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Warum Parteien die Selektion politischen Spitzenpersonals (nicht) demokratisieren
eine österreichische Fallstudie
Markus Pollak
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Laurenz Ennser-Jedenastik
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80206
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22247.15251.607562-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht, warum manche politische Parteien Reformen zur Demokratisierung der Auswahl ihres Spitzenpersonals einführen und warum sich andere dagegen entscheiden. Anhand dreier prägnanter Episoden der jüngeren österreichischen Parteiengeschichte – den offenen Vorwahlen der ÖVP (1994), der Debatte um eine Urwahl bei den Grünen (2021) und der SPÖ-Mitgliederbefragung (2023) – zeigt diese Untersuchung, wie unterschiedliche politische Konstellationen und Entscheidungslogiken zu gegensätzlichen Entscheidungen über die Öffnung innerparteilicher Verfahren führen können. Auf Grundlage von 16 semi-strukturierten Interviews und weiteren Primärquellen rekonstruiert die Studie die politischen Logiken, die diesen Prozessen zugrunde liegen, und vergleicht und verknüpft machtstrategische, institutionelle und kontextuelle Erklärungsansätze zu einem integrierten Verständnis innerparteilicher Demokratisierung. Die Ergebnisse zeigen, dass innerparteiliche Demokratisierungsdebatten kein linearer Weg zu größerer Inklusivität sind, sondern Prozesse, die von situativen Kalkülen und Legitimitätsansprüchen geprägt sind. Dabei fungiert Demokratisierung oft weniger als Ausdruck normativer Überzeugungen, sondern als Mittel zur Sicherung interner Macht und öffentlicher Glaubwürdigkeit. Die Analyse verdeutlicht, dass sich die Dynamik innerparteilicher Demokratisierung nur im Zusammenspiel von endogenen und exogenen Faktoren, sowie akteurszentrierten sowie strukturellen Erklärungen begreifen lässt
Abstract
(Englisch)
This article examines why political parties choose to democratize - or refrain from democratizing - the selection of their top leadership. Drawing on three pivotal episodes in recent Austrian party politics - the Austrian People’s Party’s open primaries in 1994, the Greens’ 2021 debate over a member’s vote to select a party leader, and the Social Democratic Party’s 2023 member survey - it shows how varying political constellations and political logics lead to contrasting decisions on opening or maintaining control over internal selection processes. Based on sixteen semi-structured elite interviews and additional primary sources, the study reconstructs the political logics that underpin these choices and integrates strategic, institutional, and contextual explanations into a unified analytical framework. The findings reveal that intra-party democratization is not a linear progression toward inclusiveness, but a reversible process shaped by situational calculations, legitimacy claims, and electoral considerations. Rather than reflecting genuine normative beliefs, democratic reforms often serve as instruments to reinforce internal power and external credibility. The analysis shows that the dynamics of internal party democratization can only be understood in terms of the interplay between endogenous and exogenous factors, as well as actor-centered and structural explanations.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
innerparteiliche Demokratisierung Vorwahlen Mitgliederbefragung Urwahl Österreich Parteien SPÖ Grüne ÖVP Parteiführung Kandidaten Selektorat politisches Spitzenpersonal
Schlagwörter
(Englisch)
intra-party democracy candidate selection party leadership Austria party change Selectorate primaries
Autor*innen
Markus Pollak
Haupttitel (Deutsch)
Warum Parteien die Selektion politischen Spitzenpersonals (nicht) demokratisieren
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine österreichische Fallstudie
Paralleltitel (Englisch)
Why parties (do not) democratize the selection of political leaders
Paralleluntertitel (Englisch)
an Austrian case study
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
53 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Laurenz Ennser-Jedenastik
Klassifikationen
89 Politologie > 89.35 Demokratie ,
89 Politologie > 89.52 Politische Psychologie. Politische Soziologie ,
89 Politologie > 89.61 Politische Parteien
AC Nummer
AC17768835
Utheses ID
78618
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1