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Beavers over concrete
creating space for non-human others on a damaged planet
Lukas Tobias Knoflach
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Franziska Müller
DOI
10.25365/thesis.80032
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13858.30444.816099-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Lieber Biber als Beton! Der Titel dieser Masterarbeit ist ein Aufruf für den Naturschutz im 21. Jahrhundert. Traditionelle Formen des Naturschutzes können nicht ausreichend Platz für Biber schaffen, denn es fehlt an finanziellen und politischen Hebeln. Als Resultat sind Biber-Manager größtenteils auf die Rolle einer Feuerwehr beschränkt. Biber und ihre Manager finden sich in einem undankbaren Zwischenfeld wieder was ihre akzeptanz prekär macht. Kurz,- und mittelfristig ist ein gut finanziertes und kompetentes Bibermanagement essentiel. Da die meisten Konflikte mit Biber in beschädigten Feuchtgebieten entstehen, ist eine langfristige Lösung der Biberkonflikte eng mit der europäischen Feuchtgebietskrise verbandelt. Meine Untersuchung zur Landschaftsgeschichte in Mitteleuropa hat gezeigt, dass das zemntene Flussregime als politisch-ökonomische Macht, mit dem Technozentrismus als ideologische Stütze, im Konflikt zum Naturschutz und Bibern steht. Durch die Annahme der Perspectiva Castoris wird es möglich Biber als utopische welt-schaffende zu begreifen, deren Porjekte sich signifikant mit den Plänen der ökologischen Klasse für einen bewohnbaren Planeten decken. Ich argumentiere, dass Biber, Biber-Manager und die Umweltbewegung als ganzes, sich miteinander verbünden müssen um dem sechsten Massensterben entgegentreten zu können. In der Formierung eines politischen Subjekts, namentlich der ökologischen Klasse nach Latour und Schultz, muss also der Technozentrismus als senso commune überwunden werden. Basierend auf Expert*inneninterviews, Teilnehmender Beobachtung, anthropologischer und ökologischer Literatur; biete ich einen Rahmen für Naturschutztheorie an, die modernistische Dualismen hinter sich lässt. Somit soll Naturschutz gegenüber den oft marginalisierten Sozialwissenschaften geöffnet werden. Dadurch trägt meine Forschung zu Debatten um das Anthropozän, Rewilding, Natur-basierten Lösungen, transdisziplinärem Naturschutz und dem Neuen Materialismus; bei.
Abstract
(Englisch)
Beavers over concrete! The title of this thesis is also a rallying cry for conservation in the 21st Century. Mainstream conservation cannot create the necessary space for beavers at scale, as it lacks the financial and political muscle. Consequently, beaver-managers are largely confined to firefighting, trapping beavers and managers in an undesirable middle ground, rendering stakeholder perception of beavers precarious. Well funded and competent beaver management is essential on a short and mid-term basis. However, as conflicts with beavers for the most part emerge in damaged wetlands, a long-term solution to beaver conflicts is tied to central Europe’s wetland crisis. My study of central Europe’s landscape history reveals the concrete riparian regime, with technocentrism as its ideological corollary as a political and economic force in conflict with conservation and beavers. Through adopting the castorian perspective it becomes possible to view beavers as utopian world-makers whose projects significantly overlap with the designs for a livable planet of the ecological class. I argue that beavers, beaver managers and the environmental movement at large, in order to stem the rising tide of extinction, must form an alliance and supersede the common sense of technocentrism, in what Latour and Schultz have called the formation of the ecological class as a political subject. Based on expert interviews, participant observation, new materialist theory and the consultation of historical, anthropological and ecological literature; I offer a framework for conservation thought and action beyond Modernist Dualisms, opening conservation to the often-marginalized social sciences. In doing so, my research contributes to debates on the Anthropocene, rewilding practices, nature-based solutions, and transdisciplinary conservation and New Materialism.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Biber Naturschutz Transdisziplinarität Anthropozän Neue Materialismen Anthropologie Internationale Entwicklung Feuchtgebiete Wasserwirtschaft Landschaftsgeschichte
Schlagwörter
(Englisch)
Beaver Conservation Transdisciplinarity Anthropocene New Materialism Anthropology International Development Wetlands Water management landscape history multispecies
Autor*innen
Lukas Tobias Knoflach
Haupttitel (Englisch)
Beavers over concrete
Hauptuntertitel (Englisch)
creating space for non-human others on a damaged planet
Paralleltitel (Deutsch)
Lieber Biber als Beton
Paralleluntertitel (Deutsch)
Platzmachen für nichtmenschliche andere auf einem verletzten Planeten
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
208 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Franziska Müller
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC17750915
Utheses ID
78763
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
