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Corporate sustainability in the age of platforms
how impact is co-created across ecosystems
Federica Mattiazzi
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Aveed Raha
DOI
10.25365/thesis.80153
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13867.37381.688168-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Digitale Plattformen prägen zunehmend den wirtschaftlichen Austausch, kulturelle Normen und gesellschaftliche Interaktionen und positionieren sich damit als einflussreiche Akteure in globalen Nachhaltigkeitstransitionen. Die bestehende Forschung hat Plattformunternehmen jedoch vorwiegend durch die Linse von Wettbewerb, Innovation und Wertabschöpfung betrachtet, sodass bislang nur begrenzt verstanden wird, wie solche Unternehmen zur Schaffung ökologischer und sozialer Werte beitragen. Diese Arbeit untersucht, wie digitale Unternehmen Nachhaltigkeit in ihre Geschäftsmodelle integrieren und Nachhaltigkeitsergebnisse innerhalb ihrer Ökosysteme orchestrieren. Unter Rückgriff auf die Stakeholder-Theorie und die Legitimations-theorie analysiert die Studie, wie Unternehmen gesellschaftliche Erwartungen verhandeln und Nachhaltigkeit gemeinsam mit voneinander abhängigen Akteuren ko-kreieren. Es wurde ein qualitatives, multiples Fallstudiendesign angewandt, bei dem Nachhaltigkeitsberichte und Unternehmensdokumentationen von vier globalen Plattformunternehmen analysiert wurden, namentlich Meta, PayPal, Zalando und Spotify. Die vergleichende Analyse zeigt, dass Nachhaltigkeit im digitalen Kontext von Geschäftsmodelllogiken und unterschiedlichen Graden der Ökosystemvernetzung abhängt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Unternehmen mit geringer direkter Kontrolle über ihre Ökosystemteilnehmer dazu tendieren, symbolische Governance-Instrumente und Einflussmechanismen zu mobilisieren, um Legitimität zu erlangen. Im Gegensatz dazu integrieren Unternehmen, deren Geschäftsmodelle starke Komplementaritäten oder materielle Auswirkungen aufweisen, Nachhaltigkeit stärker strukturell, indem sie ihre operative Tätigkeit neu konfigurieren, Partneranreize ausrichten und Governance-Mechanismen in die Ökosystemkoordination einbetten. Die Studie leistet drei zentrale Beiträge. Erstens zeigt sie, dass Nachhaltigkeit in digitalen Ökosystemen durch Aushandlungsprozesse mit Partnern, Nutzenden und weiteren Stakeholdern ko-kreiert wird. Zweitens erweitert sie die Legitimations-theorie, indem sie aufzeigt, dass digitale Unternehmen Verantwortung aktiv durch Ökosystem-Governance orchestrieren. Drittens bietet sie praktische Implikationen für Managerinnen und Manager sowie politische Entscheidungsträgerinnen und -träger, wie Nachhaltigkeitsstrategien gestaltet werden können, die Plattformabhängigkeiten und verteilte Verantwortlichkeiten berücksichtigen. Indem die Studie die unterschiedlichen Ansätze digitaler Unternehmen zur Nachhaltigkeit herausarbeitet, trägt sie zum Verständnis bei, wie Verantwortung in der Plattformökonomie umgesetzt wird, und klärt die Bedingungen, unter denen digitale Ökosysteme nachhaltigen Wandel nicht nur signalisieren, sondern tatsächlich ermöglichen können.
Abstract
(Englisch)
Digital platforms are increasingly shaping economic exchange, cultural norms, and societal interactions, positioning them as influential actors in global sustainability transitions. However, existing research has predominantly examined platform firms through the lens of competition, innovation, and value capture, leaving limited understanding of how such firms contribute to environmental and social value creation. This research investigates how digital firms integrate sustainability into their business models and orchestrate sustainability outcomes through their ecosystems. Drawing on stakeholder theory and legitimacy theory, the study examines how firms negotiate societal expectations and co-create sustainability with interdependent actors. A qualitative, multiple case study design was employed, analyzing sustainability reports and corporate documentation from four global platform firms, namely Meta, PayPal, Zalando, and Spotify. The comparative analysis reveals that sustainability in digital contexts depends on business model logics and varying degrees of ecosystem interconnection. The findings show that firms with low direct control over their ecosystem participants tend to mobilize symbolic governance tools and influence to pursue legitimacy. Conversely, firms whose business models involve strong complementarities or material impacts integrate sustainability more structurally by reconfiguring operations, incentivizing partner alignment, and embedding governance mechanisms into ecosystem coordination. The study makes three main contributions. First, it demonstrates that sustainability in digital ecosystems is co-created through negotiations with partners, users, and stakeholders. Second, it expands legitimacy theory by showing that digital firms actively orchestrate responsibility through ecosystem governance. Third, it offers practical insights for managers and policymakers on how to design sustainability strategies that reflect platform dependencies and distributed accountability. By highlighting the different ways digital firms approach sustainability, the study advances the understanding of how responsibility is enacted in the platform economy and clarifies the conditions under which digital ecosystems can enable, and not just signal, sustainable change.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Digitale Plattformen Plattformökonomie Nachhaltigkeit im Unternehmen Ökosystem-Governance Stakeholder-Theorie Legitimationstheorie Fallstudienanalyse
Schlagwörter
(Englisch)
Digital Platforms Platform Economy Corporate Sustainability Ecosystem Governance Stakeholder Theory Legitimacy Theory Case Study Analysis
Autor*innen
Federica Mattiazzi
Haupttitel (Englisch)
Corporate sustainability in the age of platforms
Hauptuntertitel (Englisch)
how impact is co-created across ecosystems
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
122 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Aveed Raha
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.06 Unternehmensführung
AC Nummer
AC17764175
Utheses ID
78771
Studienkennzahl
UA | 066 | 914 | |
