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Monsoon mobilities
moving beyond the binary of migration and "trapped populations" in a vulnerable mountain community in Nepal
Robin Gabriëlle Renate Abbing
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geography: Global Change and Sustainability
Betreuer*in
Harald Sterly
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80006
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22238.20510.304928-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Beschleunigtes Gletscherschmelzen und zunehmende klimatische Extreme verändern Gebirgsräume und erhöhen die Gefährdung durch Naturgefahren wie Gletscherseeausbrüche, Murgänge und Erdrutsche. Im Hindukusch-Himalaya, wo Gemeinschaften häufig in Landschaften mit Mehrfachgefahren leben, verschärfen diese Umweltveränderungen die Unsicherheiten der Lebensgrundlagen und stellen die lokalen Anpassungskapazitäten vor große Herausforderungen. Diese Studie untersucht menschliche Mobilität und Immobilität als Reaktionen auf solche Klimarisiken– ein Themenfeld, das in den letzten zehn Jahren zunehmende Aufmerksamkeit erfahren hat, jedoch häufig noch als binäre Kategorie verstanden wird. Auf Grundlage qualitativer Feldforschung im Bhote-Koshi-Tal in Nepal zeigen wir, dass dieses binäre Verständnis komplexere und differenziertere Formen menschlicher (Im-)Mobilität in Hochrisikoumgebungen verdeckt. Stattdessen zeigen wir, dass (Im-)Mobilitäten räumlich und zeitlich unterschiedlich ausgeprägt, eng miteinander verflochten und ungleich über soziale Gruppen verteilt sind. Ein zentrales Ergebnis dieser Studie ist das Phänomen der „Monsun-Mobilitäten” (monsoon mobilities): eine zirkuläre, jährliche und kurz- bis mitteldistante Bewegung von Menschen in Erwartung monsundbedingter Risiken. Diese Mobilitäten finden in einem Kontext fragiler Straßeninfrastruktur statt, in dem Bewohner:innen Gefahr laufen, zeitweise eingeschlossen zu werden. Gleichzeitig sind sie auf die Bewegung von Waren und Menschen (z. B. Handel und Tourismus) für ihre Lebensgrundlagen angewiesen. Dies verdeutlicht, dass Monsun-Mobilitäten nicht nur eine unmittelbare Sicherheitsreaktion darstellen, sondern auch eine Strategie der Existenzsicherung– deren Zugang jedoch innerhalb der Gemeinschaft ungleich verteilt ist. Indem die Studie aufzeigt, wie saisonale Risiken, fragile Infrastrukturen, mobilitätsabhängige Lebensgrundlagen und soziale Ungleichheit differenzierte Mobilitätsmuster gemeinsam hervorbringen, leistet sie einen Beitrag zu einem nuancierten Verständnis klimabedingter (Im-)Mobilität in Gebirgskontexten: ein entscheidender Schritt, um die spezifischen Mobilitätsbedürfnisse gefährdeter Gemeinschaften gezielt anzugehen. 
Abstract
(Englisch)
Accelerating glacier melt and increasing climatic extremes are transforming mountain environments, heightening exposure to hazards such as glacial lake outburst floods, debris flows, and landslides. In the Hindu Kush Himalaya, where communities often inhabit multi-hazard landscapes, these environmental changes intensify livelihood insecurities and challenge local adaptive capacities. This study focuses on human mobility and immobility in response to such climate risks, which have received increasing attention in the last decade, but are still often framed as a binary. Drawing on qualitative fieldwork in Nepal’s Bhote Koshi Valley, we show that this framing obscures more intricate and differentiated ways human im/mobility is shaped by high-risk environments. Instead, we demonstrate that im/mobilities are spatio-temporally differentiated, deeply entangled and unequally distributed across social groups. A key finding of this study is the phenomenon of ‘monsoon mobilities’: a circular, annual and short- to medium-distance movement of people in anticipation of monsoon-induced risks. These mobilities take place in a context of fragile road infrastructure, where residents are at risk of temporary entrapment. At the same time, they depend on the movement of goods and people (e.g. trade and tourism) for their livelihoods, illustrating that monsoon mobilities function not only as an immediate safety response but also as a livelihood adaptation strategy– unequally accessible within the community. By showing how seasonal risks, fragile infrastructure, mobility-dependent livelihoods and social inequality co-produce differentiated mobility patterns, this study advances a nuanced understanding of climate-related im/mobility in mountain contexts, crucial to addressing specific mobility needs of risk-exposed communities.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Klimamigration Naturgefahren Immobilität Nepal
Schlagwörter
(Englisch)
climate mobilities natural hazards immobility trapped populations mountain areas Nepal
Autor*innen
Robin Gabriëlle Renate Abbing
Haupttitel (Englisch)
Monsoon mobilities
Hauptuntertitel (Englisch)
moving beyond the binary of migration and "trapped populations" in a vulnerable mountain community in Nepal
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
82 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Harald Sterly
Klassifikationen
74 Geographie > 74.09 Sozialgeographie ,
74 Geographie > 74.21 Asien ,
74 Geographie > 74.29 Geographie, Anthropogeographie. Sonstiges
AC Nummer
AC17747565
Utheses ID
78612
Studienkennzahl
UA | 066 | 855 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1