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Feminismus im digitalen Mediendiskurs
eine Analyse der Darstellung in österreichischen Boulevard- und Qualitätsmedien sowie ihrer Rezeption in Social-Media-Kommentaren
Sophia Neumann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Julia Wippersberg
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80199
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31049.19945.232223-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung feministischer Themen in österreichi-schen Tageszeitungen sowie die Kritik der Nutzer:innen in den Kommentarspalten auf der Social Media Plattform Instagram. Ziel war es, die Art der Berichterstattung sowie die Dynamiken öffentlicher Auseinandersetzungen mit Feminismus im digitalen Raum zu analysieren. Theoretisch stützt sich die Arbeit auf die feministische Theorie, den symboli-schen Interaktionismus, die Theorie der optimalen Unterscheidbarkeit sowie den Online-Disinhibition-Effekt, wodurch ein mehrdimensionaler Zugang geschaffen wird. Empirisch wurden 820 Instagram-Beiträge von österreichischen Nachrichtenmedien sowie die dazugehörigen kritischen Kommentare in einer quantitativ-qualitativen Inhaltsanalyse untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass feministische Inhalte in Boulevardmedien nur einen geringen Anteil der Gesamtberichterstattung ausmachen, während Qualitätsmedien eine stärkere Präsenz aufweisen und bekannte Persönlichkeiten häufiger strategisch in die Berichterstattung einbinden. In den Kommentaren treten dabei deutliche Polarisierungen auf. Am häufigsten werden die Themen Gewalt gegen Frauen und Körper & Sexualität kritisiert. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass feministische Themen im digitalen Mediendiskurs einerseits zwar Sichtbarkeit und gesellschaftliche Relevanz gewinnen, andererseits jedoch auch verstärkt Angriffe und Widerstand hervorrufen. Die vorliegende Arbeit leistet also einen Beitrag zum Verständnis, wie mediale Berichterstattung und digitale Interaktionen zu gesellschaftlichen Diskursen über die Gleichstellung der Geschlechter beitragen. Für zukünftige Forschungen bleibt insbesondere die Frage offen, wie Algorithmen, Moderationsstrategien und die mediale Inszenierung die Qualität und Richtung der Diskussion in den Kommentarspalten beeinflussen können.
Abstract
(Englisch)
This paper examines the representation of feminist issues in Austrian daily newspapers and the criticism of users in the comments sections on the social media platform Instagram. The aim was to analyse the nature of reporting and the dynamics of public debates on feminism in the digital space. Theoretically, the study draws on feminist theory, symbolic interactionism, the theory of optimal distinctiveness and the online disinhibition effect, creating a multidimensional approach. Empirically, 820 Instagram posts by Austrian news media and the associated critical comments were examined in a quantitative-qualitative content analysis. The results show that feminist content in tabloid media accounts for only a small proportion of over-all reporting, while quality media have a stronger presence and frequently incorporate well-known personalities into their reporting in a strategic manner. The comments reveal clear polarisation. The topics of violence against women and body & sexuality are most frequently criticised. The results illustrate that, on the one hand, feminist topics are gaining visibility and social relevance in digital media discourse, but on the other hand, they are also provoking increased attacks and resistance. This study therefore contributes to our understanding of how media reporting and digital interactions contribute to social discourse on gender equality. For future research, the question remains open as to how algorithms, moderation strategies and media staging can influence the quality and direction of the discussion in the comment sections.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Feminismus Kritik Soziale Medien Kommentare Boulevardmedien Qualitätsmedien Österreich
Autor*innen
Sophia Neumann
Haupttitel (Deutsch)
Feminismus im digitalen Mediendiskurs
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse der Darstellung in österreichischen Boulevard- und Qualitätsmedien sowie ihrer Rezeption in Social-Media-Kommentaren
Paralleltitel (Englisch)
Feminism in digital media discourse
Paralleluntertitel (Englisch)
an analysis of its portrayal in Austrian tabloid and quality media and its reception in social media comments
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
VII, 122 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Julia Wippersberg
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.39 Massenkommunikation, Massenmedien. Sonstiges
AC Nummer
AC17768569
Utheses ID
78729
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
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