem Scale (RSES). Die Hypothese, dass der Konsum pornographischer Videos stärker mit verstärkten stereotypischen Ansichten zu Geschlechterrollen einhergeht als andere Medienformen, konnte bestätigt werden. Personen, die pornographische Videos als bevorzugtes Medium angaben, wiesen im Vergleich zu Konsumierenden textbasierter Pornographie deutlich höhere Werte in allen betrachteten Dimensionen sexistischer Einstellungen auf. Dies deutet darauf hin, dass die Rezeption audiovisueller Medienformate oder die damit verbundene Nutzungshaltung einen prägenden Einfluss auf soziale Einstellungen haben kann. Obwohl eine Varianzanalyse einen statistisch signifikanten Unterschied im Körperbild zwischen den Mediengruppen feststellte, war dieser Effekt quantitativ sehr gering und Post-hoc-Tests konnten keine spezifischen, signifikanten paarweisen Unterschiede identifizieren. Die Hypothese, dass Videokonsument:innen ein negativeres Körperbild aufweisen, konnte daher nicht bestätigt werden. Für das Selbstwertgefühl konnten keine aussagekräftigen signifikanten Unterschiede zwischen den präferierten Mediengruppen festgestellt werden. Das Geschlecht der Befragten hatte hingegen einen signifikanten Einfluss auf das Körperbild. Zusammenfassend lässt sich ableiten, dass ein Indiz dafür besteht, dass die Wirkung pornographischer Medien auf die Wahrnehmung anderer stärker ausgeprägt ist als auf die Wahrnehmung des eigenen Selbst.
Abstract
(Englisch)
The present research investigates the effects of different pornographic media formats on psychometric constructs in adults in German-speaking countries. The focus is placed on sexist attitudes and aspects of self-perception, specifically body image and self-esteem. The theoretical framework is based on the dynamic-transactional approach to media effects research. The study was conducted using a standardized online questionnaire, with a sample of 600 individuals born after 1980 included to ensure comparable media socialization experiences. Data was collected using the Ambivalent Sexism Inventory (ASI), the Body Image Concern Inventory (BICI), and the Rosenberg Self-Esteem Scale (RSES). The hypothesis that the consumption of pornographic videos is more strongly associated with reinforced stereotypical views on gender roles than other forms of media was confirmed. Individuals who indicated pornographic videos as their preferred medium scored significantly higher on all dimensions of sexist attitudes compared to consumers of text-based pornography. This suggests that the reception of audiovisual media formats or the associated usage attitudes can have a formative influence on social attitudes. Although a variance analysis found a statistically significant difference in body image between the media groups, this effect was quantitatively very small and post-hoc tests could not identify any specific, significant pairwise differences. The hypothesis that video consumers have a diminished body image could therefore not be confirmed. No meaningful significant differences between the preferred media groups could be found for self-esteem. The gender of the respondents, on the other hand, had a significant influence on body image. In summary, it can be concluded that there is an indication that the effect of pornographic media on the perception of others is more pronounced than on the perception of oneself.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Wirkungsforschung Pornographie Medienwirkung
Autor*innen
Alina Dirr
Haupttitel (Deutsch)
Auswirkung pornographischer Mediennutzung
Paralleltitel (Englisch)
Effects of pornographic media use
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
104, 12 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Julia Wippersberg
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.99 Kommunikationswissenschaft. Sonstiges
AC Nummer
AC17768346
Utheses ID
78380
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
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