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Englisch als Lingua Franca und Mehrsprachigkeit in der EU
praktische Umsetzung der EU-Translationspolitik im Europäischen Parlament
Julia Lisa Klikovits
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Cornelia Zwischenberger
DOI
10.25365/thesis.79871
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11177.12328.663870-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Innerhalb der Europäischen Union herrscht seit Beginn ihres Bestehens eine komplexe sprachliche Lage, welche Fragen und Herausforderungen für die Mitgliedstaaten aufwirft. Dies lässt sich unter anderem auf die für eine internationale Organisation dieser Art außergewöhnlich hohe Anzahl an Amts- und Arbeitssprachen zurückführen. Außerdem verfügt die EU mit insgesamt 27 Mitgliedstaaten über viele politische Akteure mit teils unterschiedlichen Ansichten und Prioritäten. Dieser politische Faktor spiegelt sich auch in der Sprachenlandschaft der EU sowie in der täglichen Arbeit der EU-Institutionen wider. Die Mehrsprachigkeit innerhalb der EU steht der englischen Sprache in ihrer Form einer ‚Lingua Franca‘ gegenüber und die beiden Aspekte scheinen sich in vielerlei Hinsicht nicht vereinbaren zu lassen. Offiziell hat sich die Europäische Union der umfassenden sprachlichen Vielfalt verschrieben und behandelt alle ihre 24 Amts- und Arbeitssprachen als gleichwertig. Dennoch zeigt sich in der konkreten Nutzung der Sprachen im Rahmen der Arbeit der einzelnen EU-Institutionen ein etwas anderes Bild und nicht alle EU-Sprachen werden immer und im gleichen Ausmaß verwendet. Aus diesem Grund dient die vorliegende Arbeit dem Zweck, die Verwendung der englischen Sprache im Vergleich zu den anderen 23 EU-Sprachen innerhalb des Europäischen Parlaments zu beleuchten. Dazu werden die Plenarsitzungen in einem Untersuchungszeitraum von drei Monaten im Jahr 2023 im Rahmen einer korpusbasierten quantitativen Analyse im Hinblick auf die Sprachverwendung und die Eigenschaften der Redner:innen im Plenum untersucht, sowie anschließend ein Vergleich mit den theoretischen Grundlagen in diesem Themengebiet angestellt. So soll herausgefunden werden, ob beziehungsweise in welchem Ausmaß im EU-Parlament zum Zweck einer effizienteren Verständigung auf Englisch als ‚Lingua Franca‘ zurückgegriffen wird und wie oft doch die eigene Landessprache der Redner:innen vorgezogen wird. In den untersuchten Kategorien, wie Herkunftsland, Alter und Fraktionszugehörigkeit der Redner:innen, zeigten sich mitunter eindeutige Tendenzen bei der Verwendung von Sprache, und konkret des Englischen, im Plenum des EU-Parlaments. Vor allem im Hinblick auf den Faktor Herkunftsland wurden im Zuge der Analyse eindeutige Muster erkennbar, ebenso wie bei Alter und Geschlecht der Personen im Plenum. Jedenfalls steht fest, dass viele Faktoren die Verwendung des Englischen in einem solchen politischen Umfeld begünstigen und die englische Sprache weiterhin EU-weit im Vormarsch ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Lingua Franca Mehrsprachigkeit Europäische Union Europäisches Parlament EU Sprachenpolitik der EU Translationspolitik der EU
Autor*innen
Julia Lisa Klikovits
Haupttitel (Deutsch)
Englisch als Lingua Franca und Mehrsprachigkeit in der EU
Hauptuntertitel (Deutsch)
praktische Umsetzung der EU-Translationspolitik im Europäischen Parlament
Paralleltitel (Englisch)
English as a Lingua Franca and multilingualism in the EU
Paralleluntertitel (Englisch)
practical implementation of the EU translation policy in the European Parliament
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
98 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Cornelia Zwischenberger
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit
AC Nummer
AC17733241
Utheses ID
78417
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
