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Self-preferencing: navigating a balance between intellectual property rights and fair competition in the digital market
Stefanie Hauser
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht (LL.M.) [Englisch]
Betreuer*in
Marco Botta
DOI
10.25365/thesis.79933
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13805.16220.681187-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Als neu entwickelte wettbewerbliche Schadenstheorie stellt „Self-Preferencing“ eine in der EU vielfach diskutierte Thematik dar. Den Begriff zu definieren, erweist sich als komplex in Anbetracht der Vielfalt an Verhaltensweisen, die sich sowohl als Self-Preferencing als auch unter traditionelle Schadenstheorien einordnen lassen. Diese Schwierigkeit kann zu Unsicherheiten führen, besonders in Angesicht des fundamentalen Rechts einer jeden Plattform, ihr geistiges Eigentum ausschließlich zu nutzen und Konkurrenten nicht gleichberechtigt an den daraus erwirtschafteten Gewinnen und Vorteilen teilhaben zu lassen. Zudem lassen die Ähnlichkeiten zwischen Self-Preferencing und der Essential-Facilities-Doktrin die Frage aufkommen, weshalb mit Self-Preferencing-Fällen, in denen Unternehmen gezwungen werden, Mitbewerbern auf ihrer eigenen Plattform, oft geschützt als geistiges Eigentum, gleiche Behandlung zukommen zu lassen, nicht unter ähnlich strengen Kriterien verfahren wird, wie sie auch im Fall Bronner entwickelt wurden. Über Vergleichsforschung und mit einem besonderen Fokus auf Fallanalysen und das Gesetz über digitale Märkte als geschaffener Rechtsrahmen, führt diese Masterarbeit eine kritische Bewertung der fehlenden Klarheiten durch und untersucht den Schutz von Grundrechten als mögliche Legitimation für das Verhalten einer dominanten Plattform, ihre eigenen Produkte im nachgelagerten Markt zu bevorzugen. Self-Preferencing wird nicht als an sich missbräuchlich eingestuft, sondern es wird erforscht, wo die Schwelle zum Missbrauch gem Art 102 TFEU erreicht wird, was besonders dann der Fall ist, wenn das diskriminierende Verhalten zu Marktabschottung führt. Letztlich soll der Stellenwert eines Gleichgewichts zwischen der Wahrung fairen Wettbewerbs und dem Schutze geistigen Eigentums hervorgehoben werden. Die Analyse suggeriert, dass die Beurteilung von Self-Preferencing die Erreichung dieser Balance anstreben und potenziell wettbewerbsschädliche Auswirkungen auf der einen Seite und den Eingriff in Grundrechte der Plattform auf der anderen Seite durch die Anwendung einer strengen juristischen Prüfung und Verhältnismäßigkeitsüberlegungen abwägen sollte, um Innovation und Fortschritt fördern und einen florierenden Binnenmarkt zu garantieren.
Abstract
(Englisch)
As a newly developed theory of harm, self-preferencing is widely discussed in the EU. Defining the term has proven quite complex, considering the variety of behaviors that may be considered self-preferencing but also fit traditional theories of harm. This difficulty may lead to uncertainty, particularly regarding a digital platform’s fundamental right to use its intellectual property exclusively and exclude rivals from profiting equally from its facilities. Moreover, the similarities between self-preferencing and the Essential Facilities Doctrine raise the question of why self-preferencing cases are not assessed under similarly stringent criteria as those established in the Bronner case. Through comparative research, with a particular focus on European and national case law and the DMA as the existing legal framework, this master’s thesis critically assesses this lack of clarity and explores the protection of a company’s fundamental rights as a potential justification for dominant platforms favoring their own downstream products. Moreover, it considers self-preferencing as not inherently abusive and examines the threshold at which it becomes an abuse under art 102 TFEU, which is particularly the case when discriminatory behavior leads to the foreclosure of competitors. Ultimately, the importance of striking a balance between safeguarding fair competition and protecting a company’s intellectual property rights is emphasized. The research proposes that self-preferencing assessments should strive to achieve this balance by weighing the potential anti-competitive effects of self-preferencing on the one hand against the interference with a platform’s fundamental rights on the other. This should be done through the application of a strict legal test and proportionality considerations, as such an approach is likely to promote innovation and contribute to a thriving Internal Market.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Wettbewerbsrecht Geistiges Eigentum Europarecht
Schlagwörter
(Englisch)
Self-Preferencing IP law Competition law digital market EU law
Autor*innen
Stefanie Hauser
Haupttitel (Englisch)
Self-preferencing: navigating a balance between intellectual property rights and fair competition in the digital market
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
vi, 94 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Marco Botta
Klassifikation
86 Recht > 86.90 Europarecht. Sonstiges
AC Nummer
AC17735842
Utheses ID
78511
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
