Detailansicht
Shaping global production networks through stakeholder narratives
deep sea mining in pacific island nations
Nicole Belle Weinkauf
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geography: Global Change and Sustainability
Betreuer*in
Erika Faigen
DOI
10.25365/thesis.80195
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28421.15310.797972-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht, wie die Narrative der Stakeholder rund um den Tiefseebergbau (DSM) die Entstehung, Stabilität und Umstrukturierung globaler Produktionsnetzwerke für kritische Mineralien beeinflussen. Auf Grundlage des GPN 2.0-Rahmen von Coe & Yeung (2015) analysiert die Studie, wie Narrative mit unterschiedlichen Dynamiken, Risikowahrnehmungen und Formen strategischer Kopplung interagieren und so die umstrittene Entstehung des DSM beeinflussen. Die Forschung stützt sich auf einen multimethodischen Ansatz, der Literatur- und Politikrecherchen, halbstrukturierte Interviews und Fallstudien zu Papua-Neuguinea und Nauru umfasst, wobei der Schwerpunkt jeweils auf den Unternehmen Nautilus Minerals und The Metals Company liegt. Die Analyse identifizierte vier narrative Positionen: DSM als dem terrestrischen Bergbau überlegen, DSM als eine nicht nachhaltige Ressourcengrenze (frontier), pragmatische Ansichten, die es als ein Element diversifizierter Versorgungsstrategien betrachten, und indigene Perspektiven, die Souveränität und Gerechtigkeit betonen. Diese Narrative legitimieren Strategien und prägen die Risikowahrnehmung, aber sie offenbaren auch die strukturellen Schwächen von DSM-Unternehmen als spezialisierte Zulieferer, denen die Macht führender Unternehmen fehlt. Die Fallstudien zeigen gegensätzliche Ergebnisse. Nautilus Minerals in Papua-Neuguinea brach nach dem Rückzug der Investoren zusammen und zeigte, wie Desinvestitionen Netzwerkverbindungen zerstören und den Sponsorstaaten langfristige Verbindlichkeiten auferlegen können. Im Gegensatz dazu hat The Metals Company in Nauru durch narrative Rahmenbedingungen und regulatorische Verhandlungen seine Dynamik aufrechterhalten, ist jedoch weiterhin ähnlichen finanziellen, politischen und Reputationsrisiken ausgesetzt. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass DSM den terrestrischen Bergbau wahrscheinlich nicht ersetzen wird, sondern sich als zusätzliche Rohstoffgewinnungsfront entwickeln könnte, die die Netzwerkabhängigkeiten neu konfiguriert. Während Narrative den Zugang zu globalen Produktionsnetzwerken öffnen oder einschränken, begrenzen strukturelle Asymmetrien in Bezug auf Kapital, Macht und Legitimität weiterhin die Entwicklungsvorteile für kleine Inselstaaten.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates how stakeholder narratives surrounding deep sea mining (DSM) shape the formation, stability, and restructuring of global production networks in critical minerals. Drawing on Coe & Yeung’s (2015) GPN 2.0 framework, the study analyzes how narratives interact with dynamic drivers, risk perceptions, and modes of strategic coupling to influence DSM’s contested emergence. The research draws on a multi-method approach, including literature and policy review, semi-structured interviews, and case studies of Papua New Guinea and Nauru, focusing on the firms Nautilus Minerals and The Metals Company, respectively. The analysis identified four narrative positions: DSM as superior to terrestrial mining, DSM as an unsustainable new frontier, pragmatic views that frame it as one element in diversified supply strategies, and indigenous perspectives emphasizing sovereignty and justice. These narratives legitimize strategies and shape risk perceptions, but they also reveal the structural vulnerabilities of DSM firms as specialized suppliers lacking the power of lead firms. The cases highlight contrasting outcomes. Nautilus Minerals in Papua New Guinea collapsed after investor withdrawal, showing how divestment can rupture network linkages and impose long-term liabilities on sponsor states. By contrast, The Metals Company in Nauru has sustained momentum through narrative framing and regulatory bargaining, yet remains exposed to similar financial, political, and reputational risks. Overall, the findings suggest that DSM is unlikely to replace terrestrial mining, but may emerge as an additional extractive frontier that reconfigures network dependences. While narratives open or constrain entry points into global production networks, structural asymmetries in capital, power, and legitimacy continue to limit development benefits for small island states.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
strategische Kopplung Nauru Papua-Neuguinea Globale Produktionsnetzwerke (GPN) Tiefseebergbau (DSM) kritische Mineralien Wertabschöpfung Pazifische Inselstaaten
Schlagwörter
(Englisch)
strategic coupling Nauru Papua New Guinea Global Production Networks (GPN) Deep Sea Mining (DSM) Critical Minerals Value Capture Pacific Island Nations
Autor*innen
Nicole Belle Weinkauf
Haupttitel (Englisch)
Shaping global production networks through stakeholder narratives
Hauptuntertitel (Englisch)
deep sea mining in pacific island nations
Paralleltitel (Deutsch)
Gestaltung globaler Produktionsnetzwerke durch Stakeholder-Narrative
Paralleluntertitel (Deutsch)
Tiefseebergbau in pazifischen Inselstaaten
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
vii, 86 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Erika Faigen
Klassifikation
74 Geographie > 74.08 Wirtschaftsgeographie
AC Nummer
AC17768369
Utheses ID
78676
Studienkennzahl
UA | 066 | 855 | |
