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Auswertung qualitativer Interviews
welche Faktoren beeinflussen das Zurechtkommen von Schüler*innen im Distance Learning
Christina Kramarsch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Marko Lüftenegger
DOI
10.25365/thesis.80035
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29177.23735.616170-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im März 2020 kam es im Zuge der COVID-19 Pandemie durch zeitlich begrenzte Schulschließungen zu einer plötzlichen Umstellung auf Distance Learning. Im Rahmen dieser Studie werden anhand von 22 qualitativ-explorativ geführten Interviews von Sekundarschüler*innen an Wiener Schulen die zugehörigen Entwicklungsprozesse untersucht und die Faktoren herausgearbeitet, die dazu geführt haben können, dass manche Schüler*innen überraschend gut oder überraschend schlecht mit der neuen Situation zurechtkamen. Dazu wurden die Interviews transkribiert und nach der qualitativen Inhaltsanalyse sowohl inhaltlich strukturierend als auch evaluativ nach Kuckartz (2018) ausgewertet. Um den Entwicklungsprozess und die Einflussfaktoren zu untersuchen, wurden im Kategoriensystem die Bestandteile des ökosystemischen Modells nach Urie Bronfenbrenner (1979), die Komponenten des Selbstregulierten Lernens (SRL) nach Schmitz (2001) und die Reflexionsfähigkeit (Jahncke, 2019) erfasst. Beim Vergleich der Schüler*innen, die überraschend gut und überraschend schlecht zurechtgekommen sind, zeigten sich bei folgenden Faktoren deutliche Unterschiede: in den Kontextkomponenten des Ökosystems, vor allem in den Beziehungen des Mikrosystems Familie, im technischen Setting, den Aktivitäten und den Beziehungen zu den Lehrer*innen im Mikrosystem Distance Learning, und in der Verbindung zwischen diesen beiden Mikrosystemen. Beim SRL wurden vor allem in der aktionalen Phase Unterschiede in der Aufrechterhaltung einer Lern- und Tagesstruktur, der zeitnahen Unterstützung, den günstigen Lernstrategien und der Volition sichtbar. Auch in der Reflexionsfähigkeit unterschieden sich, bei Berücksichtigung der Altersabhängigkeit, die beiden Gruppen. Aus den Ergebnissen konnten Empfehlungen für die Unterstützung von Schüler*innen bei herausfordernden Übergängen abgeleitet werden.
Abstract
(Englisch)
In March 2020, the COVID-19 pandemic led to a sudden switch to distance learning due to temporary school closures. This study uses 22 qualitative-explorative interviews with secondary school students at Viennese schools to examine the associated developmental processes and to identify the factors that may have led to some students coping surprisingly well or surprisingly poorly with the new situation. To this end, the interviews were transcribed and analyzed using qualitative content analysis, both in terms of content structuring and evaluation according to Kuckartz (2018). In order to examine the developmental processes and the influencing factors, the components of the ecosystemic model according to Urie Bronfenbrenner (1979), the components of self-regulated learning according to Schmitz (2001) and the ability to reflect (Jahncke, 2019) were integrated in the category system. When comparing the students who did surprisingly well and surprisingly poorly, there were clear differences in the following factors: in the context components of the ecosystem, especially in the relationships of the microsystem family, in the technical setting, the activities and the relationships with the teachers in the microsystem distance learning, and in the connection between these two microsystems. In the case of self-regulated learning, differences in maintaining a learning and daily structure, prompt support, favorable learning strategies and volition were particularly evident in the actional phase. The two groups also differed in their ability to reflect, taking age dependency into account. Recommendations for supporting pupils during challenging transitions were derived from the results.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
COVID-19 Distance Learning ökosystemisches Modell Selbstreguliertes Lernen SRL Reflexionsfähigkeit
Autor*innen
Christina Kramarsch
Haupttitel (Deutsch)
Auswertung qualitativer Interviews
Hauptuntertitel (Deutsch)
welche Faktoren beeinflussen das Zurechtkommen von Schüler*innen im Distance Learning
Paralleltitel (Englisch)
Analysis of qualitative interviews
Paralleluntertitel (Englisch)
which factors influence students' coping with distance learning
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
289 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marko Lüftenegger
Klassifikation
77 Psychologie > 77.34 Lernpsychologie
AC Nummer
AC17751031
Utheses ID
78704
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
