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Die narrative Funktion der Nahrung als Mittel der Machtausübung in den Märchen der Brüder Grimm
Victoria Wald
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für LehrerInnenbildung
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Haushaltsökonomie und Ernährung
Betreuer*in
Pia Janke
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80158
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18845.20667.471512-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der narrativen Funktion der Nahrung in den Märchen der Brüder Grimm und untersucht, inwiefern sie als Mittel der Machtausübung und sozialen Ordnung fungiert. Es wird deutlich, dass die Darstellung von Essen, sei es in Form von Lebensmitteln oder in der symbolischen Darstellung des Gefressenwerdens bzw. der vollständigen Einverleibung, in den Märchen gesellschaftliche Stellungen und Abhängigkeiten markiert. Das Geben oder Verweigern von Nahrung wird dabei zu einem Akt der Kontrolle, über welchen die Figuren Handlungsmacht gewinnen oder verlieren. Diese Ambivalenz verleiht der Nahrung eine besondere narrative Relevanz, da sie gleichermaßen Ausdruck von Fürsorge sowie Gemeinschaft wie auch von Manipulation und Vernichtung sein kann. In der Analyse hat sich zudem gezeigt, dass Nahrung von einem Symbol des Begehrens zum Instrument der Selbstermächtigung gewandelt werden kann und so den Verlauf der Machtbeziehungen zwischen den Figuren entscheidend beeinflussen. Die dargestellten Lebensmittel sowie der Akt des Essens dienen daher als ein bewusst eingesetztes, erzählerisches Element, welches soziale Hierarchien abbildet, sowie auch deren Umkehrung ermöglicht.
Abstract
(Englisch)
The present thesis examines the narrative function of food in the fairy tales of the Brothers Grimm and investigates how it operates as an instrument of power and social order. The analysis reveals that the depiction of eating, whether through the consumption of food or the symbolic act of being devoured and fully incorporated, reflects and defines social positions and dependencies within the tales. The act of giving or withholding food becomes a form of control that allows characters to gain or lose agency. This ambivalence grants food a particular narrative significance, as it can represent both care and community on the one hand, and manipulation and destruc-tion on the other. Furthermore, the analysis demonstrates that food can transform from a symbol of desire into an instrument of self-empowerment, thereby reshaping the dynamics of power among the characters. Both the represented food and the act of eating function as consci-ously employed narrative devices that not only mirror social hierarchies but also enable their reversal.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Brüder Grimm Märchen Nahrung in Märchen Nahrungssymbolik
Autor*innen
Victoria Wald
Haupttitel (Deutsch)
Die narrative Funktion der Nahrung als Mittel der Machtausübung in den Märchen der Brüder Grimm
Paralleltitel (Englisch)
The narrative function of food as a medium of power in the fairy tales of the Brothers Grimm
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
84 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Pia Janke
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe. literarische Motive. literarische Themen
AC Nummer
AC17764291
Utheses ID
78590
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 513 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1