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Die Bedeutung des Kontextes von mentaler Anstrengung für die mentale Erschöpfung
Michael Paefgen
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Veronika Job Sutnar
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80040
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11151.28421.729938-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Welche Rahmenbedingungen mentaler Anstrengung lassen eine niedrigere mentale Erschöpfung erwarten? Vor dem Hintergrund dieser grundlegenden Frage wurde in diesem Experiment untersucht, ob niedrigere Imbalancen von mentaler Anstrengung und Belohnung sowie eine höhere intrinsische Motivation zu mentaler Anstrengung mit einem niedrigeren Anstieg der mentalen Erschöpfung einhergehen. Hierzu absolvierten Psychologiestudenten (N = 186) in Phase 1 eine Arbeitsgedächtnisaufgabe, bei der Gruppe 1 für ihre mentale Anstrengung, gemessen über das kardiovaskuläre Maß der Pre-Ejection-Period, belohnt wurde und Gruppe 2 für ihre Leistung. Anschließend durchliefen in Phase 2 beide Gruppen eine belohnungsfreie Kopfrechenaufgabe. Die mentale Erschöpfung wurde mittels Fragebogen direkt nach den Aufgabenphasen sowie zu Beginn als Baseline gemessen, jeweils aufgeteilt in die generelle und die motivationale Erschöpfung. Die Erschöpfungsveränderungen über die jeweiligen Aufgabenphasen stellten dabei die abhängigen Variablen dar. Die Regressionsanalyse zeigt in Phase 1 einen signifikanten Haupteffekt von Gruppe (mit Anstrengung als weiterem Prädiktor). Gegenteilig den Hypothesen kam es jedoch in Gruppe 1 zu einem stärkeren Anstieg von genereller sowie motivationaler Erschöpfung. Als Grund hierfür wird unter anderem diskutiert, dass Gruppe 1 ihre Belohnungssystematik nur begrenzt erfasste, was wahrscheinlich zu frustrierenden Gefühlen von Unklarheit und fehlender Kontrolle über den Erhalt von Belohnungen führte. Dass objektiv gleiche Anstrengungen zu unterschiedlicher Erschöpfung führten, spricht dafür, dass mentale Erschöpfung einen motivationalen beziehungsweise nicht-biologischen Anteil aufweist. Als Limitationen der Studie werden insbesondere mögliche Problematiken im Rahmen der physiologischen Anstrengungsmessung thematisiert.
Abstract
(Englisch)
What conditions of mental effort can be expected to result in lower mental fatigue? In light of this fundamental question, this experiment investigated whether lower imbalances between mental effort and reward, as well as higher intrinsic motivation for mental effort, are associated with a lower increase in mental fatigue. In the study, psychology students (N = 186) completed a working memory task in phase 1, in which group 1 was rewarded for their mental effort, gauged via the cardiovascular measure of pre-ejection period, and group 2 was rewarded for their performance. Subsequently, in phase 2, both groups completed a reward-free mental arithmetic task. Mental fatigue was measured using a questionnaire immediately after the task phases and at the beginning as a baseline, each time divided into general and motivational fatigue. The changes in fatigue over the respective task phases represented the dependent variables. The regression analysis shows a significant main effect of group in phase 1 (with effort as additional predictor). Contrary to the hypotheses, however, there was a greater increase in general and motivational fatigue in group 1. One reason discussed is that group 1 only grasped the background of their rewards to a limited extent, which probably led to frustrating feelings of a lack of clarity and control over receiving rewards. That objectively equal efforts led to different levels of fatigue suggests that mental fatigue has a motivational / non-biological component. As limitations of the study, possible problems in the context of the physiological effort measurement are particularly discussed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Mentale Anstrengung Mentale Erschöpfung Hintergründe mentaler Erschöpfung Objektive Anstrengungsmessung Kardiovaskuläre Aktivität Anstrengungs-Belohnungs-Imbalance
Schlagwörter
(Englisch)
Mental effort Mental fatigue Background mental fatigue Objective effort measure Pre-ejection period Effort-reward imbalance
Autor*innen
Michael Paefgen
Haupttitel (Deutsch)
Die Bedeutung des Kontextes von mentaler Anstrengung für die mentale Erschöpfung
Paralleltitel (Englisch)
The importance of the context of mental effort for mental fatigue
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
80 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Veronika Job Sutnar
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.30 Allgemeine Psychologie. Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.45 Motivationspsychologie
AC Nummer
AC17751402
Utheses ID
78411
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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