Detailansicht

The manosphere
a case study in the epistemic and material harms of hegemonic masculinity
Caterina Anselmi Kaiser
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophy and Economics
Betreuer*in
Paulina Sliwa
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80461
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16343.15172.736835-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Manosphere ist ein loses Netzwerk verschiedener Online-Subgemeinschaften, das für seine extrem antifeministische und frauenfeindliche Rhetorik bekannt ist. Diese Arbeit zielt darauf ab, unser Verständnis dieses Phänomens zu vertiefen, indem sie eine Analyse seines Geschlechterdiskurses liefert. Da die der Manosphere innewohnende Vorstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit ihr charakteristischstes Merkmal und ein wichtiger Anziehungspunkt für die Beteiligung von Männern an Manosphere-Gemeinschaften ist, glaube ich, dass die Untersuchung dieses Geschlechterdiskurses viele Erkenntnisse liefern kann. Diese Analyse stützt sich auf Erkenntnisse aus den Bereichen Soziologie, Philosophie und Wirtschaftswissenschaften. Zunächst werde ich Raewyn Connells Gender-Ordnungs-Theorie (1987) heranziehen, um zu veranschaulichen, wie in der Manosphere die „Alpha-Männlichkeit” als hegemoniale Form der Männlichkeit fungiert. Zweitens werde ich die epistemische Funktion des Gender-Diskurses in der Manosphere untersuchen und argumentieren, dass Teilnehmer auf den maskulinistischen Diskurs der Manosphere zurückgreifen, um ihre Gefühle und Erfahrungen sozialer Verletzlichkeit zu artikulieren und zu kommunizieren. Ihr Gender-Diskurs ist geprägt von dem, was ich als „männliche Ignoranz” bezeichnen werde – eine Art vorsätzlicher hermeneutischer Ignoranz, die es den Teilnehmern ermöglicht, ihr Gefühl der Verletzlichkeit auszudrücken, ohne die männliche Hegemonie in Frage stellen zu müssen. Ich werde zeigen, dass männliche Ignoranz den Teilnehmern epistemisch und psychologisch schadet. Abschließend werde ich einen weiteren materiellen Schaden männlicher Ignoranz analysieren – die Verletzlichkeit der Konsumenten – und veranschaulichen, wie die Manosphere als ausbeuterischer Markt funktioniert, in dem Content-Ersteller von der ontologischen Unsicherheit ihres Publikums profitieren.
Abstract
(Englisch)
The manosphere is a loose network of different online subcommunities known for its extremely anti-feminist and misogynistic rhetoric. This thesis aims to deepen our understanding of this phenomenon by providing an analysis of its gender discourse. Because its conception of masculinity and femininity is its most distinctive characteristic, and a key pull factor for men’s involvement within manosphere communities, I believe that much can be gained by investigating the manosphere gender discourse. This analysis will draw on insights from the fields of sociology, philosophy, and economics. First, I will employ Raewyn Connell’s gender order theory (1987) to illustrate how, in the manosphere, ‘alpha masculinity’ operates as the hegemonic form of masculinity. Secondly, I will explore the epistemic functioning of the manosphere gender discourse and argue that users resort to the manosphere masculinist discourse in order to articulate and communicate their feelings and experiences of social vulnerability. Their gender discourse is shaped by what I will name ‘male ignorance’—a type of wilful hermeneutical ignorance that allows users to express their sense of vulnerability without having to question male hegemony. Male ignorance, I will show, epistemically and psychologically harms users. Finally, I will analyse an additional material harm of male ignorance—consumer vulnerability—and illustrate how the manosphere operates as an exploitative market where content creators profit off their audiences’ ontological insecurity.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Hegemoniale Männlichkeit Mannosphäre Hermeneutische Ungerechtigkeit Epistemische Ungerechtigkeit Hermeneutische Unwissenheit Ontologische Sicherheit Verletzliche Verbraucher
Schlagwörter
(Englisch)
Hegemonic Masculinity Manosphere Hermeneutical Injustice Hermeneutical Ignorance Consumer Vulnerability Ontological security Epistemic Injustice
Autor*innen
Caterina Anselmi Kaiser
Haupttitel (Englisch)
The manosphere
Hauptuntertitel (Englisch)
a case study in the epistemic and material harms of hegemonic masculinity
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
iv, 83 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Paulina Sliwa
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.32 Erkenntnistheorie ,
71 Soziologie > 71.32 Mann
AC Nummer
AC17789961
Utheses ID
78517
Studienkennzahl
UA | 066 | 642 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1