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"Was mich intellektuell provoziert oder zum Nachdenken bringt"
eine qualitative Untersuchung epistemischer Emotionen im Sigmund Freud Museum in Wien
Mara Kohn
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Thomas Götz
DOI
10.25365/thesis.80015
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23309.12711.331956-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende qualitativ ausgerichtete Masterarbeit untersucht, aufbauend auf einer quantitativen Vorstudie, inwiefern Emotionen als integraler Bestandteil von Bildungsprozessen im Sigmund Freud Museum in Wien erlebt werden. Evolutionär steuern Emotionen seit jeher die menschliche Lebensführung. Aus dem Lern- und Leistungsbereich heraus etablierte sich die Kontroll-Wert-Theorie nach Pekrun als Erklärungsansatz für die Ursachen emotionalen Erlebens. In ihrer zeitgenössischen Auffassung gelten Museen als Räume gesellschaftlicher Teilhabe und können zugleich als Lernumgebungen verstanden werden. Daraus ergaben sich die Forschungsfragen, welche Emotionen Besucher:innen des Sigmund Freud Museums erleben, auf welche Ursachen sie sich zurückführen lassen und welche Wirkungen sie entfalten. Zudem wurde geprüft, inwiefern die Kontroll-Wert-Theorie als theoretisches Bezugsmodell zur Ursachenzuschreibung emotionaler Prozesse herangezogen werden kann und ob sich weitere bedingende Aspekte identifizieren ließen. Der Fokus lag auf den epistemischen Emotionen Neugier, Überraschung und Verwirrung. Zur Beantwortung dieser Fragen wurden mit 20 Besucher:innen (M = 34, SD = 14.19) halbstrukturierte Interviews geführt. Neugier förderte die Imagination von Vergangenheit und gründete im Empfinden von Authentizität. Verwirrung führte kurzfristig zu Kontrollverlusten, blieb jedoch ohne vermeidendes Verhalten. Sie zeigte sich sowohl räumlich-physisch als auch kognitiv-inhaltlich und mündete in eine Kontextualisierung der Inhalte. Überraschung initiierte eine explorative Erweiterung des Erkenntnishorizonts und wirkte vermittelnd, indem sie Emotionen wie Neugier und Interesse auslöste. Besondere Bedeutung erhielt das museal erzeugte Nahverhältnis zu Freuds Leben und Schaffen. Ergänzend traten soziale und existenzielle Emotionen hervor, die biografische sowie historische Bezüge, insbesondere zur jüdischen Identität Freuds, herstellten. Die Ergebnisse bestätigten die Anwendbarkeit der Kontroll-Wert-Theorie in informellen Lernkontexten und stärkten die Bildungspsychologie in ihrer Third Mission.
Abstract
(Englisch)
This qualitative master's thesis is based on a preceding quantitative study and examines how emotions are experienced as an integral part of educational processes at the Sigmund Freud Museum in Vienna. From an evolutionary perspective, emotions have always guided human behaviour. Pekrun’s control-value theory, originating in the field of learning and achievement, provides an explanatory framework for emotional experience. Contemporary museums are viewed as spaces for social participation and learning. This study investigated which emotions visitors experienced, what caused them, and their effects. The study also examined the extent to which the control-value theory can serve as a framework for explaining emotional processes, and whether additional influencing factors could be identified. The focus was on the epistemic emotions of curiosity, surprise and confusion. To address these issues, 20 semi-structured interviews were conducted with visitors (M = 34, D = 14.19). Fostered by curiosity, the imagination of the past was grounded in authenticity. Confusion led to temporary feelings of losing control, but did not result in avoidance behaviour. Confusion manifested both spatially and cognitively, ultimately leading to contextual understanding. Surprise initiated an exploratory expansion of insight, acting as a mediator by triggering curiosity and interest. Particular significance was attributed to the sense of closeness to Freud’s life and work induced by the museum. Furthermore, social and existential emotions emerged, connecting biographical and historical aspects, particularly Freud’s Jewish identity. The results confirmed the applicability of the control-value theory in informal learning contexts, reinforcing educational psychology’s Third Mission.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kontroll-Wert-Theorie Epistemische Emotionen Museumsforschung informelles Lernen Third Mission Sigmund Freud Museum
Schlagwörter
(Englisch)
control-value theory epistemic emotions museum research informal learning Third Mission Sigmund Freud Museum
Autor*innen
Mara Kohn
Haupttitel (Deutsch)
"Was mich intellektuell provoziert oder zum Nachdenken bringt"
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Untersuchung epistemischer Emotionen im Sigmund Freud Museum in Wien
Paralleltitel (Englisch)
Was mich intellektuell provoziert oder zum Nachdenken bringt
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative study of epistemic emotions in the Sigmund Freud Museum in Vienna
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
92 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Götz
Klassifikation
77 Psychologie > 77.46 Emotion
AC Nummer
AC17747786
Utheses ID
78624
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
