Detailansicht

Astra movent homines, sed deus astra movet
las tensiones entre ciencia y religión en el Lunario perpetuo de Jerónimo Cortés
Ada Maria Rusowicz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Englisch Unterrichtsfach Spanisch
Betreuer*in
Wolfram Aichinger
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.79813
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10286.17990.701496-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Wann erschuf Gott die Welt? Für gewöhnlich nahm man an, es sei im Herbst gewesen - schreibt Jerónimo Cortés - denn Eva habe kurz nach der Schöpfung zur verbotenen Frucht gegriffen und Früchte reifen bekanntlich in der Zeit um das herbstliche Äquinoktium. Er selbst jedoch neige zu der Ansicht, dass die Welt im Frühling entstanden sein müsse, in jener Jahreszeit, die Wachstum und Erneuerung am meisten begünstigt. Diese Überlegung, die Cortés in seinem 1594 erschienenen Opus magnum Lunario perpetuo entfaltet, gewährt uns einen Einblick in die vorherrschenden Vorstellungen von Welt und Kosmos im frühneuzeitlichen Spanien. In diesem Werk vollzieht sich eine faszinierende Synthese zwischen dem Göttlichen, den Gesetzen der Natur und den Rhythmen des menschlichen Körpers. Wissenschaft und Religion stoßen aufeinander, durchdringen, ergänzen sich und bauen aufeinander auf. Eine gewisse historische Würze bringt zudem die Inquisition ins Spiel, die im 16. und 17. Jahrhundert die neu erscheinende Literatur aufmerksam auf mögliche ketzerische Inhalte prüfte. Cortés hatte somit keine leichte Aufgabe - als „Kompilator des Wissens“ musste er vorsichtig vorgehen und die Lehren der Bibel mit der in seiner Zeit beliebten Astrologie, Prophezeiungen sowie mit den Entdeckungen der großen Gelehrten seiner Epoche in Einklang bringen. Dass es ihm gelang, ein „Buch für alle“ zu schaffen - einen Kalender, der zugleich Gesundheits-, Agrar- und Liturgieratgeber ist - bezeugt die enorme Popularität des Werkes, das über Jahrhunderte hinweg immer wieder neu aufgelegt wurde. Die vorliegende Arbeit analysiert das Lunario perpetuo als einen Text an der Schnittstelle von Wissenschaft, Theologie und populärer Kultur und zeigt seine Rolle bei der Herausbildung des frühneuzeitlichen Weltbildes.
Abstract
(Englisch)
When did God create the world? According to common belief, it happened in autumn - as Jerónimo Cortés writes - since Eve reached for the forbidden fruit shortly after Creation, and fruit, after all, ripens around the time of the autumnal equinox. Cortés himself, however, tended toward the view that the world must have come into being in spring, the season that most favors growth and renewal. This reflection, developed in his 1594 Opus magnum, Lunario perpetuo, offers a glimpse into prevailing conceptions of the cosmos and of divine order in early modern Spain. In this work, a fascinating synthesis unfolds between the divine, the laws of nature, and the rhythms of the human body: science and religion collide, intertwine, and mutually reinforce each other. The story gains further historical flavor through the presence of the Inquisition, which in the sixteenth and seventeenth centuries carefully examined new publications for possible heretical content. Cortés thus faced a difficult task. As a “compiler of knowledge”, he had to tread carefully, reconciling the teachings of Scripture with the astrology and prophecies so popular in his time, as well as with the discoveries of the great scholars of his age. That he succeeded in creating a “book for everyone” - a calendar that also served as a guide to health, agriculture, and liturgy - attests to the extraordinary popularity of the work, which was reprinted over the course of centuries. The present study examines the Lunario perpetuo as a text positioned at the crossroads of science, theology, and popular culture, highlighting its role in shaping the early modern worldview.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Jerónimo Cortés Lunario perpetuo Frühe Neuzeit Spanien - 16. Jahrhundert Wissenschaftsgeschichte Religionsgeschichte Astrologie Astronomie Kosmologie Katholizismus und Wissenschaft Inquisition Weltbild der Renaissance Kalender Mondkalender Lunarios Almanachen
Schlagwörter
(Englisch)
Jerónimo Cortés Lunario perpetuo Astrology Astronomy Cosmology Inquisition Early Modern Age Spain - 16th century Calenders Almanacs Lunar calenders History of religion History of science
Autor*innen
Ada Maria Rusowicz
Haupttitel (Spanisch)
Astra movent homines, sed deus astra movet
Hauptuntertitel (Spanisch)
las tensiones entre ciencia y religión en el Lunario perpetuo de Jerónimo Cortés
Paralleltitel (Englisch)
Astra movent homines, sed deus astra movet
Paralleluntertitel (Englisch)
the tensions between science and religion in Lunario perpetuo by Jerónimo Cortés
Paralleltitel (Deutsch)
Astra movent homines, sed deus astra movet
Paralleluntertitel (Deutsch)
die Spannungen zwischen Wissenschaft und Religion im Lunario perpetuo von Jerónimo Cortés
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
78 Seiten : Illustrationen
Sprache
Spanisch
Beurteiler*in
Wolfram Aichinger
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.01 Geschichte der Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC17728949
Utheses ID
78400
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 529 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1