Detailansicht
The role of self-compassion in the stress-buffering effect of mindfulness and self-soothing touch
Miriam Kapfinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Urs Markus Nater
Mitbetreuer*in
Aljoscha Dreisörner
DOI
10.25365/thesis.79969
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13805.12298.925553-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Achtsamkeit und beruhigende Selbstberührung sind aufkommende Strategien zur Stressreduktion, möglicherweise vermittelt durch die Stärkung von Selbstmitgefühl. Diese Studie untersuchte, ob die stresspuffernden Effekte von Achtsamkeit, beruhigender Selbstberührung und kombinierter achtsamer Selbstberührung von trait-Selbstmitgefühl moderiert beziehungsweise von state-Selbstmitgefühl, hervorgerufen durch die Intervention, mediiert werden. In einem Experiment erhielten 135 Teilnehmer*innen eine zweiminütige Intervention und führten anschließend den Trier Social Stress Test (TSST) durch, wobei Stress anhand einer visuellen Analogskala (0-100) selbst eingeschätzt wurde. Die Ergebnisse zweier multipler Regressionsanalysen zeigten keine signifikante Verringerung der Stressreaktivität in den Interventionsgruppen, gemessen als Veränderung des Stressniveaus (ΔStress) zwischen T1 (vor dem Stressor) und T2 (nach dem Stressor) und weder das Moderationsmodell (p = .175) noch das Mediationsmodell (p = .266) waren signifikant. Es zeigten sich nur vereinzelte signifikante Ergebnisse, darunter eine Zunahme von state-Selbstmitgefühl in der Bedingung achtsame Selbstberührung (p = .043) und eine Moderation von Δstress in den Bedingungen Achtsamkeit (p = .029) und achtsame Selbstberührung (p = .044), jedoch entgegengesetzt der erwarteten Richtung. Explorative Analysen deuteten außerdem auf eine kurzfristige Stressreduktion in den Bedingungen Achtsamkeit (p = .003) und achtsame Selbstberührung (p = .002) hin. Diese Ergebnisse legen nahe, dass kurze Einzelinterventionen Stress vorübergehend reduzieren können, aber stresspuffernde Effekte im TSST, sowie Moderations- und Mediationseffekte durch Selbstmitgefühl bleiben ungewiss. Die Auswirkungen können von der Quantität und Qualität der Praktiken sowie von der Messung von Selbstmitgefühl und Stress abhängen. Trotz mangelnder Effekte unterstreicht die Studie die Komplexität von Stressregulation und identifiziert wichtige Richtungen für die Weiterentwicklung der Forschung zu Achtsamkeit, beruhigender Selbstberührung und Selbstmitgefühl als leicht zugängliche Stressreduktionsstrategien.
Abstract
(Englisch)
Mindfulness and self-soothing touch are emerging strategies for reducing stress, potentially through the enhancement of self-compassion. This study examined whether the stress-buffering effects of mindfulness, self-soothing touch, and combined mindful self-soothing touch interventions are moderated by individuals’ trait self-compassion and mediated by intervention-induced state self-compassion. In an experiment, 135 participants completed 2-minute interventions before undergoing the Trier Social Stress Test (TSST), with stress responses assessed via self-report using a visual analog scale (0-100). Results of two multiple regression analyses showed no significant reductions in stress reactivity in the experimental conditions, measured as change in stress (Δstress) between T1 (pre-stressor) and T2 (post-stressor), and neither the moderation model (p = .175) nor the mediation model (p = .266) were significant. Only isolated significant findings emerged, including an increase in state self-compassion in the mind-touch condition (p = .043) and moderation of Δstress in the mind-only (p = .029) and mind-touch (p = .044) conditions, although directed contrary to expectations. Exploratory analyses indicated short-term stress-reductions in the mind-only (p = .003) and mind-touch (p = .002) conditions. These results suggest that brief interventions may reduce stress temporarily but stress-buffering effects in the TSST as well as moderator and mediator effects through self-compassion remain uncertain. Effects may depend on quantity and quality of practice, as well as measurements of self-compassion and stress. Despite limited effects, the study highlights the complexity of stress regulation and identifies key directions for advancing research on mindfulness, self-soothing touch, and self-compassion as low-threshold strategies for stress reduction.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Achtsamkeit Selbstberührung TSST Stress Stressreduktion Selbstmitgefühl
Schlagwörter
(Englisch)
mindfulness self-touch self-soothing touch TSST stress stress reduction self-compassion
Autor*innen
Miriam Kapfinger
Haupttitel (Englisch)
The role of self-compassion in the stress-buffering effect of mindfulness and self-soothing touch
Paralleltitel (Deutsch)
Die Rolle von Selbstmitgefühl in der stresspuffernden Wirkung von Achtsamkeit und beruhigender Selbstberührung
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
70 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Urs Markus Nater
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC17744774
Utheses ID
78509
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
