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Environmental conservation in Northern Tanzania
a historical analysis of its impact on Maasai communities
Aurora Bocchi
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Globalgeschichte und Global Studies
Betreuer*in
Chenai Murata
DOI
10.25365/thesis.80011
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28421.25833.707286-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht die Geschichte und die Transformation von Naturschutzpraktiken im Norden Tansanias, mit einem besonderen Fokus auf das Tarangire-Manyara-Ökosystem. Durch die Nachzeichnung der Entwicklungen von der Kolonialzeit über die postkoloniale Ära bis in die Gegenwart wird aufgezeigt, wie der Naturschutz immer von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen geprägt war, weit über den reinen Schutz der Umwelt hinaus. Sowohl koloniale als auch postkoloniale Politiken marginalisierten häufig die Maasai, was zu Vertreibungen, Einschränkungen der Landnutzung und zur Unterbrechung pastoraler Lebensweisen führte. Obwohl der Aufstieg gemeindebasierter Naturschutzinitiativen in den 1980er Jahren neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit eröffnete, blieben die institutionellen Rahmenbedingungen begrenzt, und eine direkte Anerkennung der Rechte der Maasai war selten. Zur Ergänzung der historischen Analyse beinhaltet die Arbeit qualitative Interviews mit Vertreter*innen einer NGO, die im Untersuchungsgebiet tätig ist, sowie mit einem Mitglied der Maasai-Gemeinschaft, das innerhalb der Organisation arbeitet. Diese Perspektiven verdeutlichen sowohl die Herausforderungen als auch das Potenzial aktueller Naturschutzmodelle. Obwohl weiterhin Probleme wie Sprachbarrieren und unterschiedliche Erwartungen bestehen, zeigen die Interviews, dass Dialog, Kommunikation und gegenseitiges Verständnis entscheidend sind, um gerechtere und nachhaltigere Formen des Naturschutzes zu entwickeln. Die Ergebnisse legen nahe, dass Naturschutz in Tansania nicht ausschließlich als ökologisches Projekt verstanden werden kann, sondern vielmehr als ein komplexer Prozess, der durch die Beziehungen zwischen Staat, NGOs und lokalen Gemeinschaften geprägt ist. Diese Arbeit leistet einen Beitrag zur wachsenden Forschung über die Geschichte des Naturschutzes in Afrika, indem sie historische Analysen mit gegenwärtigen Perspektiven verbindet und die zentrale Rolle der Gemeinschaften bei der Gestaltung inklusiverer Naturschutzmodelle betont.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines the history and transformation of conservation practices in northern Tanzania, with a particular focus on the Tarangire-Manyara Ecosystem. By tracing developments from the colonial period through the postcolonial era to contemporary times, it highlights how conservation has consistently been shaped by political, economic, and social interests beyond the sole protection of the environment. Colonial and postcolonial policies alike often marginalized the Maasai, leading to displacement, restrictions on land use, and the disruption of pastoralist livelihoods. Although the rise of community-based conservation in the 1980s opened new opportunities for collaboration, the institutional frameworks remained limited, and direct recognition of Maasai rights was rare. To complement the historical analysis, the thesis incorporates qualitative interviews with a representative of an NGO working in the study area and a Maasai community member working within the association. These perspectives illustrate both the challenges and the potential of current conservation models. While issues such as language barriers and differing expectations persist, the interviews reveal that dialogue, communication, and mutual understanding are essential for building more equitable and sustainable conservation practices. The findings suggest that conservation in Tanzania cannot be understood only as an environmental project, but rather as a complex process shaped by the relationship between the state, NGOs, and local communities. This thesis contributes to the growing scholarship on environmental conservation history in Africa by bridging historical analysis with contemporary perspectives and by emphasizing the centrality of community voices in shaping more inclusive conservation models.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Naturschutzpolitik Indigenes Wissen Maasai Gemeinschaften Postkolonialismus Politische Ökologie
Schlagwörter
(Englisch)
Maasai livelihoods Indigenous knowledge Environmental conservation Postcolonialism Political ecology
Autor*innen
Aurora Bocchi
Haupttitel (Englisch)
Environmental conservation in Northern Tanzania
Hauptuntertitel (Englisch)
a historical analysis of its impact on Maasai communities
Paralleltitel (Deutsch)
Umweltschutz in Nordtansania
Paralleluntertitel (Deutsch)
eine historische Analyse seiner Auswirkungen auf die Massai-Gemeinschaften
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
104 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Chenai Murata
Klassifikation
15 Geschichte > 15.92 Afrika südlich der Sahara
AC Nummer
AC17747713
Utheses ID
78681
Studienkennzahl
UA | 066 | 805 | |
