Detailansicht
Im Kampf um eine gesellschaftliche Identität
die Erinnerung an das Rohrbombenattentat von Oberwart 1995 in der österreichischen Medienlandschaft zwischen 2000 und 2020
Sebastian Sauer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Interdisziplinäres Masterstudium Zeitgeschichte und Medien
Betreuer*in
Marko Demantowsky
DOI
10.25365/thesis.80378
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28439.13149.175211-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Rohrbombenanschlag von Oberwart 1995 stellt eine Zäsur für die österreichischen Roma und Österreich im Gesamten dar. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Anschlag zwischen 2000 und 2020 in der österreichischen Medienlandschaft erinnert wurde. Hierzu werden die vier Printmedien Kronen Zeitung, Kurier, Der Standard und Die Presse untersucht. Audiovisuelle Medien finden durch Einbindung des ORFs in die Untersuchung Berücksichtigung. Basierend auf der Nachrichtenwerttheorie untersucht eine erste quantitative Analyse welcher Stellenwert der Anschlagerinnerung über die Jahre von der österreichischen Presse zugewiesen wurde. Die anschließende qualitative Analyse versucht, durch die Einordnung in ein Kategoriensystem, dominante Inhalte der Berichterstattung und mögliche Entwicklungen zu identifizieren. Anschließend werden aus der Berichterstattung herausstechende Thematiken und Artikel, die durch besonders hohes Maß von gesellschaftlichem Interesse geprägt sind, näher diskutiert. Durch dieses Vorgehen sol die Anschlagserinnerung im Kulturellen Gedächtnis verortet werden und ihre Rolle in der Konstruktion einer österreichischen Identität beurteilt werden können. Dieser zweite Teil basiert auf den Theorien Jan und Aleida Assmanns, sowie Marko Demantowskys Ausführungen zur Jubiläumitis. Insgesamt durch die Analyse der Berichterstattung klar, dass die Anschlagserinnerung Eingang ins Kulturelle Gedächtnis Österreichs findet. Die Berichterstattung bestärkt vor allem die Rolle der Anschlagserinnerung als Symbol für die österreichische Ablehnung von Rassismus und Antiziganismus. Die Berichterstattung nimmt somit Teil am Kampf um die österreichische Identität.
Abstract
(Englisch)
The pipe bomb attack in Oberwart in 1995 marks a turning point for the Austrian Roma and for Austria as a whole. This paper examines how the attack has been remembered in the Austrian media landscape between 2000 and 2020. The four print media outlets Kronen Zeitung, Kurier, Der Standard, and Die Presse are analysed for this purpose. Audiovisual media are considered through the inclusion of the Asutrian Public Broadcasting Company ORF in the investigation. Based on the theory of news values, an initial quantitative analysis explores the significance attributed to the memory of the attack by the Austrian press over the years. The subsequent qualitative analysis seeks to identify dominant themes in the reporting and possible developments by categorizing the content. Key issues and articles that have attracted particular societal attention are then discussed in more detail. Through this approach, the memory of the attack is located within the cultural memory, and its role in the construction of Austrian identity can be assessed. This second part is based on the theories of Jan and Aleida Assmann, as well as Marko Demantowsky's discussions on anniversaryitis. Overall, the analysis of the coverage clearly shows that the memory of the attack has entered Austria's cultural memory. The reporting particularly reinforces the role of the attack's memory as a symbol of Austria's rejection of racism and antiziganism. In this way, the media contribute to the ongoing struggle over the construction of Austrian identity.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Medienanalyse Rohrbombenattentat Oberwart 1995 Kulturelles Gedächtnis Identitätskonstruktion österreichische Identität
Autor*innen
Sebastian Sauer
Haupttitel (Deutsch)
Im Kampf um eine gesellschaftliche Identität
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Erinnerung an das Rohrbombenattentat von Oberwart 1995 in der österreichischen Medienlandschaft zwischen 2000 und 2020
Paralleltitel (Englisch)
In the struggle for a social identity
Paralleluntertitel (Englisch)
the memory of the pipe bomb attack in Oberwart 1995 in the Austrian media landscape between 2000 and 2020
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
154 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marko Demantowsky
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz. Österreich-Ungarn. Österreich
AC Nummer
AC17782430
Utheses ID
78686
Studienkennzahl
UA | 066 | 665 | |
